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Die Landschaften von NRW - Ruhrgebiet und Münsterland

Termpaper, 2003, 21 Pages
Author: Ariane Struck
Subject: Geography / Earth Science - Regional Geography

Details

Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 21
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V25175
ISBN (E-book): 978-3-638-27884-3

File size: 242 KB


Excerpt (computer-generated)

Universität zu Köln
Mathematisch – Naturwissenschaftliche Fakultät
SEMINAR: Regionale Geographie von Nordrhein-Westfahlen

Die Landschaften von NRW – Ruhrgebiet und Münsterland

von: Ariane Struck

 


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG 4

2. DAS RUHRGEBIET 4

3. DAS MÜNSTERLAND 11

3.1 Das Kernmünsterland 15
3.2 Das östliche Sandmünsterland 17
3.3 Die Senne 18
3.4 Westliches Sandmünsterland 19
3.5 Die Paderborner Hochfläche 20

4. LITERATURVERZEICHNIS 22

 

 


1. Einleitung

Mit etwa 18 Millionen Einwohnern ist Nordrhein-Westfalen das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands. Von der Fläche her betrachtet ist es mit 34.000 km² das viertgrößte (vgl. Voppel 1993). Das Land ist zugleich größter Ballungsraum in Europa. Im folgenden sollen die Landschaften Ruhrgebiet unf Münsterland näher betrachtet werden.

2. Das Ruhrgebiet

Mehr als 8 Millionen Menschen leben allein im Ruhrgebiet, das nach wie vor zu den größten europäischen Industrieregionen, aber mittlerweile auch zu den bedeutendsten Dienstleistungsstandorten in der EU zählt. Das Ruhrgebiet ist jener Industrieraum Nordrhein-Westfalens, der aus der Symbiose von Kohle und Stahl hervorgegangen ist. Wie etwa "Siegerland" ist auch der Name "Ruhrgebiet" ein wirtschaftsgeographischer Begriff. Das Ruhrgebiet ist eine Wirtschaftslandschaft, nicht eine sich natürlich abgrenzende Landschaft wie etwa das Münsterland. Wenn es im Ruhrgebiet keine Industrie gäbe, gehörte der Süden beiderseits der Ruhr zum Bergischen Land bzw. zum Sauerland und die Mitte und der Norden zum Münsterland. Der Kernraum des Ruhrgebietes liegt heute nicht mehr an der namengebenden Ruhr, sondern beiderseits der Emscher. Der Name "Ruhrgebiet" ist nur historisch zu verstehen. Da beiderseits der Ruhr die Kohlenflöze nahe an der Oberfläche liegen bzw. an den Talflanken zutage treten, begann hier der 1.Abbau der Kohle im Mittelalter. Auf der Ruhr konnten die gewonnenen Kohlen bequem abtransportiert werden. Im Zuge der industriellen Revolution des vorigen Jh′s verlagerte sich der Schwerpunkt des Bergbaus von der Ruhr weg nach Norden. Wurden zunächst die Ruhrstädte wie Witten oder Hattingen von der Industrie erfaßt, so verlagerte sich die Schwerindustrie dem Kohleabbau folgend immer mehr nach Norden in die alten Hellwegstädte zwischen Duisburg und Dortmund (nach Eckart 2000).

Der Kohleabbau verlagerte sich aber schließlich noch weiter nach Norden in die Emscherzone. Hier entstanden planlos und wild wachsend die neuen Städte wie Oberhausen, Gelsenkirchen, Wanne-Eickel oder Castrop-Rauxel. Die planlose Durchmischung von Wohngebieten und Industrieanlagen wurde typisch für diese Städte. Eine City konnte hier, wenn überhaupt, erst nach dem 2. Weltkrieg im Zuge des Wiederaufbaus geschaffen werden. Die alten Hellwegstädte haben dagegen ihren historisch gewachsenen Kern. Die Industrie konzentriert sich dort meist im Norden der Städte, während der Süden den besseren Wohnvierteln vorbehalten blieb. Inzwischen ist der Kohleabbau noch weiter nach Norden vorgestoßen und hat die Lippe erreicht, bei Wulfen schon überschritten. Marl, Dorsten oder Datteln sind Städte der Lippezone. Der Kohlebergbau ist um die Jahrhundertwende auch über den Rhein ins Moerser Land vorgedrungen und schließt dieses Gebiet, das naturgeographisch zum Niederrheinischen Tiefland gehört, wirtschaftsgeographisch ans Ruhrgebiet an. Die Ruhr, die dem größten Schwerindustriegebiet Europas den Namen gegeben hat, gehört heute nicht mehr zum eigentlichen Ruhrgebiet. Das Land beiderseits der Ruhr ist weitgehend Naherholungsraum für den großen Ballungsraum im Norden. Die wichtigste Rolle der Ruhr liegt heute auf dem Sektor der Wasserversorgung von Industrie und Haushalten im südlichen Industriegebiet (nach Eckart 2000). Die Höhenzüge nördlich der Ruhr, der Ardey und die Ruhrhöhen gehören geologisch noch zum Rheinischen Schiefergebirge. Die Ruhr fließt also nicht an der Nordgrenze des Schiefergebirges entlang, sie ist ein echter Schiefergebirgsfluß. In diesem größten Industriegebiet Europas leben heute etwa 6 Millionen Menschen, was natürlich gewaltige Probleme der Versorgung und Entsorgung mit sich bringt. Es muß jedoch betont werden, daß die dichte Menschenballung im Ruhrgebiet keineswegs mehr einmalig auf der Welt ist. Im Großraum New York leben z.B. 17 Millionen Menschen, in Großlondon 8 Millionen. Wieviele Millionen in bestimmten Städten der 3. Welt leben, weiß keiner genau. Angeblich soll Mexiko City die größte Stadt der Welt sein (nach Eckart 2000).

[...]


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