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Orientalismusbegriff - Edward Said's Buch "Orientalismus"

Scholary Paper (Seminar), 2004, 10 Pages
Author: Nicole Hänel
Subject: Politics - International Politics - General

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2004
Pages: 10
Grade: 1,0
Language: German
Archive No.: V25875
ISBN (E-book): 978-3-638-28383-0
ISBN (Book): 978-3-638-77187-0
File size: 191 KB

Abstract

Das Buch „Orientalismus“ machte den Literaturwissenschaftler Edward Said international bekannt. Seine These, das Bild des Orients, das bis in die heutige Zeit sowohl von der westlichen Zivilisation als auch von der arabischen Bevölkerung gepflegt wird, sei bewusst zur Machterlangung und –sicherung in Zeiten der Kolonisierung etabliert worden, regte 1978 bei der Veröffentlichung des Buches eine kulturtheoretische Diskussion auf internationalem Niveau an. Im Folgenden werde ich auf die Grundthesen dieses Buches eingehen, nachdem ich in groben Zügen das Leben seines Autors wiedergegeben haben werde. Bei der Betrachtung des Buches werde ich die Schwerpunkte auf die Zurhilfenahme des Orientalismus zur Legitimation der Kolonisation und auf Saids Kritik an den Orientalisten legen. Am Ende gebe ich die Lösungsansätze Edward Saids wieder und werde in einem Fazit einen Ausblick auf die Zukunft wagen.


Excerpt (computer-generated)

Orientalismusbegriff - Edward Said′s Buch "Orientalismus"

von: Nicole Hänel

 


1 Einleitung 2

2 Edward Said 3

3 „Orientalismus“ 4

3.1 Grundthesen 4
3.2 Was ist Orientalismus? 4
3.3 Legitimation der Kolonialisierung 5
3.4 Kritik an den Orientalisten 6
3.5 Veränderungen in der postkolonialen Zeit 7

4 Lösungsansätze 9

5 Fazit 9

6 Literaturverzeichnis 11


 

 

1. Einleitung

Das Buch „Orientalismus“ machte den Literaturwissenschaftler Edward Said international bekannt. Seine These, das Bild des Orients, das bis in die heutige Zeit sowohl von der westlichen Zivilisation als auch von der arabischen Bevölkerung gepflegt wird, sei bewusst zur Machterlangung und –sicherung in Zeiten der Kolonisierung etabliert worden, regte 1978 bei der Veröffentlichung des Buches eine kulturtheoretische Diskussion auf internationalem Niveau aus. Im Folgenden werde ich auf die Grundthesen dieses Buches eingehen, nachdem ich in groben Zügen das Leben seines Autors wiedergegeben haben werde. 3 Bei der Betrachtung des Buches werde ich die Schwerpunkte auf die Zurhilfenahme des Orientalismus zur Legitimation der Kolonisation und auf Saids Kritik an den Orientalisten legen. Am Ende gebe ich die Lösungsansätze Edward Saids wieder und werde in einem Fazit einen Ausblick auf die Zukunft wagen.

2. Edward Said

Edward Said wurde am 1. November 1935 in Jerusalem als Kind palästinensischer Christen geboren. Er wuchs in Kairo/Ägypten auf. Er genoss dort eine europäisch geprägte Ausbildung an englischsprachigen Schulen. Ägypten war zu dieser Zeit zwar schon unabhängig, aber immer noch stark durch die Kolonialherrschaft Großbritanniens geprägt. Said sagte später, dass die Umstände seiner Kindheit und Jugend dazu führten, sich sowohl in die orientalische Position (aufgrund seiner Herkunft), wie auch in die „westliche“ (aufgrund seiner Ausbildung) hineinversetzen zu können. Sein Vater diente während des Ersten Weltkrieges bei der US-Army, was dazu führte, dass Edward Said die amerikanische Staatsbürgerschaft besaß. Die erlaubte es ihm, in den USA, genauer an den Universitäten Princeton und Harvard Literaturwissenschaften zu studieren. 1

Er kehrte nach seinem Studium nicht nach Ägypten zurück, sondern lebte bis zum Ende seines Lebens in den Vereinigten Staaten. Er lehrte als Professor Englisch und Vergleichende Literaturwissenschaften an der Columbia University in New York und war zeitweilig Gastprofessor an den Universitäten Harvard und Yale. Said setzte sich sehr stark für die Rechte der Palästinenser in Israel und den besetzten Gebieten ein und war von 1977 bis 1991 Mitglied des Palästinensischen Nationalrates, einer Art Exilregierung der Palästinenser. Allerdings überwarf sich Said 1991 mit Jassir Arafat wegen des Abkommens von Oslo. Edward Said war der Meinung, dass die Palästinenser den Israelis zu weit entgegengekommen waren, um den Frieden zu sichern. Der Streit eskalierte so weit, dass sogar einige führende Palästinenser ein Verbot seiner Bücher forderten. Seine politische Karriere fand somit ein Ende, obwohl er nie aufhörte, sich für die Rechte der Palästinenser stark zu machen. Er verstarb am 25. September 2003 in New York.

3. „Orientalismus“

International bekannt wurde Edward Said 1978 durch die Veröffentlichung seines Buches „Orientalismus“.

3.1. Grundthesen

In dem Buch „Orientalismus“ stellt Edward Said die These auf, dass der Westen, und hier im Speziellen die Orientalisten, das Bild des Orients, wie wir es kennen, konstruiert hat, um sich selbst davon abgrenzen zu können. Diese Abgrenzung geschieht aber nicht zwischen zwei gleichberechtigten Partnern, sondern ist geprägt von Dominanz, Macht und Herrschaftsansprüchen.2 Said bezieht sich in seinem Buch vor allem auf die Zeit nach der Kolonialisierung der arabischen Länder durch die Briten und die Franzosen im 18. Jahrhundert. Said spricht sich in seinem Buch gegen die Zunft der Orientalisten aus, da sie seiner Meinung mit dazu beigetragen haben, den Begriff „Orient“ zu prägen. Ziel dieses Bildes ist es, einen Gegensatz zum sog. Westen zu schaffen und diesen positiv vom Orient abzuheben, um somit die Kolonisierung zu rechtfertigen. Er behauptet, dass das Schaffen eines pauschalisierten Bildes des Orients durch die Europäer sowohl bewusst (zum Zwecke der Kolonisierung) als später auch unbewusst (durch unreflektiertes Übernehmen von Stereotypen) geschieht.

3.2. Was ist Orientalismus?

[...]


1 Weidner, Stefan: Ein Kritiker und Gentleman

2 Said, Edward: Orientalism, S.5


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