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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 33 Pages
Author: Christoph Meiser
Subject: Communications: Media Economics, Media Management
Details
Institution/College: Saarland University (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Organisation, Personal- und Informationsmanagement)
Tags: Wert, Filmrechten, Fall, Kirch, Medien-, Kommunikationsmanagement
Year: 2003
Pages: 33
Grade: 2,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-28442-4
File size: 466 KB
Was sind Filmlizenzen wann wert - und warum? Unter diesem Gesichtspunkt wird der Aufstieg und Fall des Kirch-Imperiums nachvollzogen.
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Excerpt (computer-generated)
Universität des Saarlandes
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre,
insb. Organisation, Personal- und Informationsmanagement
Im Seminar `Media-Value-Management´
im Wintersemester 2003/2004
7. Fachsemester
Der ökonomische Wert von Filmrechten. Der Fall Kirch
von: Christoph Meise
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Grundlagen 1
2.1 Lizenzierung und Erwerb von Filmware 1
2.2 Auswertung von Rechten an Filmware 2
2.3 Das Bewertungsobjekt 4
2.4 Der ökonomische Wert von Filmrechten 5
3. Methodik 9
4. Der Wert des Filmarchivs der KirchMedia im Zeitverlauf 9
4.1 Aufbauphase: 1956 – 1985 9
4.2 Boomphase: 1985 – 2000 14
4.3 Konsolidierungsphase: 2000 – 04/2002 20
4.4 Insolvenzphase: seit 04/2002 23
5. Zusammenfassung und Ausblick 25
Literaturverzeichnis VII
Gesprächspartnerverzeichnis
1. Einleitung
Wertentwicklungen von Medienunternehmen in der (jüngsten) Vergangenheit und die hohe Nachfrage nach wissenschaftlichen Ergebnissen auf diesem Feld haben gezeigt, dass eine fundamentale Notwendigkeit dahingehend existiert, grundsätzliche Beziehungen zwischen Medien und Ökonomie aufzuzeigen. Ziel dieses Seminars soll es sein Bewertungsmethoden von `Objekten´ in Medienunternehmen zu erörtern. Speziell in dieser Arbeit werden Wertverständnisse und Bewertungsansätze in Bezug auf Filmrechte dargestellt. Darüber hinaus wird im Folgenden aufgezeigt, wie sich bis dato Werte von Filmrechten im Zeitablauf verhielten und wodurch dieses Verhalten verursacht wurde. Als empirisches Fallbeispiel für diese Untersuchung fungiert der Kirch-Konzern, die Sichtweise der Akteure auf dem Markt für Filmrechtehandel wird also die primäre Perspektive der vorliegenden Analyse sein. In Abschnitt 2 werden diesbezüglich Grundlagen zum generellen Verständnis der Arbeit dargestellt, in Abschnitt 3 die Methodik der Analyse. Gliederungspunkt 4 dient der Beleuchtung der Werthaltigkeit des Kirch-Filmarchivs im Zeitverlauf. Im Abschnitt 5 wird aus den gefundenen Erkenntnissen ein Ergebnis abgeleitet.
2. Grundlagen
2.1 Lizenzierung und Erwerb von Filmware
In Anlehnung an Brösel soll im Folgenden unter `Filmrechten´ und `Filmlizenzen´ die einem Subjekt aus einem Vertrag oder einer Rechtsvorschrift zuwachsenden, gegen jeden Dritten oder gegen bestimmte Personen wirkenden Befugnisse, Filmwerke/Filme aus dem Fiction-Bereich an Dritte zu vermitteln, verstanden werden.1 Fiction-Produktionen sind Sendungen mit Spielhandlung, die sich in Spielfilme und Fernsehproduktionen unterteilen. 2 Es werden nicht die Eigentumsrechte an den Filmen, sondern `nur´ deren Nutzungsrechte übertragen. 3 Eine wichtige Plattform für den Erwerb von Rechten an bereits fertiggestellten Filmprodukten sind internationale Filmmessen und Festivals, so z.B. einmal jährlich in Cannes. Jedoch werden Filmrechte auch häufig in Form von `Output-Deals´ erworben, d.h. „der Erwerber (kauft) die gesamte Programmproduktion eines Studios über einen festgelegten Zeitraum hinweg“.4 Weiterhin ist die Erwerbsform der Koproduktion üblich, bei der z.B. der Lizenzhändler die Produktion mitfinanziert und bei Fertigstellung einen Teil der Verwertungsrechte zugesprochen bekommt. Die Preise für diese Rechte an unfertigen Produktionen liegen i.d.R. wegen des inhärent höheren Auswertungsrisikos unter denen eines Lizenzkaufs nach erfolgreichem Kinorelease.5 Die Einkaufspreise stellen weiterhin entweder einen fixen Teil der Herstellungskosten des Films dar oder aber, empirisch bedeutsamer, eine prozentual bzgl. der Herstellungskosten vergleichsweise niedrigere Minimumgarantie plus eine Beteiligung des Lizenzgebers an den Gewinnen des Lizenznehmers.6 Alles in allem werden die Preise der Filmlizenzen auch durch makroökonomische Größen des entsprechenden Lizenzgebietes stark beeinflusst.7 Für den Fernsehbereich bestimmen fünf Parameter den Charakter der Filmrechte: Das Territorium, in dem der Film ausgestrahlt werden darf; der Zeitraum, über den hinweg der Film ausgestrahlt werden darf; die Anzahl der Wiederholungen in der Lizenzlaufzeit; die Exklusivität der Rechteverwertung und die Verwertungsstufe, für die das Recht gilt.8
2.2 Auswertung von Rechten an Filmware
[...]
1 vgl. Brösel, Gerrit, Medienrechtsbewertung. Der Wert audiovisueller Medienrechte im dualen Rundfunksystem, Diss. Greifswald 2002, 38
2 vgl. Wilde, Graham, Der Markt für Fernsehprogramme in Westeuropa 1990 bis 2000, in: Media Perspektiven 22 (82/1992), 110
3 vgl. Naeher, Gerhard, Der Medienhändler. Der Fall Leo Kirch, München (Knesebeck u. Schuler) 1989, 179
4 Gehring, Robert, Arbeitspapier des Instituts für Rundfunkökonomie der Universität zu Köln Nr. 171: Aufstieg und Fall der Kirch Gruppe. Eine institutionenökonomische Erklärung, Köln 2003, 41
5 vgl. DG Bank, Branchenanalyse. Medien-Content-Provider, Frankfurt a.M. 02/2000, 26; vgl. dazu auch Abschnitt 2.2
6 vgl. DG Bank, Branchenanalyse. Medien-Content-Provider, Frankfurt a.M. 02/2000, 27
7 vgl. Heinrich, Jürgen, Medienökonomie. Band 2: Hörfunk und Fernsehen, Opladen-Wiesbaden (Westdeutscher Verlag) 1999, 186
8 vgl. Holtmann, Klaus, Arbeitspapier des Insituts für Rundfunkökonomie der Universität zu Köln Heft 106/1998: Programmbeschaffung und – entwicklung werbefinanzierter TV-Programmanbieter aus der Perspektive der Programmplanung, Köln 1998, 24
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