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Scholary Paper (Seminar), 2003, 17 Pages
Author: Melissa Fischer
Subject: Agrarian Studies
Details
Institution/College: Friedensau Adventist University (Institut Entwicklungszusammenarbeit)
Tags: Grüne, Revolution, Misserfolg, Entwicklungsländer, Grundzüge, Sozialforschung
Year: 2003
Pages: 17
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-28451-6
File size: 223 KB
Der Anhang bestand vor allem aus einigen Kopien der Internetseieten, die im Literaturverzeichnis angegeben wurde.
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Excerpt (computer-generated)
Die Grüne Revolution –
Ein Misserfolg für die Entwicklungsländer?
von: Melissa Fischer
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Die Grüne Revolution 2
2.1 Die Entstehung der Grünen Revolution (GR) 2
2.1.1 Der „alte Hungermythos“ 2
2.1.2 Der kalte Krieg 3
2.1.3 Fortschritte in der Züchtung von Pflanzenhybriden 3
2.2 Die Durchführung der GR 4
2.2.1 Die Träger der GR 4
2.2.2 Bildung von Forschungszentren 4
2.2.3 Die Verbreitung und Anwendung der Hochertragssorten 5
2.2.3.1 ... durch den Staat 5
2.2.3.2 ... durch Händler 5
2.2.3.3 ... durch Entwicklungsprogramme 6
2.2.4 Struktur- und Funktionswandel der Betriebe 7
2.2.4.1 Änderung in der Bewirtschaftungsintensität 7
2.2.4.2 Änderung der Produktionsintensität 7
3. Die Auswirkungen und Folgen der GR für die EL 7
3.1 Ökonomische Folgen 7
3.2 Soziokulturelle Folgen 10
3.3 Gesundheitliche Folgen 11
3.4 Ökologische Folgen 11
4. Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse 12
Literaturverzeichnis 14
1. Einleitung
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organisation – FAO) berichtet auf einer ihrer Internetseiten (s. Literaturverzeichnis Nr.9), dass die Anzahl der hungernden Menschen in den Entwicklungsländern (EL) seit den frühen 60er Jahren von 50 % auf 20 % gesunken ist. Gleichzeitig macht sie darauf aufmerksam, dass es heute trotzdem noch über 790 Mio. Menschen in den EL gibt, die hungern.
Bei meiner Internetrecherche zum Thema „Grüne Revolution“ bin ich u.a. auf Internetseiten gekommen, welche die sogenannte „Grüne Gentechnik“ vorstellen und ihre Vor- und Nachteile abwägen. Im Rahmen der „Grünen Gentechnik“ sollen Pflanzen nicht nur dahin manipuliert werden , dass sie ertragreicher werden, sondern auch so, dass sie z.B. Vitamine produzieren, die sie sonst nicht produziert haben, um damit nicht nur das „Welternährungsproblem“, sondern auch, die häufig in EL auftretenden, Mangelerscheinungen versuchen einzudämmen (vgl. Meier 2002). In Anbetracht der aktuellen FAO-Zahlen über die Anzahl der Hungernden auf der Welt, scheint die „Grüne Gentechnik“ eine überlegenswerte Lösung zu sein. Gerhard Hirn (2002) warnt vor der „Grünen Gentechnik“: „Die Versprechungen sind die selben wie damals, ergänzt um weitere Wohltaten.“. Mit dem „damals“ weist Hirn auf die 60er und frühen 70er Jahre hin, in der die Grüne Revolution durchgeführt wurde. Die Grüne Revolution trug zu einer drastischen Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge in den Entwicklungsländern, durch die Züchtung und systematische Verbreitung neuer Hochertragssorten und den hohen Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln, bei (vgl. Nuscheler u.a., S. 346 f). Kann es sein, dass der „Fehler ´Grüne Gentechnik´“ (Hirn 2002) bzw. „- Revolution“ wiederholt wird? Ein Sprichwort sagt: „Man muss die Vergangenheit kennen und verstehen, um die Zukunft gestalten zu können“ (Verf. Unbekannt). In der vorliegenden Arbeit habe ich bewusst das Thema „Grüne Gentechnik“ nicht weiter behandelt, sondern versucht mit Hilfe verschiedener Literatur und dem Internet herauszufinden, in wie fern die Grüne Revolution Erfolg oder Misserfolg hatte. Dazu behandle ich als erstes die Entstehung der GR (Kapitell 2.1) und die Art und Weise, wie sie durchgeführt wurde (Kapitell 2.2). In dem Kapitel 3, dem Schwerpunkt dieser Arbeit, zeige ich auf, welche genauen ökonomischen, soziokulturellen, gesundheitlichen und ökologischen Auswirkungen und Folgen die GR auf die Menschen in den EL hatte (und teilweise noch hat). Zum Schluss bemühe ich mich um eine Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse.
2. Die Grüne Revolution
2.1 Die Entstehung der Grünen Revolution
Die Grüne Revolution begann in den 60er und 70er Jahren. Für die Entstehung bzw. die Durchführung der GR sind gewisse Umstände der Zeit, in der die GR entstand, verantwortlich, die im Folgenden genannt werden.
2.1.1 Der „alte Hungermythos“
Johannes Brandstäter sagt (2001) über „Hunger in den Entwicklungsländern“ das der „Hunger“ „ein Problem der Verteilung, nicht der Menge der verfügbaren Nahrungsmittel“ ist. Damit deutet er an, dass es nicht unbedingt „im Kampf gegen den Hunger“ darum geht, mehr Nahrungsmittel zu produzieren, sondern das es vielmehr soziale, kulturelle und politische Strukturbedingungen sind, die eine gerechtere Nahrungsmittelverteilung blockieren1 (vgl. Wesel 1993, S.107). In der Zeit zu Beginn der GR, wurden soziale, kulturelle und politische Strukturbedingungen als mögliche Ursache oder Mitverschulder von „Hunger“ eher vernachlässigt bis gar nicht betrachtet. Wissenschaftler und Umweltschützer beschäftigten sich dahingegen vermehrt mit den Theorien von Thomas Robert Malthus (1766 – 1834). Malthus´s Theorien besagen, dass der Mensch sich stark reproduziert, also die Bevölkerung sehr stark zunimmt, der Mensch jedoch nicht in der Lage ist, entsprechend mehr Nahrungsmittel zu produzieren (vgl. Kursunterlagen der ThHF). Die Ursache für Hunger sahen Wissenschaftler und Umweltschützer schließlich in der unzureichenden Nahrungsmittelproduktion (und nicht in, die Nahrungsmittelverteilung blockierende soziale und politische Strukturbedingungen).
[...]
1 Mit sozialen, kulturellen und politischen Strukturbedingungen sind u.a. Korruption, eine mangelnde Partizipation und Rechtssicherheit besonders der ländlichen Bevölkerung, die z.T. militärisch ausgetragene Regional- und Sozialkonflikte und der (Agrar-)Protektionismus, der u.a. politischen Systeme der Entwicklungsländer, als auch der westlichen Industrieländer, gemeint.
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