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Termpaper, 2004, 17 Pages
Author: Silke Kattenborn
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Details
Tags: Verschwinden, Kindheit, Utopie, Realität
Year: 2004
Pages: 17
Grade: 2.3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-28541-4
File size: 200 KB
Die Arbeit setzt sich auseinander mit: Neil Postman, Das Verschwinden der Kindheit. Fischer Verlag GmbH. Frankfurt am Main, 1983. S. 97. Keine Sekundärliteratur.
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Excerpt (computer-generated)
Das Verschwinden der Kindheit: Utopie oder Realität
von Silke Kattenborn
3. Semester
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Die Definition und Entwicklung von Kindheit.
1.1 Kindheit in der Antike
1.2 Kindheit im Mittelalter
1.3 Die Idee der Kindheit setzt sich durch
2 Das Verschwinden der Kindheit
2.1 Argumente für die These des Verschwindens der Kindheit
2.2 Anzeichen für die These des Verschwindens der Kindheit
3. Zusammenfassung der Ergebnisse und die Übertragung auf die heutige Zeit
Literaturverzeichnis
Einleitung
Mit seinem Buch „Das Verschwinden der Kindheit“ hat Neil Postman nicht nur in den achtziger Jahren für Wirbel gesorgt. Seine These, dass die neuen Medien die Kindheit verschwinden lassen, ist meiner Meinung nach hochaktuell. Als Neil Postman 1982 sein Buch schrieb, besaß nahezu jede Familie einen Fernseher. Dieses Medium kritisiert der Autor, da es den Kindern die Erwachsenenwelt eröffnet. Auf diese sind die jungen Menschen nach Postman noch nicht vorbereitet und lässt ihre Kindheit verschwinden. In meiner Hausarbeit möchte ich seine These und Argumentation überprüfen und untersuchen, ob diese These realistisch oder utopisch ist. Zunächst werde ich die Geschichte der Kindheit rekapitulieren, so wie sie Neil Postman zu Beginn seines Buches vorstellt. Das ist notwendig, damit seine These nachvollziehbar wird. Seine Hauptthese und einige ausgewählte Nebenthesen stelle ich im zweiten Kapitel vor. Dabei werde ich seine Argumentation, die seine Ansichten stützt, nachzeichnen und bewerten. Der vierte und letzte Teil meiner Hausarbeit ist eine Zusammenfassung der Ergebnisse. Außerdem übertrage ich Postmans Überlegungen auf die heutige Zeit, wobei ich das Internet als Medium der totalen Enthüllung1 kurz durchleuchte.
1. Die Definition und Erfindung von Kindheit
Im Folgenden zeige ich auf, wie Postman in seinem Buch Kindheit definiert und wodurch sie sich seiner Meinung nach entwickelt hat. 1.1 Kindheit in der Antike Die Kindheit hatte in der Antike keinen besonderen Stellenwert. Die Griechen gebrauchten z.B. keinen konkreten Begriff für „Kind“ oder „Jugendlicher“.2 Ein fünfzehnjähriges Mädchen war für sie schon eine Frau.3 Außerdem war die Kindstötung moralisch und gesetzlich erlaubt.4Allerdings widmeten sich die Griechen mit viel Ehrgeiz der Erziehung der Jugend. Platon versuchte in mehreren Dialogen Erziehungsprobleme (z.B. Tugend oder Mut als Erziehungsziel) zu diskutieren und zu lösen.5 Die Griechen sind die Erfinder der Schule. Aus der athenischen Auffassung, dass der gesittete Mensch seine Zeit selbstverständlich mit Denken und Lernen verbringt, entstanden Gymnasien, die Rhetorschulen und Elementarschulen. In diesen Bildungseinrichtungen lernten Jungen Lesen und Schreiben. Die Erwachsenen in der Antike waren sich also doch zu einem bestimmten Teil der Besonderheit der Jugend bewusst.6Die Römer übernahmen das Schulkonzept der Griechen und entwickelten es weiter. In der römischen Kunst wurden die Kinder zu einem beliebten Motiv.7Die Römer entfalteten den Zusammenhang zwischen dem Schamgefühl und dem heranwachenden Kind. In dieser Idee liegt für Neil Postman der entscheidende Schritt in Richtung Institutionalisierung der Kindheit: Ohne entwickeltes Schamgefühl kann es Kindheit nicht geben.8 Der Schriftsteller Quintilian definiert Kindheit durch die Sicherung der Geheimnisse der Erwachsenen, besonders der Sexualität, vor den Heranwachsenden.9
1.2 Kindheit im Mittelalter
[...]
1 Neil Postman: Das Verschwinden der Kindheit. Fischer Verlag GmbH. Frankfurt am Main, 1983. S. 97. 3
2 Vgl. ebd. S. 16.
3 Vgl. ebd.
4 Vgl. ebd.
5 Vgl. ebd. S. 17
6 Vgl. ebd.
7 Vgl. ebd. S. 18
8 Ebd. S. 19
9 Vgl. ebd. 4
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