Autor: Dr. Robert Freidinger
Fach: Wirtschaft - Controlling
Details
Jahr: 2004
Seiten: 11
Literaturverzeichnis: ~ 5 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 76 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-28561-2
Einzeiliger Zeilenabstand. Manuskript zur Vorlesung an Fachhochschulen.
Zusammenfassung / Abstract
Unsere Wirtschaftsunternehmen und Dienstleistungseinrichtungen sind bestens organisiert, haben klare Organisationen und sind leistungsfähig. Auf der anderen Seite prägen Firmenpleiten, Massenentlassungen, Management-Fehlleistungen, laufende Reorganisationen und Umstrukturierungen, Trends wie Re-engineering, Lean Management, Time Based Competition, Supply Chain Orientierung die Nachrichten. Wie passt dies zusammen? Warum gibt es so viele Ansätze, sich auf die Geschäftsprozesse zu konzentrieren und diese zu verbessern? Wie funktionieren eigentlich Prozesse oder Abläufe im Unternehmen? Gibt es wesentliche Unterschiede zwischen Groß-, Mittel-, Klein- und Kleinstunternehmen? Je größer ein Unternehmen, desto stärker ist es in Funktionen gegliedert. Umso schwerer können Prozesse identifiziert und gesteuert werden. Umso schwieriger ist Kundenorientierung durchzusetzen. Da die Leistungserbringung für den Kunden (Geldquelle) im Unternehmen in Prozessen (Abläufen) erfolgt, ist die Betrachtung der eigenen Prozesswelt unerlässlich – unabhängig von der Größe. Für produzierende Unternehmen ist dies bereits relativ geläufig. Dienstleistungsunternehmen haben hier noch stärkeren Nachholbedarf. Teil 2 fokussiert auf die Messung der Prozessleistung, die Ermittlung der Leistungsfähigkeit durch weitere Methoden, wie Kundenzufriedenheit, Benchmarking, Prozesskostenrechnung, Balanced Score Card, sowie Prozessreifegradermittlung.
Textauszug (computergeneriert)
Geschäftsprozesse im Unternehmen
Teil 2
Messen in Prozessen
von
Dr. Robert Freidinger
Juni 2007
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ... 2
2 Messgrößen von Prozessen und Kennzahlensysteme ... 2
3 Kundenzufriedenheit ... 3
4 Benchmarking ... 3
5 Prozesskostenrechnung ... 4
6 Balanced Score Card als Indikator der Prozessleistung ... 6
7 Ermittlung der Prozessleistungsfähigkeit und des Prozessreifegrades ... 8
8 Zusammenfassung ... 9
9 Literaturverzeichnis ... 9
1 Einleitung
Da die Leistungserbringung für einen Kunden in funktionsübergreifenden Prozessen erfolgt, ist zur Optimierung der Unternehmensleistung die Ausrichtung auf die Geschäftsprozesse notwendig. Diese sind zu identifizieren, messbar zu machen und hinsichtlich ihres Wertschöpfungspotenzials zu optimieren.
Nachdem erfolgter Prozessidentifizierung wird der Prozess beschrieben. Die einzelnen Aktivitäten des Prozesses formen die Wertschöpfungskette, in welcher die Herstellung von Gütern oder die Erbringung einer Dienstleistung erfolgt. Zur Planung und Kontrolle der Leistungsfähigkeit eines Prozesses müssen Messgrößen definiert und eingeführt werden. Mit diesen internen Messgrößen (Key Performance Indikatoren KPI) wird die Leistungsfähigkeit des Prozesses aus der eigenen Sicht beurteilt. Hier bieten sich Aufwands- und Leistungsmessgrößen an. Die Wirkung auf den Kunden kann durch Abfragen der Kundenzufriedenheit in Form von Customer Satisfaction Indices CSI ermittelt werden.
Weitere Messmethoden zur Ermittlung der Leistungsfähigkeit von Prozessen sind Benchmarking, Prozesskostenrechnung, Balanced Score Card oder die Ermittlung des Prozessreifegrads bzw. Maturity Levels.
2 Messgrößen von Prozessen und Kennzahlensysteme
Anforderungen an die Prozessmessgrößen sind:
- sie müssen die Prozessperformance widerspiegeln und eine Indikator für die Prozessleistung sein. Leistungsgrößen sind besser als Aufwandsgrößen.
- sie müssen den Prozess darstellen und möglichst Kundenbezug haben.
- sie müssen die Prozesssteuerung erlauben. Sie sind das Steuerungsinstrument des Process Owners für seinen Prozess.
- sie müssen eindeutig definiert und vereinbart sein.
- sie sollten eine Aussage über die Prozessstabilität erlauben.
- sie sollten mit den Customer Satisfaction Indicators CSIs verknüpft werden können.
- sie sollten ohne Manipulationsmöglichkeit einfach und automatisch aus den EDV-Systemen ermittelbar sein.
Einfachere Prozessmessgrößen erfassen Zeiten, Aufwand bzw. Kosten. Die Wirkung des Prozesses auf seine internen und externen Kunden kann besser über Leistungsmessgrößen erfasst werden.
Beispiele für Messgrößen:
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