Scholary Paper (Seminar), 2000, 28 Pages
Author: Anonym
Subject: Law - Media, Multimedia Law, Copyright
Details
Institution/College: LMU Munich
Tags: Domaingrabbing
Year: 2000
Pages: 28
Grade: 16 Pkt.
Bibliography: ~ 4 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-10198-1
ISBN (Book): 978-3-640-12582-1
File size: 356 KB
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Abstract
Dieser Aufsatz beschäftigt sich mit der Problematik des „Domaingrabbings“. Kernpunkt dieses Problemfeldes ist die Tatsache, daß Domainnamen in Deutschland und den meisten anderen Ländern nach dem Prinzip „First-Come-First-Served“ vergeben werden und die Denic, als domainvergebende Stelle, eine Prüfung der Rechtmäßigkeit des angemeldeten Domainnamens nicht vornimmt. Da jeder Domainname weltweit nur einmal vergeben werden kann, ist hier Streit vorprogrammiert. Verschärft wurde das Problem in den letzten eineinhalb Jahren durch den rapiden Preisverfall bei der Domainvergabe. Während vor 2 Jahren der Preis für die Registrierung einer „.de“-Domain noch bei ca. 100 DM lag, kann man heute bei einem der großen Reseller (wie http://www.strato.de oder http://www.puretec.de) das selbe für 90 Pfennig im Monat oder sogar kostenlos (http://www.freedoms.de) erstehen. Dieser Umstand hat im letzten Jahr zu einer wahren Flut von neuen Domainnamen geführt. So ist es nicht verwunderlich, daß es immer schwerer ist, den passenden Domainnamen für den eigenen Internetauftritt zu finden. Generische Domainnamen, also Domainnamen, die aus einem deutschen Wort und der „.de“-Endung bestehen (www.bücher.de // www.hausarbeiten.de), sind fast vollkommen ausverkauft. Auch Domainnamen die sich aus drei oder vier Buchstaben zusammensetzen sind fast nicht mehr erhältlich. So ist es heutzutage bei einer Firmengründung eine zentrale Frage, ob auch der passende Domainname noch verfügbar ist. Dies hat zur Folge daß z.B. Rechtschreibfehler in den Firmennamen eingebaut werden, um auch unter der entsprechenden Domain im Internet auftreten zu können (z.B. compaer.de). Professionelle Domainhändler haben oft hunderte Namen auf sich registriert, in der Hoffnung, diese später teuer weiterzuverkaufen. Interessant wird dieser Umstand, unter rechtlichen Gesichtspunkten, vor allem dann, wenn ein solcher Domainname die Rechte einer anderen Person verletzt. Hier hat die Rechtsprechung diese Domaingrabber in den letzten Jahren jedoch immer mehr in ihre Schranken verwiesen.
Fulltext (computer-generated)
LMU München
14.7.2000
Seminar: Rechtsfragen E-Commerce
Domaingrabbing
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS 1
DOMAINGRABBING 2
1. Die Problematik 2
2. Die Technik 3
3. Rechtliche Einordnung von Domainnamen 5
a) Domainname als Telefonnummer 5
b) Rechtsinstitut sui generis 5
c) Namensqualität des §12 BGB 5
4. Der Domaingrabber als Störer / Passivlegitimation 6
a) Vergabestelle Denic 6
b) Nameserverbetreiber 7
c) Registrators 7
5. Streitigkeiten nach Fallgruppen 8
a) Klassisches Domaingrabbing 8
b) bürgerliche Namen 12
c) Städtenamen 13
d) Verletzung durch Subdomains und Third Level domains. 13
e) Schutz an Teilen von Domainnamen 14
f) generische Domainnamen 15
6. Domainnamesharing 16
7. Internationale Schiedsstellen 17
LITERATURVERZEICHNIS 19
Domaingrabbing
1. Die Problematik
Dieser Aufsatz beschäftigt sich mit der Problematik des ,,Domaingrabbings". Kernpunkt dieses Problemfeldes ist die Tatsache, daß Domainnamen in Deutschland und den meisten anderen Ländern nach dem Prinzip ,,First-Come-First-Served" vergeben werden und die Denic, als domainvergebende Stelle, eine Prüfung der Rechtmäßigkeit des angemeldeten Domainnamens nicht vornimmt. Da jeder Domainname weltweit nur einmal vergeben werden kann, ist hier Streit vorprogrammiert. Verschärft wurde das Problem in den letzten eineinhalb Jahren durch den rapiden Preisverfall bei der Domainvergabe. Während vor 2 Jahren der Preis für die Registrierung einer ,,.de"-Domain noch bei ca. 100 DM lag, kann man heute bei einem der großen Reseller (wie http://www.strato.de oder http://www.puretec.de) das selbe für 90 Pfennig im Monat oder sogar kostenlos (http://www.freedoms.de) erstehen. Dieser Umstand hat im letzten Jahr zu einer wahren Flut von neuen Domainnamen geführt. [siehe Grafik]
So ist es nicht verwunderlich, daß es immer schwerer ist, den passenden Domainnamen für den eigenen Internetauftritt zu finden. Generische Domainnamen, also Domainnamen, die aus einem deutschen Wort und der ,,.de"-Endung bestehen (www.buecher.de // www.hausarbeiten.de), sind fast vollkommen ausverkauft. Auch Domainnamen die sich aus drei oder vier Buchstaben zusammensetzen sind fast nicht mehr erhältlich. So ist es heutzutage bei einer Firmengründung eine zentrale Frage, ob auch der passende Domainname noch verfügbar ist. Dies hat zur Folge daß z.B. Rechtschreibfehler in den Firmennamen eingebaut werden, um auch unter der entsprechenden Domain im Internet auftreten zu können (z.B. compaer.de). Professionelle Domainhändler haben oft hunderte Namen auf sich registriert, in der Hoffnung, diese später teuer weiterzuverkaufen. Interessant wird dieser Umstand, unter rechtlichen Gesichtspunkten, vor allem dann, wenn ein solcher Domainname die Rechte einer anderen Person verletzt. Hier hat die Rechtsprechung diese Domaingrabber in den letzten Jahren jedoch immer mehr in ihre Schranken verwiesen.
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