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Integration behinderter Kinder in Regeleinrichtungen

Intermediate Examination Paper, 2004, 18 Pages
Author: Ulrich Ramp
Subject: Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education

Details

Category: Intermediate Examination Paper
Year: 2004
Pages: 18
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V27148
ISBN (E-book): 978-3-638-29269-6

File size: 171 KB


Excerpt (computer-generated)

Integration behinderter Kinder in Regeleinrichtungen

von: Ulrich Ramp

 


Inhaltsangabe

1. Einleitung

2. Zum Verständnis der Begriffe „Behinderung“ und „Integration“

2.1. Behinderung
2.2. Integration

3. Historischer Rückblick

4. Der Integrationsprozess in Deutschland

4.1. Die Grundgesetzergänzung von 1994
4.2. Sonderschule – verfassungswidrig?

5. Ältere Integrationsansätze

5.1. Individualtheoretische Ansatz
5.2. Interaktionstheoretische Ansatz
5.3. Systemtheoretische Ansatz
5.4. Unterschiedliche Folgen für Integrationsansätze

6. Neuere Integrationsansätze

6.1. bedürfnisorientierter – kindzentrierter Ansatz
6.2. handlungsorientierter – ganzheitlicher Ansatz
6.3. familienorientierter – ökologischer Ansatz
6.4. Die neuen Ansätze im Vergleich

7. Das Ökosystemische Integrationsmodell

7.1. Das Umfeld
7.2. Unterrichtsform
7.3. Personelle Ressourcen
7.4. Organisatorisches
7.5. Schwächen des ökosystemischen Modells

8. Fazit

9. Literaturverzeichnis

 


 

1. Einleitung

Während meiner Zivildienstzeit beim Deutschen Roten Kreuz war ich unter anderem im Fahrdienst eingesetzt. Wir holten körperlich behinderte Kinder zu Hause ab und brachten sie in ihre jeweilige Schule. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist, dass wir die einen Kinder in eine Schule für Behinderte, die anderen in eine spezielle Förderschule und wieder andere in Regelschulen fuhren. Für mich war es selten ersichtlich, welche Kriterien erfüllt sein müssen, damit ein behindertes Kind in eine Regelschule darf. Meine Vorgesetzten erklärten, dass meist weniger bestimmte harte Kriterien dafür verantwortlich seien. Viel wichtiger ist, dass die Eltern dieser Kinder es schaffen die jeweilige Schulleitung und die Lehrer davon zu überzeugen, dass eine Integration von behinderten Kindern in eine Regeleinrichtung möglich und auch wünschenswert ist. So begann ich mich dafür zu interessieren, wie eine solche Integration aussehen kann. Ich musste aber schnell feststellen, dass es wenig Theorien zum Thema „Integration behinderter Kinder“ gibt. Es gibt einige Modellversuche und Erfahrungsberichte, doch eine wissenschaftliche Grundlagentheorie fehlt meist dahinter.

Wesentlich mehr Integrationstheorien gibt es im Bereich der Integration ausländischer Mitbürger in eine andere Gesellschaft. Man kann also davon ausgehen, dass durch die zunehmende Globalisierung und die damit verbundene Vermischung der Nationen diese Herausforderung sehr stark an Bedeutung gewonnen hat und diese Aufgabe derzeit innerhalb der Gesellschaft für wichtiger erachtet wird, als die Integration behinderter Menschen. In meiner Hausarbeit möchte ich mich deshalb mit der Integration von behinderten Kindern in Regeleinrichtungen befassen. Dabei möchte ich vor allem verschiedene Integrationstheorien vorstellen und miteinander vergleichen.

2. Zum Verständnis der Begriffe „Behinderung“ und „Integration“

In meiner Einleitung ist mehrmals von „behinderten Kindern“ und „Integration“ die Rede ohne jedoch genauer auf diese Begriffe einzugehen. Doch ab wann gilt ein Kind als „behindert“ und wann gilt es als „integriert“?

2.1. Behinderung

Als behindert im erziehungswissenschaftlichen Sinne gelten alle Kinder, „die in ihrem Lernen, im sozialen Verhalten, in der sprachlichen Kommunikation oder in den psychomotorischen Fähigkeiten so weit beeinträchtigt sind, dass ihre Teilhabe am Leben der Gesellschaft wesentlich erschwert ist und deshalb besonderer pädagogischer Förderung bedürfen“ (Deutscher Bildungsrat 1979, S. 32).

2.2. Integration

Das Wort „Integration“ stammt aus dem lateinischen „integratio“ und heißt übersetzt soviel wie die „Wiederherstellung eines Ganzen“. Wir begegnen dem Begriff „Integration“ in den unterschiedlichsten Kontexten. Er wird im Bereich der Pädagogik, der Psychologie, der Soziologie, der Politik, der Wirtschaft und noch etlichen weiteren Bereichen verwendet. Für die vorliegende Arbeit beschränken wir uns auf den sozialwissenschaftlichen Bereich. Hier wird Integration meist als Herstellung einer Gemeinschaft von unterschiedlichen Menschen gesehen. „Integration soziologisch und sozialpsychologisch verstanden, meint sie Vereinigung einer Vielheit einzelner Personen, Gruppen oder Gesellschaften zu einer gemeinschaftlichen oder umfassenden gesellschaftlichen Ganzheit. Die Integration wird beispielsweise dann als gelungen betrachtet, wenn der einzelne Mensch innerhalb der gesellschaftlichen Schichtungen einen befriedigten Status und eine akzeptierte Rolle gefunden hat“ (Broich 2001, S.30) Wenn hier von der Herstellung einer gesellschaftlichen Ganzheit die Rede ist, so meint dies in dieser Arbeit, dass Herstellen einer gesellschaftlichen Ganzheit im Bezug auf Menschen mit und ohne Behinderungen.

3. Historischer Rückblick

[...]


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