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Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung als Element der Corporate Governance

Autor: Steffen Trumm
Fach: Wirtschaft - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

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Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 25
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 185 KB
Archivnummer: V27430
ISBN (E-Book): 978-3-638-29484-3

Textauszug (computergeneriert)

Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung als
Element der Corporate Governance

von: Steffen Nuss

 


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung 1

2 Grundlagen der Corporate Governance 1

2.1 Definition und rechtlicher Hintergrund 1
2.2 Corporate Governance aus agencytheoretischer Sicht 2

3 Rechnungslegung als Element der Corporate Governance 4

3.1 Rechnungslegung: Basis der Unternehmenskontrolle 4
3.2 Rechnungslegung als Informationsinstrument 5
3.3 Verbesserung der Corporate Governance durch internationale Rechnungslegungsgrundsätze 7

4 Abschlussprüfung als Element der Corporate Governance 9

4.1 Funktionen des Abschlussprüfers 9
4.2 Unabhängigkeit und Qualitätssicherung 9
4.3 Möglichkeiten und Grenzen der Rotation 11
4.4 Das Phänomen der Erwartungslücke 13

5 Resümee 15

Literaturverzeichnis 16
 

 


 

1 Problemstellung

Die Bilanzskandale Ende der 90er Jahre, der Fall Enron bildete dabei nur den Höhepunkt einer ganzen Reihe von Vergehen, erschütterten das Vertrauen in Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung nachhaltig.1 Daher waren grundlegende Reformen der Leitungs- und Kontrollsysteme börsennotierter Gesellschaften unumgänglich, um die Effizienz der Corporate Governance zu erhöhen und somit den Bedürfnissen aller Anspruchsgruppen besser gerecht zu werden. Durch eine transparente und prospektive Informationspolitik soll das Vertrauen der Kapitalgeber, der Finanzmärkte sowie der Öffentlichkeit erhöht und den Aktionärsinteressen besser entsprochen werden.2 Viele Gesetzgeber haben hierzu bereits umfassende, mehr oder weniger verbindliche Regelwerke verabschiedet. Beispielsweise traten in den USA im Jahr 2002 der Sarbanes-Oxley Act in Kraft sowie ein Jahr später der Deutsche Corporate Governance Kodex. Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung im Kontext der Corporate Governance. Hierzu werden jeweils deren Möglichkeiten, als auch deren Grenzen aufgezeigt.

2 Grundlagen der Corporate Governance

2.1 Definition und rechtlicher Hintergrund

Zurzeit ist Corporate Governance ein heiß diskutiertes Thema. Im Allgemeinen versteht man unter Corporate Governance alle Verhaltensregeln und Durchsetzungsinstrumente, die die Unternehmensleitung und –kontrolle zielgerichtet beeinflussen.3 Ziel der weltweit erlassenen Regelwerke ist die Verbesserung von Rechnungslegung und Berichterstattung börsennotierter Unternehmen, indem auf Vorstand, Aufsichtsrat und Wirtschaftsprüfer mehr Verantwortung zu- kommen. Corporate Governance zielt dabei auf eine nachhaltige Wertsteigerung für alle Anspruchsgruppen ab. Auf internationaler Ebene wurden bereits 1996 von der OECD unverbindliche Prinzipien „guter Corporate Governance“ erarbeitet, womit einheitliche globale Mindestanforderungen geschaffen wurden. Aufgrund nationaler Unterschiede im Kapitalmarkt- und Gesellschaftsrecht kann Corporate Governance jedoch nicht durch ein Universalmodell verbessert werden.4 Daher haben viele Gesetzgeber bereits auf die gesteigerten Anforderungen der Kapitalmärkte reagiert. So wurde in Deutschland beispielsweise eine Vielzahl von Gesetzen zur Verbesserung der Unternehmenstransparenz, wie auch der DCGK verabschiedet. In den USA stellt der SOA ebenfalls weit reichende Anforderungen an die Unternehmensleitung und Wirtschaftsprüfung.5

2.2 Corporate Governance aus agencytheoretischer Sicht

Die Notwendigkeit einer funktionierenden Unternehmensüberwachung lässt sich aus der Prinzipal-Agenten-Theorie herleiten. Diese Theorie ist ein Instrument zur Erfassung hierarchischer Delegationsbeziehungen, die typischerweise bei börsennotierten Unternehmen bestehen.6 Die Trennung von Eigentum und Geschäftsführung sowie die daraus folgende Informationsasymmetrie über die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung sind zentrale Annahmen dieser Theorie.7 Grundsätzlich wird die Gesamtheit der Anteilseigner als Prinzipal angesehen, der damit rechnen muss, vom Management, dem Agenten, übervorteilt zu werden.8 Zur genaueren Analyse wird nachfolgend in vor- und nachvertragliche Informationsasymmetrien unterteilt:

a) vorvertragliche Informationsasymmetrien

[...]


1 Vgl. FÖRSCHLE et al. (1998), S. 889 und IMHOFF (2003), S. 117.

2 Vgl. BDI/PWC (2002), S. 6, DÖRNER/ORTH (2003), S. 5.

3 Vgl. DÖRNER/ORTH (2003), S. 7-8.

4 Vgl. DÖRNER/ORTH (2003), S. 14-15.

5 Vgl. BÖCKING (2003), S. 683-684.

6 Vgl. BUSSE V. COLBE (1994), S. 43 und COHEN et al.(2002), S. 579.

7 Vgl. BUSSE V. COLBE (1994), S. 43 und WENTGES (2002), S. 29-30.

8 Vgl. ARROW (1985), S. 38-42 und COHEN et al. (2002), S. 579.

Kommentare

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