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Termpaper, 2002, 10 Pages
Author: Daniela Lange
Subject: Nursing / Foster Care Management / Social Services
Details
Tags: Grundlagen, Gesundheits-, Sozialwesens
Year: 2002
Pages: 10
Grade: 2,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-29726-4
File size: 226 KB
Aufgabe der Hausarbeit lautete: Welche Folgen ergäben sich bei einer völligen Freigabe der Preise im Gesundheitswesens. Diskutieren Sie unter zur Hilfenahme Ihrer volks- und betriebswirtschaftlichen Kenntnisse insbesondere unter Beachtung der Preisbildung, Bedarf, Nachfrage und Angebot.
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Excerpt (computer-generated)
Ökonomische Grundlagen des Gesundheits- und Sozialwesens
von: Daniela Lange
4. Semester
INHALTSVERZEICHNIS
EINLEITUNG 3
1 DER GESUNDHEITSMARKT 4
1.1 DEFINITION 4
1.2 ANGEBOT UND NACHFRAGE AUF DEM GESUNDHEITSMARKT 4
1.3 BEDARF 4
1.4 PREISBILDUNG 4
2 UMWANDLUNG GESUNDHEITSMARKT IN EINEN FREIEN MARKT 5
2.1 DEFINITION FREIER MARKT 5
2.2 ANGEBOT UND NACHFRAGE 5
2.3 BEDARF 5
2.4 PREISBILDUNG 6
3 DIE FOLGEN EINER PREISFREIGABE IM GESUNDHEITSWESEN 7
3.1 BEDEUTUNG FÜR DIE PATIENTEN 7
3.2 BEDEUTUNG FÜR DIE ÄRZTE 7
3.3 BEDEUTUNG FÜR DIE KRANKENHÄUSER 7
3.4 BEDEUTUNG FÜR DIE KRANKENKASSEN 7
4 SCHLUSSBEMERKUNG 8
LITERATURVERZEICHNIS 9
Einleitung
Das Gesundheits- und Sozialwesen gliedert sich in folgende Sektoren: ambulanter Sektor, stationärer Sektor, Arzneimittel, Heil- und Hilfsmittel und ergänzende Angebote, die durch den öffentlichen Gesundheitsdienst, soziale Dienste, etc. bereitgestellt werden. 1 Ein wachsendes Problem in all diesen Sektoren ist die Finanzierung. Noch dominiert in Deutschland die Beitragsfinanzierung durch die Sozialversicherung. Unter Beachtung des Versorgungsprinzips, des Versicherungsprinzips, des Fürsorgeprinzips und des Solidaritätsprinzips hat jeder Mensch in Deutschland das Recht, Gesundheitsleistungen in Anspruch zu nehmen. Es gelten staatlich festgelegte Preise (siehe: EBM, GOÄ). Bewusst gibt es keine Erhebung eines direkten bzw. leistungsadäquaten Entgeltes, da sonst eine falsche Abhängigkeit von Leistungsanbietern und Leistungsempfängern entstehen würde (Integritätsprinzip). Weiterhin gilt das Solidaritätsprinzip. Das heißt, es muss die Möglichkeit geben, für Menschen, welche sich finanziell kein Angebot im sozialen Bereich leisten können, nicht ausgegrenzt zu werden. 2 Jedoch kann das gegenwärtige Finanzierungssystem (GKV und PKV) den steigenden Kostendruck auf das Gesundheitswesen nicht nehmen. Dieser Kostendruck ist gekennzeichnet durch:3
- sozio-demographische Veränderungen der Bevölkerungsstruktur (Anstieg Rentnerquote)
- medizinisch-technischer Fortschritt
- Überangebot an Leistungserbringern (siehe: „Bettenberg“, „Ärzteschwemme“)
Was würde passieren, wenn der Staat den Gesundheitsmarkt freigibt und sich die Preise wie auf einem freien Markt selbstständig bilden würden? Mehr Markt bedeutet mehr Wettbewerb. Angebot und Nachfrage treffen auf dem Markt zusammen und bilden die Preise. Sind diese Merkmale der freien Marktwirtschaft auch auf den Gesundheitsmarkt anwendbar? In dieser Hausarbeit wird der gegenwärtige Gesundheitsmarkt dargestellt und die möglichen Folgen einer Preisfreigabe und somit die Umwandlung in einen freien Markt beschrieben. Außerdem wird die Bedeutung für die Patienten, das medizinische Persona l, die Praxen, die Krankenhäuser und die Krankenkassen aufgezeigt.
1 Der Gesundheitsmarkt
1.1 Definition
Der gegenwärtige Gesundheitsmarkt ist ein sozialwirtschaftlicher Markt, das heißt, die darin befindlichen Angebote sind von öffentlichem und sozialem Interesse. Die Gesundheit ist eines der höchsten Güter. Dem Anbieter diesen Gutes stehen zwei Marktpartner gegenüber: auf der einen Seite der Kunde bzw. der Patient und auf der anderen Seite der Kostenträger (z.B. Krankenkasse). Zentrale Planentwürfe, von staatlicher Seite ausgehend, beeinflussen den Gesundheitsmarkt. Es besteht ein Gemeineigentum am Markt und die Haftung erfolgt kollektiv.
1.2 Angebot und Nachfrage auf dem Gesundheitsmarkt
Kein anderer Wirtschaftszweig bietet so viele verschiedenartige Güter und Dienstleistungen an wie das Gesundheitswesen. 4 Das wichtigste Angebot des Gesundheitswesens ist die Wiederherstellung und Erhaltung der Gesundheit. Die Nachfrage nach dem Gesundheitsgut ist die Nachfrage nach Dienstleistungen (ärztliche Leistung, pflegerische Leistung, etc.). Aufgrund verschiedener Faktoren ist diese Nachfrage auf dem Gesundheitsmarkt schwer zu messen. Zum Beispiel handelt der Patient oft nicht nach seinem Willen (Ärzte entscheiden über Therapie) und er zahlt nicht selbst für das Gesundheitsgut. Eine Besonderheit stellt die angebotsinduzierte Nachfrage dar. Steigt das Angebot, z.B. an Ärzten, so steigt auch die Nachfrage nach diesen, obwohl die Patientenanzahl gleich bleibt. Die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen ist preisunelastisch, aufgrund der Krankenversicherungsbeiträge, deren Höhe unabhängig von den in Anspruch genommenen Leistungen ist.
1.3 Bedarf
Ökonomisch betrachtet, entspricht der Bedarf der tatsächlich verbrauchten Menge an Gesundheitsgütern und Gesundheitsdienstleistungen. Der Bedarf hängt jedoch erstens von den Bedürfnissen des Patienten und zweitens auch vom Angebot ab. Denn so lange ein Gesundheitsgut nicht existiert, besteht auch kein Bedarf danach (z.B. Kernspintomograph).5 Somit wächst der Bedarf stetig mit dem medizinisch-technischen Fortschritt der Medizin.
1.4 Preisbildung
[...]
1 Vgl. Andersen, Hanfried H.: Basiswissen Gesundheitsökonomie Band 1: Einführende Texte, hrsg. v. Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Berlin 1992, S. 20.
2 Vgl. Mödinger, Wilfried; Vochezer, Renate; Schempf, Thomas: Studienbrief BWL-Branchen, Riedlingen 1999, S. 99f.
3 Vgl. Andersen, Hanfried H.: ebd. S. 35.
4 Vgl. Krämer, Walter: Basiswissen Gesundheitsökonomie Band 1: Einführende Texte, hrsg. v. Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Berlin 1992, S. 66.
5 ebd. S. 77.
6 Vgl. Graf v. d. Schulenburg, J. Matthias: ebd. S. 113.
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