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Autor: Babette Lippmann
Fach: Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwiss.
Details
Institution/Hochschule: Universität Karlsruhe (TH) (Institut für Literaturwissenschaft)
Tags: Handlungs-, Unterricht, Fachdidaktik, Deutschen
Jahr: 2003
Seiten: 22
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 213 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-30096-4
ISBN (Buch): 978-3-638-69208-3
Meine Aufgabe bestand darin, aus den zwei angegebenen Quellen einen Vortrag zu erstellen und die dazugehörige Ausarbeitung ebenfalls nur auf der Grundlage dieser Quellen zu verfassen. Grund dafür war, dass wir zu diesem Zeitpunkt diese Hefte bearbeitet und kritisch analysiert haben. Bei meiner Ausarbeitung sollte daher so wenig wie möglich zitiert werden, was die wenigen Fußnoten erklärt.
Zusammenfassung / Abstract
Die Hausarbeit wurde im Rahmen einer Pädagogikvorlesung für das Lehramt an Gymnasien erstellt, umfasst jedoch den Unterricht für alle Schultypen allgemein; Zur Hausarbeit gehörte ein Referat (die Folien sind im Anhang zu finden); Nach einer Einführung in das Thema werden Pro und Kontra dieser Unterrichtsmethode erläutert und Beispiele am täglichen Unterricht gegeben; Als Stundenbeispiel für diese Methode dient das Gedicht "Reklame", hier finden sich Beispiele wie man dieses Gedicht im Unterricht einsetzen könnte Anmerkung: Meine Aufgabe bestand darin, aus den zwei angegebenen Quellen einen Vortrag zu erstellen und die dazugehörige Ausarbeitung ebenfalls nur auf der Grundlage dieser Quellen zu verfassen. Bei meiner Ausarbeitung sollte daher so wenig wie möglich zitiert werden, was die wenigen Fußnoten erklärt. Die verwendeten Quellen verweisen jedoch auf weitere Publikationen
Textauszug (computergeneriert)
Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht
von: Babette Lippmann
INHALTSVERZEICHNIS
EINLEITUNG 1
1. WAS MEINT HANDLUNGS - UND PRODUKTIONSORIENTIERTER UNTERRICHT ? 3
1.1 VOM TRADITIONELLEN ZUM HANDLUNGS - UND PRODUKTIONSORIENTIERTEM UNTERRICHT 3
1.2 FÄHIGKEITEN ERKENNEN UND FÖRDERN 4
1.3 WIE LÄSST SICH DIE NEUE UNTERRICHTSFORM LITERATURTHEORETISCH BEGRÜNDEN ? 5
1.4 W AS WILL HANDLUNGS - UND PRODUKTIONSORIENTIERTER UNTERRICHT ERREICHEN ? 6
2. WIE SOLL HANDLUNGS - UND PRODUKTIONSORIENTIERTER UNTERRICHT IM LITERATURUNTERRICHT AUSSEHEN ? 7
2.1 RESTAURATION UND TRANSFORMATION 7
2.2 WIE KANN MAN HANDLUNGS - UND PRODUKTIONSORIENTIERTEN UNTERRICHT IM SCHULALLTAG UMSETZEN ? 8
2.2.1 VOM EINZELNEN ZUM GANZEN 8
2.2.2 EIN BEISPIEL ZUM ASPEKT DER TRANSFORMATION 9
2.2.3 WEITERE BEISPIELE ZUR UMSETZUNG VON HANDLUNGS - UND PRODUKTIONSORIENTIERTEN UNTERRICHT 10
2.3 DIE THEORIE DES „UNBESTIMMTHEITSBETRAGES “ VON TEXTEN 11
3. KRITIK UND ENTKRÄFTUNG 11
3.1 MANIPULATION VON TEXTEN 11
3.2 EIGNUNG PRODUKTIVER V ERFAHREN 12
3.3 VERSELBSTSTÄNDIGUNG 13
3.4 FALSCHE VORSTELLUNG VON LITERATUR 13
3.5 GEFAHR DER ENTWERTUNG 14
3.6 DAS PROBLEM DER ZEIT 14
4. INGEBORG BACHMANN „REKLAME“ 15
4.1 AUFBAU 15
4.2 INTERPRETATION 15
4.3 METHODISCHE ERARBEITUNG IM HANDLUNGS - UND PRODUKTIONSORIENTIERTEN UNTERRICHT 16
4.3.1 AUSGANSSITUATION : UNTERTEILUNG IN ZWEI GEDICHTE 16
4.3.2 AUFGABE 1: ANTWORTEN FINDEN 17
4.3.3 AUFGABE 2: FRAGEN FINDEN 17
4.3.4 AUFGABE 3: LÜCKENTEXTE 17
4.3.5 W EITERE METHODEN ZUM GEDICHT 17
5. ANHANG
LITERATURVERZEICHNIS 19
FOLIEN ZUM REFERAT
Einleitung
„Lehrer tun doch sowieso nichts!" Ein oft gedankenlos verwendeter Spruch, den sich sicher jeder Lehrer im Laufe seiner „Erziehungs- und Bildungslaufbahn“ anhören muss. Was müssen Lehrer auch schon machen, außer ein paar unwissenden Schüler das Wissen zu vermitteln, welches eines Tages in der sogenannten „Reifeprüfung“ abgefragt wird. Nachdem man sich diesem Test unterzogen und ihn erfolgreich bestanden hat, ist man „reif“ für das Leben. So jedenfalls der Grundgedanke. Und wie wird der Schüler „reif“? Etwa durch das Auswendiglernen von mathematischen Formeln oder das Aufsagen von Gedichten? Das kann es wohl nicht sein. Aber wenn Schule doch nur Wissen gibt, wodurch hat der Schüler dann seine „Reife“ erlangt? Irgendwo muss doch ein Maß an Erziehung vorhanden sein, wodurch ein heranwachsender Mensch die ethischen Grundlagen des Lebens lernt. An diesem Punkt müssen auch die schärfsten Verfechter des oben genannten Spruches zugeben, das Schule mehr ist als nur eine „Vermittlungsstelle für Wissen“. Schule soll also neben der Vorbereitung auf das Abitur auch die Erziehung in die Hand nehmen. Und welcher Unterricht wäre da besser geeignet als der Deutschunterricht? Zwar sollen alle Fächer einen erzieherischen Hintergrund besitzen, jedoch wird das Höchstmaß an Erziehungsunterricht an den Deutschlehrer abgetreten. Doch wie soll man neben dem Unterrichtsstoff, der ohnehin schon kaum zu schaffen ist, die Schüler auch noch zu selbstständigen Wesen erziehen?
Dabei ist das Motivationsproblem ein alt bekanntes und jeder Lehrer hat damit zu kämpfen. Viele seiner Zöglinge machen es ihm nicht leicht, den Unterricht mit Schülern zu gestalten, um dadurch ein Arbeitsklima zu schaffen, in dem sich Lehrer wie auch Schüler zur Unterrichtsgestaltung motivieren lassen. Gerade der Literaturunterricht hat es schwer, die Aufmerksamkeit eines ohnehin schon desinteressierten Lesers zu erlangen. Nicht zuletzt durch die anhaltende Kritik des Deutschunterrichtes von Seiten der Eltern oder Instituten, die die Qualität durch z.B. PISAStudien prüfen, hat der Literaturunterricht neben dem Schüler zwei weitere Instanzen gefunden, die dem Ansehen im Umgang mit der Literatur schaden. Vorurteile wie „Lesen ist langweilig“ oder „Können wir nicht die Verfilmung des Buches ansehen“ erleichtern die Arbeit eines Deutschlehrers gewiss nicht. Im Gegenteil: Bevor zur Lektüre gegriffen werden kann steht die Aufgabe der „Lesemotivation“ an erster Stelle. Doch wie zeigt man einem von Fernsehen und Videospielen umgarnten Schüler, dass Lesen eine ebenso aufregende wie auch anregende Beschäftigung sein kann? Schließlich hat ein Buch keine bewegten Bilder oder bunten Knöpfe, sondern viel mehr den „Nachteil“, dass es „selbst erlebt werden will“ und nicht eher unterhaltsam wirkt, bis dass sich der Leser selbst zu unterhalten versteht. Die Bereitschaft zum „selbst denken“ und nicht „denken lassen“ ist die erste „Hürde“, die ein guter Literaturunterricht von seinen Zuhörern abverlangen sollte. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan, denn die heutige Situation in einem Klassenraum ist wohl eher folgende:
Eine schulisch völlig überforderte und von Alltagsproblemen des Erwachsenwerdens geprägte Gruppe von meist 30 Schülern betritt den Raum, wohlwissend, dass ihnen jetzt wieder die altbekannte Predigt gehalten wird, wie hilfreich Literatur für das Leben sein kann. Kurz gesagt: Man steht vor einer heranwachsenden Schülerschar, welche das Lesen von „alten Schmökern“ für überflüssig und sinnlos hält. Jedoch ist es jetzt des Lehrers Aufgabe diesen “Kunstbanausen“ ein Gefühl für Literatur und ihre Bedeutung zu vermitteln. Damit wären wir wieder bei der Frage nach dem „Wie“. Wie wecke ich bei einem jungen Menschen, dessen Menge an Vorurteilen gegenüber dem Deutschunterricht die Vorstellungen aller Lehrer überschreiten, ein auch noch so winziges bißchen Interesse für Literatur? Wie lange wird es wohl dauern, bis sich die Debütanten bereit erklären ihre Sinne auf den Unterricht zu lenken, anstatt auf „wichtigere“ Dinge wie den Banknachbarn oder das neu erstandene Handy? Ist dann endlich eine Atmosphäre geschaffen, in der sich zu unterrichten vermag, überkommt den Deutschlehrer das allseits bekannte und auch deprimierende Gefühl, dass seine Schüler nur zuhören, weil der Lehrkörper den Stoff in einer Klausur abfragen wird. Es gibt wohl nichts Demotivierenderes im Leben eines Deutschlehrers als die Tatsache, dass er zu einem Publikum spricht, das nicht aus Interesse, sondern aus reiner Pflicht zuhört. Dies wird zwangsweise dazu führen, dass er irgendwann den Mut verliert, seine Schüler motivieren zu können und resigniert. Die Folge: Ein von Normen vorgegebener Unterricht, dessen Ziele und Antworten unveränderlich feststehen, so dass kein Schüler es vermag eine andere Meinung zu vertreten, als die die im Lehrbuch vorgegeben ist. Endresultat: Ein lehrerzentrierter Unterricht.
Um dem entgegen zu wirken sollte nie die Motivation der Schüler außer Acht gelassen werden. Ebenso wenig darf der erzieherische Aspekt in den Hintergrund geraten. Doch beides zu vereinen ist wie bereits geschildert nicht einfach. In einem Heft der Zeitschrift „Praxis Deutsch“, Nr. 123, Januar 1994, erläutern die Autoren Wolfgang Menzel, Gerhard Haas und Kaspar H. Spinner die Methoden des handlungs- und produktionsorientierten Unterricht vor dem Hintergrund, wie hilfreich und sinnvoll diese Art des Unterrichts sein kann. Die nachfolgende Ausarbeitung soll zeigen, wie man mit Hilfe des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts Schüler im Deutschunterricht zur Mitarbeit und vor allem zur Selbstständigkeit erziehen kann. Zunächst wird die eigentliche Idee des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts vorgestellt, worauf einige Beispiele zur Umsetzung der Theorie aufgezeigt werden sollen. Zum Schluss werden einige Beispiele von Kritik am handlungs- und produktionsorientierten Unterricht dargestellt und Antworten gegeben, warum diese Form des Unterrichts trotz aller Bedenken sehr sinnvoll für die Arbeit im Literaturunterricht ist.
1. Was meint handlungs- und produktionsorientierter Unterricht ?
1.1 Vom traditionellen zum handlungs- und produktionsorientierten Unterricht
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