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Scholary Paper (Seminar), 2002, 15 Pages
Author: Thomas Hissel
Subject: Sociology - Work, Profession, Education, Organisation
Details
Institution/College: RWTH Aachen University (Institut für Soziologie)
Tags: Soziale, Produktionssysteme, Seminar
Year: 2002
Pages: 15
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-30420-7
File size: 250 KB
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Excerpt (computer-generated)
RWTH Aachen
Institut für Soziologie
Veranstaltung: „Neue Themen der Wirtschaftssoziologie
- Eine Einführung“
WS 2001/2002
Globalisierung
„Soziale Produktionssysteme“
vorgelegt als schriftliche Hausarbeit
von
Thomas Hissel
Aachen, den 08.02.2002
Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung 3
2. Institutionen ökonomischer Koordination 4
2.1 Spezifische Vor- und Nachteile 5
2.2 Das institutionelle Arrangement 7
3. Soziale Produktionssysteme 8
3.1 Von der Standardisierung zur Flexibilisierung 9
3.2 Beispiele Flexibler Produktionssysteme 11
4. Determination der Entwicklung sozialer Produktionssysteme 12
5. Quellen 15
Tabellenverzeichnis:
1. Gliederungsschema ökonomischer Koordinationsinstitutionen 5
2. Tabellarische Übersicht der Produktionssysteme 12
1. Einleitung
Diese Arbeit versucht sich, anhand einiger weniger Beispiele, in einer Beschreibung und einer Analyse der Entwicklung und des Zustandes bestimmter sozialer Produktionssysteme in industrialisierten Nationalstaaten. Zu Beginn wird versucht, einige Grundlagen der ökonomischen Koordination zu klären um darauf aufbauend jene Formen von sozialen Produktionssystemen in ihrer Entwicklung und heutigen Ausprägung ansatzweise beschreiben und erklären zu können. Hier stellt sich dieser Arbeit unter anderem die Frage, ob der freie Markt als ökonomisches Konzept alleine, wie so oft behauptet, die letzten Endes für jeden vorteilhafte Lösung bilden kann, oder ob dieser nur einen Teil in einer zukünftigen Konstellation ökonomischer Koordinationsinstitutionen darstellen kann.
Die Konstellation ökonomischer Koordinationsinstitutionen ist eine überaus wichtige Basis für die Entwicklung sozialer Produktionssysteme. Allerdings verläuft diese Entwicklung weder linear, noch in allen industrialisierten Nationalstaaten gleich. Dies könnte ein Anzeichen dafür sein, dass eine starke Ausprägung bestimmter Koordinationsinstitutionen, wie zum Beispiel die des Marktes, unabhängig von technischem Entwicklungsstand und Wohlstand eines Landes, große Auswirkungen auf die Entwicklung sozialer Produktionssysteme hat.
Trotzdem sind, nationale Grenzen übergreifende Tendenzen in der Entwicklung von Produktionssystemen erkennbar. Anhand einiger Beispiele versucht diese Arbeit zu erörtern, in welche Richtungen sich moderne Industriestaaten im Bezug auf die Form ihrer Produktion hin entwickelt haben und unter Umständen auch, in welche Richtung sie sich noch entwickeln könnten.
Was über diese Fragestellungen hinaus feststehen dürfte ist, dass die heutigen Formen der Produktion einer jeden Gesellschaft, Ergebnis langer Entwicklungen sein müssen.
Im Bezug auf diese Entwicklungen erlaubt sich diese Arbeit dann zum Schluss noch die Frage, ob die Faktoren, die die dominierende marktwirtschaftlich orientierte Sichtweise unserer heutigen Gesellschaft im Bezug auf die ökonomische Entwicklung industrialisierter Nationalstaaten für ausschlaggebend befindet, wie zum Beispiel die Nachfrage der Konsumenten, dieser quasi determinierenden Rolle vollkommen gerecht werden können, oder ob für eine zutreffendere Erklärung sozioökonomischer Entwicklungen auch noch andere Deutungsansätze, bzw. die Identifikation anderer determinierender Faktoren notwendig sind.
2. Institutionen ökonomischer Koordination
In modernen Industriegesellschaften ist ein breites Spektrum an Institutionen ökonomischer Koordination vorhanden. Es reicht, um Beispiele zu nennen, vom Konzept des freien Marktes über Netzwerke, Jointventures und Handelsgemeinschaften bis hin zur Institution des Staates, welcher ebenfalls die Rolle eines ökonomischen Koordinationsmechanismus erfüllt. Der Markt zum Beispiel ist durch ein starkes Eigeninteresse seiner Akteure und eine horizontale, also gleichberechtigende Machtverteilung gekennzeichnet. Seinen Gegenpol findet er in der Institution des Staates, welche durch eine vertikale Machtverteilung und ein hohes Maß an Verpflichtung gekennzeichnet ist. Dazwischen lassen sich anhand dieser beiden Merkmale – Motivation und Machtverteilung – viele weitere institutionelle Konzepte, wie zum Beispiel Netzwerke, eingliedern.
Diese beiden Unterscheidungsmerkmale reichen allerdings noch nicht aus. Der Markt unterscheidet sich beispielsweise von Netzwerken oder anderen Kooperativen Gemeinschaften durch das Merkmal des Vertrauens. Während Vertrauen innerhalb und unter Netzwerken eine der maßgeblichen Vorraussetzungen darstellt, zeichnen sich Markt und Staat gerade durch ein sehr geringes Maß desgleichen aus.
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