Der internationale Tourismus als Wirtschaftsfaktor für Dubai

Autor: Karolina Montalbetti
Fach: Touristik / Tourismus

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Details

Institut: Merkur Akademie International
Kategorie: Studienarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 34
Note: 1
Literaturverzeichnis: ~ 9  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 821 KB
Archivnummer: V28733
ISBN (E-Book): 978-3-638-30433-7

Textauszug (computergeneriert)

Der internationale Tourismus als Wirtschaftsfaktor für Dubai

von

Karolina Montalbetti

2004

 

Inhaltsverzeichnis

1. VORWORT  1

2. DUBAI – KURZANALYSE DES UNTERSUCHUNGSRAUMS  2
2.1. Geschichte  2
2.2. Geografie und Klima  3
2.3. Politik  4
2.4. Sozialstruktur  5
2.5. Wirtschaft  6
2.6. Die drei wichtigsten Wirtschaftssektoren Dubais im Vergleich  8

3. RAHMENBEDINGUNGEN FÜR DEN TOURISMUS IN DUBAI  9
3.1. Angebotsanalyse  9
3.1.1. Das natürliche Angebot  9
3.1.2. Infrastrukturelle Voraussetzungen  10
3.1.2.1. Verkehrsinfrastruktur  10
3.1.2.2. Unterkunft und Verpflegung  12
3.1.2.3. Reiseveranstalter  15
3.2. Tourismus und Umwelt  16

4. DIE STRUKTUR DES TOURISMUS IN DUBAI  17
4.1. Allgemeines Touristenprofil  17
4.2. Quellmärkte  17
4.3. Saisonverlauf des Tourismus  18

5. INVESTITIONEN  19
5.1. Staatliche Investitionen  19
5.2. Projekte  20

6. SCHLUSSBETRACHTUNG  26

Anhang
Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Literaturverzeichnis

 

1. VORWORT

Bis zur Entdeckung der Erdölvorkommen im Jahre 1966 lebten die Menschen in Dubai vom Perlentauchen und vom Fischfang sowie dem Bau von Dhows, den traditionellen Booten. Heute ist Dubai als Teilstaat der V.A.E. ein moderner kosmopolitischer Stadtstaat mit mehr als einer Million Einwohnern aus allen Teilen der Welt. Er gilt nicht nur als Wirtschaftszentrum der Vereinigten Arabischen Emirate, sondern stellt auch einen der bedeutendesten Handelsstützpunkte im Mittleren Osten dar, an dem eine Vielzahl internationaler Firmen mit regionalen Niederlassungen beheimatet ist.
Dubai kann nicht ganz losgelöst von den V.A.E. betrachtet werden, deshalb werden Teile der Geschichte, der Wirtschaft und der Sozialstruktur im Zusammenhang mit allen sieben Emiraten erläutert.
Die vorliegende Projektarbeit stellt zuerst den Untersuchungsraum Dubai vor und beschäftigt sich danach mit den vorhandenen touristischen Rahmenbedingungen, der Struktur des Tourismus und letztendlich mit den staatlichen Investitionen in Großprojekte.

Diese Untersuchung soll zeigen, inwiefern es der Regierung in Dubai gelungen ist, durch die Förderung des Tourismus als Alternative zum Erdölgeschäft ein anhaltendes Wirtschaftswachstum zu gewährleisten. Die verwendeten Quellen stammen hauptsächlich aus Unterlagen vom Dubai Departement of Tourism and Commerce Marketing und aus Artikeln in deutschsprachigen touristischen Zeitschriften, die die Entwicklung Dubais sehr positiv darstellen und der vorliegenden Projektarbeit die Neutralität nehmen.

2. DUBAI – KURZANALYSE DES UNTERSUCHUNGSRAUMS

2.1. Geschichte

Schon vor rund 7500 Jahren gab es Fischersiedlungen an der Küste von Dubai. Dies belegen Spuren aus archäologischen Ausgrabungen.1 Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts waren die damals kleinen Fischersiedlungen an der Golfküste verarmt und lebten neben traditionellen beduinischen Wirtschaftsformen lange Zeit von der Perlenfischerei.2 Ab dem frühen 16. Jh. war Portugal die erste europäische Macht, die am Golf Fuß gefasst hatte. 1820 schloss Großbritannien mit den lokalen Herrschern Verträge zwecks Sicherung der Seewege nach Indien ab.3 Die Gründung des späteren Dubai begann erst 1830 durch einen Zweig des Bani Yas Stammes, der ursprünglich aus der Liwa Oase im Süden des Landes kam.4 Scheich Maktoum bin Butti erklärte 1833 das bislang zu Abu Dhabi gehörende Dubai zu einem eigenständigen Scheichtum, welches er bis 1852 regierte.5

Von 1835 bis 1853 folgten der „Vertrag über den ewigen Frieden zur See“ sowie das Verbot des Sklavenhandels. So erhielt die Küste ihren Namen „trucial coast“, die „Waffenstillstandsküste“ und wurde zum Protektoratsgebiet Großbritanniens. Das vorherrschende Piratentum wurde zurückgedrängt, der Seehandel blühte auf, wodurch der Perlenhandel zur Haupteinnahmequelle Dubais wurde. Der in Dubai von 1859 bis 1886 regierende Scheich Maktoum bin Hasher Al Maktoum gewährte den ausländischen Händlern Steuerfreiheit, und dies hatte zur Folge, dass sich immer mehr Kaufleute niederließen. 1903 gründeten die Briten in Dubai eine Schifffahrtsgesellschaft, durch die der Hafen zu einer neuen Zwischenstation für ihre Dampfschiffe auf dem Weg nach Indien wurde. Zudem gründeten sie zahlreiche Handelsniederlassungen, und reiche indische Kaufleute, die nach Dubai emigriert waren, beorderten nun ihre riesigen von Indien kommenden Handelsschiffe direkt nach Dubai. Durch die Ernennung der Stadt zum Freihafen und durch den Geschäftssinn der ansässigen Kaufleute konnte sich Dubai bis heute zu einer unumstrittenen Handelsmetropole entwickeln.

Der von 1912 bis 1958 herrschende Scheich Saeed bin Maktoum Al Maktoum stand technischen Neuerung positiv gegenüber und vergab die erste Konzession für Festlandölbohrungen 1937 an die Briten. Die Bohrungen blieben allerdings lange Zeit erfolglos. Erst 1966 stießen sie auf Öl, aber nicht an Land, sondern im Golf. Der nachfolgende Herrscher, Scheich Rashid bin Saeed Al Maktoum, der von 1958 bis 1990 regierte, benannte das erste Ölfeld Dubais „Fateh“, „Glück“. Dieser Herrscher gilt als der Vater des Wirtschaftswunders von Dubai. Dank seiner Weitsichtigkeit etablierte sich Dubai als wettbewerbsfähiger Wirtschafts- und Handelsplatz.

1968 kündigte Großbritannien den Rückzug an, und 1971 wurden die V.A.E. gegründet, wobei Dubai zum Handels- und Industriezentrum des Landes wurde. Die hohen Ölpreise ermöglichten einen großzügigen Auf- und Ausbau der Stadt, an dem auch der private Sektor beteiligt war. Ende der 1960er Jahren lebten erst 59.000 Menschen in Dubai, 1977 schon 207.000, und Mitte der 1990er Jahre waren es bereits über eine halbe Million.6

[....]


1 Vgl. Government of Dubai, Department of Tourism and Commerce Marketing: Destination Dubai, Deutsche Ausgabe 2004, S. 13

2 Vgl. Kabasci, Kirstin: Reise Know-How Emirat Dubai, 3. Auflage, Bielefeld, Reise Know-How Verlag Peter Rump GmbH, 2002, S. 90 u. 91

3 Vgl. Auswärtiges Amt: www.auswaertigesamt. de/www/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html vom 12.05.04

4 Vgl. Government of Dubai, Department of Tourism and Commerce Marketing: Destination Dubai, Deutsche Ausgabe 2004, S. 13

5 Vgl. Kabasci, Kirstin: Reise Know-How Emirat Dubai, 3. Auflage, Bielefeld, Reise Know-How Verlag Peter Rump GmbH, 2002, S. 90

6 Vgl. Ebd., S. 90 bis 94

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