Presentation (Elaboration), 2003, 13 Pages
Author: Agnes Reuter
Subject: Art - Photography / Film
Details
Tags: Annie, Leibovitz
Year: 2003
Pages: 13
Grade: gute Arbeit
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-30686-7
File size: 154 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Hildesheim
Fachbereich Kunstwissenschaften und ästhetische Kommunikation
Referatsausarbeitung
Annie Leibovitz
Studiengang: Kulturwissenschaft und ästhetische Praxis
Name der Lehrveranstaltung:
Theoretische Grundlagen der praktischen Fotografie
WS 03/04
Verfasserin:
Agnes Reuter
Inhalt:
Einleitung
1. Annie Leibovitz 1949-1990
2. Bildband „Woman“
3. Bildband „American Music“
4. Portraits
5. Naturfotografie
6. Computerfotografie
7. Vanity Fair- als Starfotografin
Ihre Fotos waren mir schon lange bekannt, bevor ich jetzt die Möglichkeit hatte mich intensiver mit Annie Leibovitz auseinander zu setzen. Es ist gar nicht so einfach Informationen über eine noch lebende Künstlerin herauszubekommen, die so medienscheu ist wie sie (sie hat keine eigene Website, gibt nicht so viele Interviews und bleibt allgemein gesehen lieber hinter der Kamera als im Mittelpunkt.....). Aber um so mehr ich hinter ihren Fußstapfen her tappte um so mehr lernte ich auch etwas über Fotografie. Eine großartige Fotografin, die ich versuchen werde in dem Referat und dieser Ausarbeitung vorzustellen.
„Die bedeutendste Portraitistin unserer Tage“ fotoMagazin 2/2004
Annie Leibovitz 1949-1990
Anna Lou Leibovitz wurde am 2.10.1949 in Westport, Connecticut geboren. Sie wuchs als Tochter von Samuel Leibovitz, Leutnant der US-Air Force, und Marylin Heit Leibovitz, einer Tanzlehrerin, in einer Großfamilie in Maryland auf. ( 5 Brüder und Schwestern) Sie studierte in San Francisco am Art Institute Malerei und in der Nacht belegte sie Fotografiekurse kaufte sich bald ihre erste Kamera mit der dann ihre Laufbahn begann. Auf ihrem ersten Foto sieht man drei Soldaten, die sich um eine alte Frau herum aufgestellt haben.
Die drei Soldaten in Armeekleidung überragen die Frau bei weitem am körperlichen Maßen und doch strahlt diese Alte in ihrem weißen Kleide eine solche Kraft aus, dass sie den Männer an Ausstrahlung überliegt. Ihr Falten im Gesicht zeugen von einem arbeitsreichen Leben und ihre Statur, die dünnen Ärmchen und Beine, von ihrer Armut. Sie ist die Königin der Negritos, einem auf den Philippinen lebenden Volke, die sich von Abfällen ernähren. Das Foto scheint eine Art Notgemeinschafts- Familienfoto zu sein. Sie hält sich an dem Arm des links stehenden Soldaten fest und schaut mit ernster Miene. Die Gesichter der Männer zeugen von fröhlichem Gemüt. Eine schwarz-weiß Fotografie, die durch ihre Kontraste von weiß ( das Kleid der Frau, der Himmel im Hintergrund), schwarz ( der Bildhintergrund links, die Stiefel der Soldaten, das Fenster hinter der Frau) und grau ( die Uniform, das zugemauerte Fenster rechts, der Boden) besticht. Das Foto entstand 1968 und stellt den Beginn des großartigen Werkes von Annie Leibovitz dar.
Wie kam sie aber nun dazu, die Fotografie zu ihrem Beruf, ja zu ihrer Berufung zu machen? Sie war begeistert von den großen Photographen der Mode- und Portraitfotografie. So von Irvin Penn1, Sir Cecil Walter Hardy Beaton2 und Richard Avedon3 .
Sie bekam von einem Freund, Christopher Springman, der Fotograf war, ein Abonnement des „Rollings Stones“ Magazin geschenkt und während ihres Einjährigen Aufenthaltes in einem israelischen Kibbuz fotografierte sie dort täglich. Nach ihrer Rückkehr zeigte sie diese, auf Drängen Springmans, dem Artdirector des „Rolling Stones“. Damals war dieses Magazin noch sehr politisch ausgerichtet, und man begeistert von ihren Abzügen und vor allem davon, dass sie immer noch am selbigen Tag die Fotos selbst entwickelte. Sie bekam auch gleich einige Aufträge, die sie annahm.
Ihr erster Auftrag außerhalb führte sie mit Jann Wenner nach New York um dort John Lennon zu fotografieren. Sie hatte lange dafür kämpfen müssen und wurde letztendlich engagiert, da sie die Fotos für den halben Preis der anderen Fotografen machte und bei Freunden in New York übernachtete. Sie studierte Lennons Lebenslauf, überlegte sich lange, wie und wo sie ihn zeigen wollte. Sie erschien zu dem verabredeten Termin überpünktlich und richtete das Licht aus. Sie fotografierte ihn mit einem Weitwinkelobjektiv um seine Umgebung auch mit einzubeziehen. In der Mitte eines Filmes entschied sie sich anders uns wechselte zu der 105mm Linse um ihn auch aus größerer Entfernung gut portraitieren zu können. Wie weit das eine weitere ihrer Geschichten ist kann ich nicht sagen, aber es heißt, dass sie nur ein Foto mit der 105 mm Linse gemacht haben soll und das auch eher zufällig, bevor sie wieder das Weitwinkelobjektiv anschraubte.
[....]
1 (geboren 1917), einer der größten amerikan. Mode-Portraitfotografen; arbeitet seit 1943 bei der „Vogue“
2 (1904-1980), britischer Fotograf, Bühnenbildner und Zeichner, wurde durch seine Arbeit bei der „Vogue“ bekannt
3 (geboren 1923), amerikanische Fotograf der durch seine Mode- und Portraitfotografie von Prominenten bekannt wurde, arbeitete seit 1966 bei der „Vogue“
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