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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 15 Pages
Author: Claudia Rittig
Subject: Pedagogy - School System, Educational and School Politics
Details
Institution/College: University of Rostock (Germanistik)
Tags: Schulen, Schottlands, Deutschlands, Vergleich, Interkulturelle, Kommunikation
Year: 2002
Pages: 15
Grade: 2
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-30754-3
File size: 198 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Rostock, Institut für Germanistik
Seminar: Interkulturelle Kommunikation
4. Fachsemester
Die Schulen Schottlands und Deutschlands im Vergleich
von: Claudia Rittig
Inhalt
Einleitung 4
1. Das schottische Schulsystem 4
1.1. Schultypen und -formen 4
1.1.1. Kindergarten und Primarschulbildung 5
1.2. Sekundarschulbildung 5
1.2.2. Sonderschulen 7
1.3. Schulorganisation 8
1.3.1. Das Lehrerkollegium 8
1.3.2. Schülerzahlen und Klassengrößen 8
1.3.3. Das Guidance Department 8
1.3.4. Das Department Learning Support 9
1.3.5. Die Elternvereinigung 9
1.3.6. Die Präfekten 9
1.3.7. Der Schulalltag an einer Sekundarschule in Schottland 9
1.3.8. Die Schuluniform und der Dress Code 10
1.3.9. Gälisch 10
2. Das deutsche Schulsystem 11
2.1. Schultypen 11
2.2. Der Kindergarten 11
2.3. Die Schularten 11
2.4. Das Abitur 13
2.5. Sonderschulen 13
2.6. Schulorganisation 14
2.6.1. Das Lehrerkollegium 14
2.6.2. Schülerzahlen und Klassengrößen 14
2.6.3. Hausaufgabenbetreuung und Förderunterricht 14
2.6.4. Elternvereinigungen 14
2.6.5. Schülersprecher 15
2.6.6. Der Schulalltag an einer deutschen Sekundarschule 15
2.6.7. Schuluniformen an deutschen Schulen 15
Fazit 16
Literaturverzeichnis 16
Einleitung
In dieser Arbeit soll es, wie der Titel schon besagt, um die Schulsysteme Schottlands und Deutschlands gehen. Da ich ungefähr ein Jahr an einer schottischen Schule arbeitete, lag der Schluß nahe, über die dortigen Gegebenheiten zu berichten und sie gemäß dem Seminar „Interkulturelle und interlinguale Kommunikation“ mit den mir vertrauten Bedingungen, also dem deutschen Schulsystem, zu vergleichen. Leider kann dabei nicht auf alle Aspekte eingegangen und es muß sich auf die Dinge beschränkt werden, mit denen ich fast alltäglich an meiner Schule zu tun hatte. Ein Grund, sich auf weniger zu beschränken, ist unter anderem der, daß das deutsche Schulsystem sehr komplex ist und es dazu von Bundesland zu Bundesland sehr stark variieren kann. Ich werde daher nur auf den generellen Aufbau eingehen. Des weiteren war es nicht immer einfach, die Begriffe aus dem Englischen so zu übertragen, daß sie im Deutschen einen Sinn ergeben. Ich habe mich darum oft entschieden, sie im Englischen zu belassen und im weiteren Verlauf der Arbeitverständlich zu machen. Es wurden darüber hinaus männliche Bezeichnungen verwendet, es sind dabei aber grundsätzlich beide Geschlechter angesprochen.
1. Das schottische Schulsystem
1.1. Schultypen und -formen
Generell kann gesagt werden, daß es zwei hauptsächliche Schultypen in Schottland gibt: Öffentliche Schulen und unabhängige bzw. private Schulen, die keine Finanzierung durch öffentliche Gelder erfahren. Sie finanzieren sich durch das von den Eltern der Kinder gezahlte Schulgeld. Hierbei ist wichtig zu wissen, daß staatliche Schulen sozusagen die Norm in Schottland darstellen und Privatschulen mit nur fünf Prozent der Schülerpopulation ins Gewicht fallen (Clark & Munn 1997: 52). Die meisten Schulen unterliegen dem Prinzip der Koedukation und sind nicht konfessionell gebunden (obgleich einige römisch-katholische Schulen existieren).
1.1.1. Kindergarten und Primarschulbildung
Die Schulpflicht beginnt in Schottland mit 5 Jahren in der Primary School (Grundschule). Davor jedoch können Kinder Nursery Schools (ähnlich dem Kindergarten), Nursery Classes innerhalb der Primary Schools oder Spielgruppen und ähnliche Tagesstätten besuchen. In diesen Vorschulklassen existiert kein fester Stundenplan, sondern die Kinder sollen in einer ‚anregenden Umgebung’ vielfältige Sozial- und Sacherfahrungen machen. In der Grundschule haben die Kinder Muttersprachunterricht, Rechnen, Sport, Kunst, Musik etc. Es wird auch versucht, die Grundschüler in fächer-übergreifende Projekte miteinzubeziehen. In den letzen Jahren hat sich in den Grundschuljahren 6 und 7 auch frühbeginnender Deutsch- und Französischunterricht durchgesetzt. Dies ist im Vergleich zum deutschen frühbeginnenden Fremdsprachunterricht eher spät, betrachtet man das durchschnittliche Alter der Schüler, welches zu dem Zeitpunkt bereits zehn bis elf Jahre beträgt. Nach 7 Jahren in der Grundschule erreichen die Schüler im Alter von zwölf Jahren die Secondary School (Sekundarschule).
1.2. Sekundarschulbildung
In Schottland existiert keine Dreiteilung in Schultypen wie Hauptschule, Realschule oder Gymnasium wie in Deutschland, sondern die Kinder gehen auf Gesamtschulen. Während die Grundschule noch relativ kleine, für die Kinder sehr übersichtliche Strukturen aufweist, sind die Sekundarschulen oft verhältnismäßig groß. Eine Differenzierung nach den jeweiligen Fähigkeiten der Kinder (handwerklich, akademisch etc.) findet auf andere Weise statt (worauf später noch genauer eingegangen wird). An einer Secondary School (Sekundarschule), oft auch High School oder Academy genannt, verbringen die Schüler mindestens 4 Jahre, maximal jedoch 6 Jahre. Die Sekundarschule muß mindestens bis zum Alter von 16 Jahren besucht werden, dabei kann man von etwa 3 Phasen sprechen. Die erste Phase verteilt sich über die Jahre 1 und 2 an der Secondary School. Darauf folgt die Phase 2 mit den Jahren 3 und 4, die zur Prüfung Standard Grade führen. In der dritten Phase (Jahre 5 und 6) können sich die Schüler weiter qualifizieren, insbesondere in Vorbereitung auf ein Studium an einer Universität oder anderen höheren Bildungsanstalten.
1.2.1.1. Jahr 1 und 2
[...]
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