Autor: Claudia Rittig
Fach: Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Details
Institution/Hochschule: Universität Rostock (Philosophisches Institut)
Jahr: 2003
Seiten: 7
Note: 2
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 183 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-30756-7
Textauszug (computergeneriert)
Universität Rostock
Institut für Philosophie
Seminar: Wozu philosophieren?
Johann S. Ach "Die Frage ist: Können sie empfinden?"
und Günther Altner "Achtung vor der Kreaturwürde"
von: Claudia Rittig
Inhalt 3
1. Einleitung 3
2. Günther Altner: Achtung vor der Kreaturwürde 4
2.1. Welches ist das zentrale ethische Kriterium im Ansatz von Altner? 4
2.2. Was folgt daraus für die gentechnische Veränderung von Tieren? 4
3. Johann S. Ach: Die Frage ist: Können sie empfinden? 5
3.1. Welche Fähigkeit muß ein Wesen haben, damit man ihm überhaupt schaden kann? 5
3.2. Was fordert das Prinzip des “moralischen Individualismus”? 5
3.3. Was folgt daraus für den Umgang mit und die gentechnische Veränderung von Tieren? 6
4. Eigene Stellungnahme 6
5. Literaturverzeichnis 8
1. Einleitung
„Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.“ Dieses Sprichwort könnte als Überschrift für die Auseinandersetzung mit dem Thema dieser Arbeit gewählt werden. Denn es soll um die Xenotransplantation gehen und auch darum, ob der Mensch das Recht hat, für seine Zwecke Tiere zu töten oder ihnen Qualen zuzufügen. Das Thema der Xenotransplanation ist mit Sicherheit ein sehr emotional geführtes, da es sehr viele Betroffene gibt, die sich durch diese medizinische Variante baldige Hilfe erhoffen. Andererseits aber bleibt die Frage bestehen, ob dadurch nicht zu viele Opfer auf Kosten anderer Lebewesen erbracht werden. Diese Frage wird schwer zu beantworten sein, jedoch kann anhand der Auseinandersetzung mit den Texten eine Hilfe gegeben werden, wie z.B. ‚Würde’ definiert wird und ob ein Mensch das Recht hat, die Würde eines Tieres zu verletzen.
2. Günther Altner: Achtung vor der Kreaturwürde
2.1. Welches ist das zentrale ethische Kriterium im Ansatz von Altner?
Altner geht von Kreaturwürde aus, die besagt, daß jede Lebensform ein Ziel in sich trägt. Dies ist zumeist der Drang, zu überleben, sich zu ernähren, sich auszubreiten und sich mit seiner Umwelt zu arrangieren. Dieses Bedürfnis ist generell vorhanden, variiert aber von Art zu Art in seiner Realisierung. Die Erfüllung dieses Bedürfnisses ist zu einem eigenen, ganz spezifischen Zweck der Art existent. Werden Tiere allerdings gezwungen, die von Menschen gesetzten Zwecke zu erfüllen und dabei im Vollzug ihres artspezifischen Verhaltens eingeschränkt, so werden sie in ihrer Würde verletzt.
2.2. Was folgt daraus für die gentechnische Veränderung von Tieren?
Ausgehend von obigem ist es wichtig, die kreatürliche Grundwürde zu achten, indem überlegt wird, ob Tieren in irgendeiner Weise geschadet oder Schmerzen zugefügt werden, wenn ihnen zum Beispiel Organe entnommen werden (diese Frage kann mit Sicherheit mit ‚ja’ beantwortet werden). Es müssen also die Interessen bezüglich des Nutzens und die Risiken abgeschätzt werden. Dabei kann es die harmloseren Varianten geben, jedoch auch die, die Tiere enorm schädigen. Ein weiterer Punkt ist die Prüfung der Berechtigung der menschlichen Bedürfnisse: Altner nennt das Beispiel der Organtransplantationen, wobei mittlerweile der große Bedarf an Organen dazu geführt hat, Organe von Tieren zu entnehmen und sie für den Menschen zu nutzen. Besonders hier werden viele der Tiere, denen Organe entnommen werden, in hohem Maße geschädigt. Die gentechnische Veränderung von Tieren stellt dabei einen Eingriff dar, der ihnen sicher Schaden zufügt und sie in ihrer Kreaturwürde verletzt. Altner sieht daher die Xenotransplantation (die neben der Entnahme von Organen auch gentechnische Änderungen beinhaltet) als problematisch an, da die Transplantation von Organen eine Sache ist, die “...wir unter uns Menschen zu regeln haben...”
3. Johann S. Ach: Die Frage ist: Können sie empfinden?
3.1. Welche Fähigkeit muß ein Wesen haben, damit man ihm überhaupt schaden kann?
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