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Veranstaltung: Sozialpädagogische Grundlagen für erzieherisches Handeln
Institution/Hochschule: Universität Rostock (Schulpädagogik)
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 9
Note: 2
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 172 KB
Archivnummer: V29177
ISBN (E-Book): 978-3-638-30757-4

Textauszug (computergeneriert)

Universität Rostock
Institut für Schulpädagogik
Proseminar: Sozialpädagogische Grundlagen für erzieherisches Handeln

Störungen im Unterricht

von: Claudia Rittig

 


Inhalt

Einleitung  4

Bedingungen und Ursachen für Störungen 4

Schülerbedingungen:  5
Lehrerbedingungen:  5
Äußere Bedingungen 6
Arten der Unterrichtsstörungen 6
Vermeidung von Störungen 8
Handlungsmöglichkeiten bei Störungen 9

Zusammenfassung  10

Literatur  10


 

Einleitung

Störungen im Unterricht als Thema dieser Hausarbeit gehen sehr viele Menschen etwas an: die Lehrer, die Eltern und die Sozialpädagogen oder Schulpsychologen der Schule, an der die massiven Störungen auftreten. Aber Unterrichtsstörungen sind etwas völlig normales, sie gehören sozusagen zum Alltag eines jeden Lehrers, auch wenn sie nur in einer Miniaturausgabe auftreten. Ich habe mich für dieses Thema entschieden, da es für mich als Lehramtsstudent bei meinem späteren Beruf immer aktuell sein und kaum an Releva nz verlieren wird.

Definition

Um das Feld der Unterrichtsstörungen etwas einzugrenzen, möchte ich an dieser Stelle definieren, was eine Unterrichtsstörung eigentlich ist: „Eine Unterrichtsstörung liegt dann vor, wenn der Unterricht gestört ist, d. h., wenn das Lehren und Lernen stockt, aufhört, pervertiert, unerträglich oder inhuman wird.“1 Sie ist alltäglich im Unterricht, entsteht in einem Beziehungsgeflecht und ihre Verursachung umfassend zu klären, ist häufig nicht möglich. Bedingungen und Ursachen für Störungen Bei Störungen des Unterrichts sind alle Personen mit Erziehungs- und Bildungsauftrag betroffen. Störungen sollte man auch nicht vom sozialen Rahmen, also vom Unterrichtsprozeß trennen, auch wenn es scheint, daß sie von einem einzelnen verursacht werden. Sie sind nie eindimensional - auch beim Lehrer selbst und seinem didaktisch-pädagogischen Können sind die Ursachen zu suchen.2 Leider schreiben sich Lehrer selbst noch viel zu selten die Ursachen für Problemsituationen im Unterricht zu und sehen zu 65 % die Ursachen beim Schüler, zu 13 % in der Institution, zu 11 % im Milieu und nur zu 3 % in der eigenen Person.3 Bedingungen für Störungen gibt es viele; ich werde an dieser Stelle versuchen, sie nur kurz zu umreißen, in dem ich sie in 3 Hauptgruppen (Schüler- und Lehrerbedingungen und äußere Bedingungen) gegliedert habe.

Schülerbedingungen:

- Körperliche Eigenschaften, die evtl. zu Verspotten in der Gruppe führen könnten
- Kognitive Faktoren, wie Angst und Aggression bei Überforderung, oder Überheblichkeit bei Unterforderung
- Hirnfunktionsstörungen u. ä., z. B. Konzentrationsschwächen
- Persönlichkeitsmerkmale des Schülers, z. B. Aggression oder Angst Lehrerbedingungen:
- Persönlichkeit der Lehrerperson, z. B. Qualität der Unterrichtsführung, Persönlichkeitsmerkmale (emotionale Stabilität, Engagement, Interesse am Schüler, Durchsetzungsvermögen, Flexibilität und Intelligenz)
- Erziehungsstil des Lehrers, z. B. Achtung und Wärme, Einfühlungsvermögen
- Interaktive Fähigkeiten des Lehrers, z. B. können Empathie, Rollendistanz und Identitätsdarstellung Problemsituationen vermeiden
- Didaktisches Können des Lehrers, z. B. Berücksichtigung didaktischer Prinzipien, gute Lehrersprache
- Außersituative Einflüsse auf das Lehrerverhalten, z. B. eigene Sozialisation, Einflüsse verschiedener Gruppen und Erwartungen der Rollenpartner (Direktor, Kollegen)

Äußere Bedingungen:

[...]


1 zit. n. Hillenbrand, 1999, S. 26.

2 Hillenbrand, 1999, S. 37.

3 ebd. S. 76.

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