Scholary Paper (Seminar), 2000, 12 Pages
Author: Claudia Rittig
Subject: Sport - Sport Psychology
Details
Institution/College: University of Rostock (Sportwissenschaft)
Tags: Aggressionen, Sport, Sportpsychologie
Year: 2000
Pages: 12
Grade: 2
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-30760-4
File size: 179 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Rostock
Institut für Sportwissenschaft
Proseminar Sportpsychologie
Aggressionen im Sport
von: Claudia Rittig
Inhalt
1. Begriffsklärung 3
2. Theoretische Ansätze in der Aggressionsthematik 3
3. Bestimmung und Definition aggressiver Handlungen im Sport 4
3.1. Zum Begriff der Schädigung 5
3.2. Klassen aggressiver Handlungen im Sport 6
3.3. Weitere Merkmale aggressiver Handlungen im Sport 8
3.4. Prozeßmodell aggressiver Handlungen 10
Literatur 12
1. Begriffsklärung
In der sportpsychologischen Literatur spielt die Aggressionsthematik eine große Rolle, deshalb ist es erst nötig, zu klären, was Aggression überhaupt ist. Das Wort Aggression kommt vom lateinischen Wort ‚aggredere‘ und bedeutet soviel wie ‚herangehen‘.1 Diesen Ursprung des Wortes verfolgen die Befürworter der ersten Auffassung über Aggressionen. Diese besagt, daß Aggression das zielgerichtete Anpacken und Angreifen einer Sache ist. Die Verfechter der zweiten Meinung sagen, daß bei Aggressionen eine Schädigung von Personen inbegriffen ist. Oft wird der Begriff im nichtwissenschaftlichen Sprachgebrauch uneinheitlich benutzt, so z. B. wenn zwei Nachbarn sich streiten oder ein Land überfallen wird und sogar im Fußball, wenn ein Spieler einen anderen regelgerecht angreift.2
2. Theoretische Ansätze in der Aggressionsthematik
Es existieren im wesentlichen 3 verschiedene Ansätze, jedoch währt der Streit um die Frage, ob Aggressionen nun angeboren oder erworben sind, immer noch an.
a) Der trieb- und instinkttheoretische Ansatz
Hier wird davon ausgegangen, daß aggressive Verhaltensweisen von einer gemeinsamen und angeborenen Energiequelle angetrieben werden und somit ein stetiges Sich-von-Neuem-Anstauen und Entladen nach sich ziehen. Der Sport stellt dafür aber ein günstiges Ventil für gestaute Aggressionen dar, da die ihm innewohnenden Regeln und Normen es erlauben, aggressive Tendenzen im Rahmen eines ritualisierten Konkurrenzverhaltens abzubauen (sog. Katharsis-Abreaktion), ohne daß dies zu gegenseitiger Schädigung führen muß.3
b) Der lern- und sozialisationstheoretische Ansatz
Unter diesem Konzept werden Aggressionen im Sport als Ergebnis von Lernprozessen angesehen. Erstens erfolgt Lernen durch die Übernahme von Verhaltensweisen durch Verstärkung im Sinne des Lernens am eigenen Erfolg, d. h., daß aggressive Handlungen, die im Wettkampfspiel zum Erfolg führen eher erneut realisiert werden als nicht-erfolgreiche Handlungen. Zweitens erfolgt Lernen durch Nachahmung im Sinne des Lernens am Erfolg der anderen: „Man ist aggressiv, weil andere es mit Erfolg auch sind.“1
c) Die Frustrations-Aggressions-Hypothese
Laut dieser Hypothese ist das Auftreten aggressiver Verhaltensweisen als Folge von Frustration und demnach als situationsunabhängig zu verstehen. Das heißt also es ist keine spontane und teilweise situationsabhängige Äußerung einer Energiequelle. Eine Frustration führt nicht stets zu einer Aggression, sie stellt vielmehr einen Anreiz für mehrere Reaktionsformen dar, eine davon kann eine Aggression sein. Bei diesem Konzept bleibt jedoch die Frage offen, ob die Bereitschaft, auf Frustration mit Aggression zu reagieren, angeboren oder erlernt ist.2
3. Bestimmung und Definition aggressiver Handlungen im Sport
[...]
1 Gabler, 1986, S. 93.
2 ebd., S.93.
3 ebd., S. 92.
1 Gabler, 1986, S. 93.
2 ebd., S. 93.
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