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Die Terminbörse Eurex

Hausarbeit, 2004, 24 Seiten
Autor: Michael Gebhard
Fach: Wirtschaft - Bank, Börse, Versicherung

Details

Veranstaltung: Aktuelle Entwicklungen im Bank- und Finanzwesen
Institution/Hochschule: Fachhochschule Ansbach
Tags: Terminbörse, Eurex, Aktuelle, Entwicklungen, Bank-, Finanzwesen
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 24
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V29604
ISBN (E-Book): 978-3-638-31073-4
ISBN (Buch): 978-3-638-68227-5
Dateigröße: 343 KB

Zusammenfassung / Abstract

Derivate erfreuen sich zunehmender Bedeutung, einerseits durch institutionelle Anleger, andererseits auch durch Privatinvestoren. Die seit Jüngstem mögliche Partizipation an fallenden Kursen durch Privatanleger durch sogenannte Hedge-Fonds bestätigen das. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2003 wurden 107 Milliarden Euro mit Hebelprodukten und Zertifikaten umgesetzt. Zunehmendes Interesse an derivativen Produkten, die hauptsächlich zur Absicherung aber auch zur Spekulation genutzt werden können, erfordern unter anderem eine gewisse Basis an Wissen über die Börsen, an denen solche Produkte gehandelt werden. Diese Aufgabe soll die vorliegende Arbeit übernehmen, indem die größte Terminbörse der Welt – die Eurex – vorgestellt wird. Zunächst soll das Umfeld der Börse abgesteckt werden, anschließend wird in einem kurzen Abschnitt auf die Bedeutung der Computerbörse und Market-Maker eingegangen bevor in zwei etwas ausführlicheren Kapiteln auf die Punkte Clearing und Sicherheit eingegangen wird. Diese spielen an Terminbörsen eine besondere Rolle. Im Anschluß wird kurz auf das Handelssystem sowie Auftragsarten eingegangen. Zur Abrundung soll ein typisches Produkt, welches an der Eurex gehandelt werden kann, beispielhaft erläutert werden.


Textauszug (computergeneriert)

Fachhochschule Ansbach
Fachbereich Betriebswirtschaft
Schwerpunkt Bank-, Finanz- und Investitionswirtschaft

STUDIENARBEIT
im Fach
Aktuelle Entwicklungen im Bank- und Finanzwesen

Die Terminbörse EUREX

Autor: 

Michael Gebhard

 

Abkürzungsverzeichnis
Aufl. Auflage
BoTCC Board of Trade Clearing Corporation
bzgl. bezüglich
CBoT Chicago Board of Trade
CME Commodity Merchantile Exchange1
DTB Deutsche Terminbörse
d.h. das heißt
ggf. gegebenenfalls
i.H.d. in Höhe der / des
i.S.d. im Sinne der / des
KWG Kreditwesengesetz
LIFFE London International Financial Futures and Options Exchange
(Britische Terminbörse in London)
Mio. Million(en)
o.g. oben genannte(r/s)
s. siehe
Soffex Swiss Options and Financial Futures Exchange (Schweizer Terminbörse)
sog. so genannte(r/s)
v.a. vor allem
z.B. zum Beispiel

Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis  I
Inhaltsverzeichnis  II
Abbildungsverzeichnis  IV

1 Einleitung  1

2 Umfeld  2
2.1 Entwicklung der Eurex  2
2.2 Wettbewerber  3
2.2.1 London International Financial Futures and Options Exchange (LIFFE)  3
2.2.2 Chicago Board of Trade (CBoT) und Commodity Merchantile Exchange (CME)  4

3 Computerbörse und Market-Maker  5
3.1 Computerbörse  5
3.2 Market-Maker  6

4 Clearing  6
4.1 General-Clearing-Mitglieder  7
4.2 Direkt-Clearing-Mitglieder  8
4.3 Non-Clearing-Mitglieder  8
4.4 Privatanleger  8

5 Sicherheit und Margins  9
5.1 Allgemeines  9
5.2 Die Margin-Arten  9
5.2.1 Premium-Margin  9
5.2.2 Current Liquidating Margin  9
5.2.3 Variation-Margin  10
5.2.4 Additional-Margin  10
5.2.5 Futures-Spread-Margin  10
5.2.6 Rechenbeispiel  10
5.3 Das Risk-Based-Margining der Eurex Clearing AG  11
5.4 Das Cross-Margining an einem Beispiel  11

6 Handelssystem und Auftragsarten  12
6.1 Handelssystem  12
6.2 Auftragsarten  13
6.2.1 Zeitliche Limits  13
6.2.2 Kombinationslimits  13

7 Produkte  14
7.1 Überblick  14
7.2 Produktbeispiel: Long - Straddle  14

Quellenverzeichnis  V
Literaturverzeichnis  V
Zeitungsartikel (chronologische Reihenfolge)  V
Internetquellen  V
Anhang  IX

Abbildungsverzeichnis
Umsätze mit Optionsscheinen und Zertifikaten  1
Rechtliche Struktur der Eurex  2
Umsatzvergleich zu anderen Terminbörsen 2002  ..3
Clearingablauf  7
Vertragsbeziehungen inklusive Abwicklungsinstitute  8
Produkte, Inhaltsverzeichnis  14
Proft-Loss-Diagramm Long Straddle  15

 

1 Einleitung

Derivate erfreuen sich zunehmender Bedeutung, einerseits durch institutionelle Anleger, andererseits auch durch Privatinvestoren. Die seit Jüngstem mögliche Partizipation an fallenden Kursen durch Privatanleger durch sogenannte Hedge-Fonds bestätigen das. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2003 wurden 107 Milliarden Euro mit Hebelprodukten und Zertifikaten umgesetzt.2 Die folgende Grafik zeigt die Aufteilung des Umsatzes im September 2003: 


[Darstellung in Downloaddatei enthalten]
Quelle; FAZ, 21.10.2003

Zunehmendes Interesse an derivativen Produkten, die hauptsächlich zur Absicherung3 aber auch zur Spekulation genutzt werden können, erfordern unter anderem eine gewisse Basis an Wissen über die Börsen, an denen solche Produkte gehandelt werden. Diese Aufgabe soll die vorliegende Arbeit übernehmen, indem die größte Terminbörse der Welt – die Eurex – vorgestellt wird.

Zunächst soll das Umfeld der Börse abgesteckt werden, anschließend wird in einem kurzen Abschnitt auf die Bedeutung der Computerbörse und Market-Maker eingegangen bevor in zwei etwas ausführlicheren Kapiteln auf die Punkte Clearing und Sicherheit eingegangen wird. Diese spielen an Terminbörsen eine besondere Rolle. Im Anschluß wird kurz auf das Handelssystem sowie Auftragsarten eingegangen. Zur Abrundung soll ein typisches Produkt, welches an der Eurex gehandelt werden kann, beispielhaft erläutert werden.

2 Umfeld

2.1 Entwicklung der Eurex

Zur Absicherung von Kassapositionen (z.B. eine Aktie) wird ein liquider Terminmarkt benötigt.4 Da es bis 1990 in Deutschland keine entwickelten Terminmärkte gab, wurden die benötigten Produkte v.a. von der Londoner Terminbörse LIFFE entworfen und gehandelt.5

Im Jahr 1990 öffnete die Deutsche Terminbörse (DTB) ihre Pforten, die zunächst unter einem denkbar ungünstigem Stern stand, da bis dahin hauptsächlich institutionelle Anleger mit Terminprodukten handelten und dafür bereits das Chicago Board of Trade (CBoT), die Commodity Merchantile Exchange (CME) und oben erwähnte LIFFE, die z.B. bereits einen Zins-Future auf eine Bundesanleihe sowie einen Optionskontrakt auf diesen Future handelten6, zur Verfügung standen. Alle genannten Terminbörsen waren wesentlich größer als die neu gegründete DTB.7 1998 entstand die Eurex durch den Zusammenschluß der Soffex (Schweizer Terminbörse) und der DTB. Rechtlich gehört die Eurex AG je zur Hälfte der Schweizer Börse und der Deutsche Börse AG.


[Darstellung in Downloaddatei enthalten]
Rechtliche Struktur der Eurex, Quelle: Müller, S.17

Beide Börsen hatten vor dem Zusammenschluß bereits weitreichende Arbeit bei der Entwicklung des elektronischen Handels geleistet8 was sich später als ein entscheidender Faktor der Erfolgsstory der Eurex erweisen sollte: 

Aufgrund des effizienten Computerhandels (s. Kapitel 3.1) und immer neuen Produktinnovationen ist die Eurex heute die größte Terminbörse der Welt, die Umsätze liegen deutlich über denen der CME, CBoT und Liffe, was die folgende Grafik zeigt.

[....]


1 Bei Müller (S.20) als Commodity Merchantile Exchange, in Handelsblatt (10.10.2003) als Chicago Merchantile Exchange bezeichnet.

2 FAZ, 21.10.2003

3 Die Alternative zur Absicherung eines Portfolios ist der Verkauf der entsprechenden Position. Aufgrund der höheren Transaktionskosten beim Verkauf und einem eventuellen späteren Rückkauf empfiehlt sich jedoch i.d.R. die Absicherung über Derivate.

4 Beer, S.13

5 Beer, S.13

6 Beer, S.13

7 Müller, S.16

8 Eurex, S.1


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