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Motive von Unternehmensfusionen - betriebs- und volkswirtschaftliche Aspekte

Termpaper, 2004, 25 Pages
Author: Swetlana Katolnik
Subject: Economics / Business: Political Economics

Details

Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 25
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 17  Entries
Language: German
Archive No.: V29904
ISBN (E-book): 978-3-638-31303-2
ISBN (Book): 978-3-640-11711-6
File size: 469 KB

Abstract

Immer wieder rücken neue Fusionsvorhaben als Gegenstand des Medieninteresses in die Diskussion. Die beeindruckenden Dimensionen der Fusionsvolumina, die oftmals den nationalen Horizont überstiegen, werden dabei durch vielfältige Motive wie Synergieeffekte oder Effizienz begründet. Andere Motive wie Marktmacht sind vielfach versteckter Indikator von unternehmerischen Konzentrationsprozessen und Gegenstand kritischer Überprüfung aus volkswirtschaftlicher Sicht. Ziel meiner Arbeit ist es, die vielschichtigen Ursachen und Gründe dieser Unternehmenskonzentrationen herauszuarbeiten und aus betriebs- und volkswirtschaftlicher Sicht zu bewerten. Die Gliederung der Fusionsthematik beginnt in Kapitel 2.1, in dem Ausführungen zum internen und externen Wachstum verglichen werden. Darauf aufbauend werden im Abschnitt 2.2 die unterschiedlichen Arten von Fusionen erläutert. Die Darstellung beschränkt sich hierbei auf die verschiedenen Fusionsrichtungen, da sich die Motivschwerpunkte für Unternehmenszusammenschlüsse in Abhängigkeit von der Richtung verlagern können. Auf eine explizite Interpretation der Fusionsarten wird an dieser Stelle verzichtet, da die Unterscheidung für eine volkswirtschaftliche Betrachtung der Gründe bzw. der ökonomischen Auswirkungen einer Unternehmenskonzentration nicht grundlegend ist.1 Die Darstellung der historischen Entwicklung von Fusionen in Kapitel 2.3 soll die Einleitung in die Kernthematik abrunden. Der Hauptteil (Abschnitt 3) befasst sich mit den Motiven für Unternehmensfusionen. Dabei wird zwischen strategischen, finanziellen und subjektiven Zielsetzungen unterschieden.2 Im Abschnitt 4 wird der Nutzen einer Fusion aus ökonomischer Sicht beleuchtet. Hierbei wird insbesondere auf die Motive Effizienz und Marktmacht eingegangen. Abschließend wird der Einfluss von Fusionen auf Innovationen diskutiert. [...]


Excerpt (computer-generated)

Leibniz-Akademie Hannover
Betriebswirtschaft/ FR Bank

Hausarbeit

im SS 2004

Motive von Unternehmensfusionen
- Betriebs- und volkswirtschaftliche Aspekte -

von

Swetlana Katolnik

Abgabetag: 06.09.04

 

Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis  II
Abbildungsverzeichnis  III

1 Einleitung  1

2 Grundlagen  1
2.1 Abgrenzung internes/ externes Wachstum  1
2.2 Fusionsrichtungen  2
2.3 Geschichtliche Entwicklung  3

3 Motive von Unternehmensfusionen   5
3.1 Strategische Motive  6
3.1.1 Synergieeffekte und Effizienz  6
3.1.2 Verbesserung der strategischen Marktposition  8
3.1.2.1 Progression im eigenen Wirtschaftszweig  8
3.1.2.2 Erschließung neuer Branchen, Risiokodiversifikation  8
3.1.2.3 Gegenüberstellung interne/ externe Entwicklung  9
3.1.3 Marktmacht  10
3.1.4 Know-how-bezogene Fusionsursachen  11
3.2 Finanzielle Motive  12
3.3 Subjektive Leitmotive  13
3.3.1 Manager  13
3.3.2 Shareholder  14
3.3.3 M&A-Dienstleister  14

4 Ökonomische Analyse  14
4.1 Trade Off zwischen Effizienz und Marktmacht  14
4.2 Auswirkung von Fusionen auf Innovationen  16

5 Schlussbetrachtung  18

Literaturverzeichnis  19

Abkürzungsverzeichnis
F&E Forschung und Entwicklung
M&A Mergers&Acquisitions
MES Minimum efficient scale

Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1a Historische Fusionswellen S. 3
Abbildung 1b Fusionswellen: strategische Zielsetzung S. 4
Abbildung 2 Entwicklung des weltweiten Fusionsvolumens (in Mrd. US-Dollar) S. 5
Abbildung 3 Systematisierung der Fusionsmotive S. 5
Abbildung 4 Weltweite M&A: Entwicklung der prozentualen Verteilung nach Fusionsrichtungen S. 9
Abbildung 5 Preis-Absatz-Funktion mit und ohne Monopolangebot S. 10
Abbildung 6 Zusammenhang zwischen Fusionsmotiven und Fusionsrichtung S. 11
Abbildung 7 Trade Off-Analyse von Williamson S. 16

 

1 Einleitung

Immer wieder rücken neue Fusionsvorhaben als Gegenstand des Medieninteresses in die Diskussion. Die beeindruckenden Dimensionen der Fusionsvolumina, die oftmals den nationalen Horizont überstiegen, werden dabei durch vielfältige Motive wie Synergieeffekte oder Effizienz begründet. Andere Motive wie Marktmacht sind vielfach versteckter Indikator von unternehmerischen Konzentrationsprozessen und Gegenstand kritischer Überprüfung aus volkswirtschaftlicher Sicht. Ziel meiner Arbeit ist es, die vielschichtigen Ursachen und Gründe dieser Unternehmenskonzentrationen herauszuarbeiten und aus betriebs- und volkswirtschaftlicher Sicht zu bewerten.

Die Gliederung der Fusionsthematik beginnt in Kapitel 2.1, in dem Ausführungen zum internen und externen Wachstum verglichen werden. Darauf aufbauend werden im Abschnitt 2.2 die unterschiedlichen Arten von Fusionen erläutert. Die Darstellung beschränkt sich hierbei auf die verschiedenen Fusionsrichtungen, da sich die Motivschwerpunkte für Unternehmenszusammenschlüsse in Abhängigkeit von der Richtung verlagern können. Auf eine explizite Interpretation der Fusionsarten wird an dieser Stelle verzichtet, da die Unterscheidung für eine volkswirtschaftliche Betrachtung der Gründe bzw. der ökonomischen Auswirkungen einer Unternehmenskonzentration nicht grundlegend ist.1
Die Darstellung der historischen Entwicklung von Fusionen in Kapitel 2.3 soll die Einleitung in die Kernthematik abrunden.

Der Hauptteil (Abschnitt 3) befasst sich mit den Motiven für Unternehmensfusionen. Dabei wird zwischen strategischen, finanziellen und subjektiven Zielsetzungen unterschieden.2 Im Abschnitt 4 wird der Nutzen einer Fusion aus ökonomischer Sicht beleuchtet. Hierbei wird insbesondere auf die Motive Effizienz und Marktmacht eingegangen. Abschließend wird der Einfluss von Fusionen auf Innovationen diskutiert.

2 Grundlagen

2.1 Abgrenzung internes/ externes Wachstum

Da im Kernpunkt der vorliegenden Arbeit Ursachen von Fusionen, das heißt Gründe für externes Wachstum, fokussiert werden, ist es für das Verständnis und die Beurteilung dieser Motive wichtig, Unterscheidungsformen von Unternehmenswachstum gegeneinander abzugrenzen.

Internes Wachstum wird durch die Erweiterung eigener Kapazitäten erzielt. Gründe hierfür können Nachfragesteigerungen sein,3 die z. B. auf einer besseren Marktdurchdringung beruhen oder auch durch die Entwicklung des Produktangebotes entstehen.4 Erfolgt hingegen eine Zusammenlegung von Unternehmen oder Unternehmensteilen, so handelt es sich um eine externe Entwicklung. Diese erfolgt zumeist durch Akquisition, das heißt durch Kauf oder Übernahme einer Unternehmung verbunden mit dem Verlust der rechtlichen Selbstständigkeit.5

Externes Wachstum unterscheidet sich von der internen Entwicklung durch eine hohe Wachstumsgeschwindigkeit.6 Es wird ein bereits am Markt tätiges Unternehmen übernommen und direkt um den Wert der bestehenden Kundenstruktur, Produkte etc. erweitert. 

2.2 Fusionsrichtungen

Eine horizontale Fusion ist eine Zusammenlegung von Unternehmen, die auf einer Vertriebsebene im gleichen oder ähnlichen Produkt-/ Marktsegment tätig sind. Sie kann aus einer Konkurrenzsituation entstehen und mit oder ohne Produkt- und Marktausweitung erfolgen. Dabei findet eine Erweiterung des Produktangebotes statt, wenn sich neben Veränderungen von Produktionsmengen auch qualitative Neuerungen im Sortiment ergeben. Daneben ist auch eine Marktausweitung denkbar, sofern die Unternehmen vor Fusion auf unterschiedlichen Absatzgebieten tätig waren.7
Als Beispiel für eine horizontale Unternehmensverbindung aus der Automobilbranche kann die Fusion von Daimler-Chrysler angeführt werden.

Vertikale Mergers & Acqusitions (M&A)8 vollziehen sich auf unterschiedlichen Wertschöpfungsstufen eines Marktes. Hierbei ist eine intensivere Marktdurchdringung zwischen vor- und nachgelagerten Vertriebsebenen wie zwischen Lieferant und Hersteller oder Hersteller und Händler denkbar.

[....]


1 Aus diesem Grund werden Termini für Zusammenschlussarten wie Fusion, Akquisition etc. synonym verwendet. Vgl. hierzu auch Neugebauer, A. (2002), S. 6, www.ifgmuenster. de/forschen/veroeffentlichungen/material/AP26.pdf.

2 Zur Systematisierung der Motive vgl. Abb. 3, S. 5.

3 Vgl. Oehlrich, M. (1999), S. 42f.

4 Vgl. Jansen, S. (2001), S. 105.

5 Vgl. Oehlrich, M. (1999), S. 7.

6 Vgl. Zoern, A. (1994), S. 28.

7 Vgl. ganzer Absatz Neumann, A. (1994), S. 66ff.

8 Der Begriff Mergers (Fusionen) & Acqusitions (Übernahmen) kann als Sammelbegriff für Unternehmenskonzentrationen verstanden werden. Die Unterscheidung der beiden Begriffe ist nur für die rechtliche, nicht jedoch für die betriebswirtschaftliche Sichtweise relevant. (Vgl. Kerler, P. (2000), S. 11).


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