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Peter Singers Menschenbild und dessen Auswirkungen

Termpaper, 2003, 11 Pages
Author: André Langguth
Subject: Ethics

Details

Event: Philosophisch-anthropologische, ethische und erkenntnistheoretische Grundlagen
Institution/College: Catholic University of Applied Sciences Freiburg
Tags: Peter, Singers, Menschenbild, Auswirkungen, Philosophisch-anthropologische, Grundlagen
Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 11
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V30689
ISBN (E-book): 978-3-638-31892-1
ISBN (Book): 978-3-638-77205-1
File size: 227 KB
Notes :
Arbeit mit grafischer Darstellung des Menschenbildes von Peter Singer und einer Stellungnahme der Lebenshilfte zu Peter Singer.


Abstract

Ausgehend von den stetig anhaltenden Diskussionen und Debatten über die Frage der Abtreibung von behinderten Embryonen bzw. der Euthanasie von schwerstbehinderten Menschen, möchte ich im Folgenden darlegen, wie ein vehementer Befürworter der Euthanasie argumentiert, bzw. wie er, Peter Singer, zu seinen radikalen Schlussfolgerungen gelangt und welche Folgen dies für Betroffene haben kann. Durch meine Arbeit mit behinderten Menschen, deren Behinderungsgrad zum Teil sehr unterschiedlich ausgeprägt war, habe ich schwerst mehrfach behinderte Menschen kennen gelernt und mir des öfteren die unumgängliche Frage gestellt, ob dieses Leben wohl noch Lebenswert sei. Ich erinnere mich an dieses klein gewachsene, 12-jährige Mädchen, welches einen Wasserkopf (Hydrozephalus) hatte, der 1/3 ihrer Körpergröße einnahm. Sie ist seit der Geburt ans Bett gefesselt und keine weiteren Eigenschaften als schlafen, Essensaufnahme (Flüssignahrung) und weinen kann sie ihr Eigen nennen. Schwer zu sagen wie sie sich fühlt bzw. wie viel sie von ihrer Umwelt überhaupt wahrnimmt. Wie würde sie wohl antworten, könnte man sie fragen, ob dieses Leben für sie lebenswert sei? Wir wissen es nicht und werden es auch nie erfahren. Doch wir sollten uns darüber Gedanken machen, ob ein solches Dasein mit allen Mitteln der Technik unterstützt werden soll, oder ob man es der Natur überlassen sollte zu urteilen. Für Peter Singer, „australischer Wissenschaftler und Cheftheoretiker der sogenannten “Neuen Euthanasie““ (vgl. Internet I) gibt es dahingehend keine Zweifel oder offene Fragen. Sein Urteil steht fest!


Excerpt (computer-generated)

Peter Singers Menschenbild und dessen Auswirkungen

von: André Langguth

 


Inhaltsverzeichnis 3

1. Einleitung 4

2. Zur Person Peter Singer 4

3. Präferenzutilitarismus, was ist das? 5

3.1. Utilitarismus 5
3.2. Präferenzutilitarismus 6

4. Das Menschenbild des Peter Singer 6

5. Die Argumentationsfolge des Peter Singer und die daraus resultierenden 7
Konsequenzen für Betroffene 7

6. Stellungnahme der Lebenshilfe zu Peter Singer 10

7. Eigene Stellungnahme 10

Literaturverzeichnis: 12



 

1. Einleitung

Ausgehend von den stetig anhaltenden Diskussionen und Debatten über die Frage der Abtreibung von behinderten Embryonen bzw. der Euthanasie von schwerstbehinderten Menschen, möchte ich im Folgenden darlegen, wie ein vehementer Befürworter der Euthanasie argumentiert, bzw. wie er, Peter Singer, zu seinen radikalen Schlussfolgerungen gelangt und welche Folgen dies für Betroffene haben kann. Durch meine Arbeit mit behinderten Menschen, deren Behinderungsgrad zum Teil sehr unterschiedlich ausgeprägt war, habe ich schwerst mehrfach behinderte Menschen kennen gelernt und mir des öfteren die unumgängliche Frage gestellt, ob dieses Leben wohl noch Lebenswert sei. Ich erinnere mich an dieses klein gewachsene, 12-jährige Mädchen, welches einen Wasserkopf (Hydrozephalus) hatte, der 1/3 ihrer Körpergröße einnahm. Sie ist seit der Geburt ans Bett gefesselt und keine weiteren Eigenschaften als schlafen, Essensaufnahme (Flüssignahrung) und weinen kann sie ihr Eigen nennen. Schwer zu sagen wie sie sich fühlt bzw. wie viel sie von ihrer Umwelt überhaupt wahrnimmt. Wie würde sie wohl antworten, könnte man sie fragen, ob dieses Leben für sie lebenswert sei? Wir wissen es nicht und werden es auch nie erfahren. Doch wir sollten uns darüber Gedanken machen, ob ein solches Dasein mit allen Mitteln der Technik unterstützt werden soll, oder ob man es der Natur überlassen sollte zu urteilen. Für Peter Singer, „australischer Wissenschaftler und Cheftheoretiker der sogenannten “Neuen Euthanasie““ (vgl. Internet I) gibt es dahingehend keine Zweifel oder offene Fragen. Sein Urteil steht fest! (siehe dazu: 4 + 5)

2. Zur Person Peter Singer

Um zu verdeutlichen welche Tragweite die Aussagen des Peter Singer haben können, ist es wichtig zu wissen, wer dieser Peter Singer ist, bzw. welche Ämter er bekleidet und welche Einflüsse er demzufolge hat. Wie schon oben genannt ist er „australischer Wissenschaftler und Cheftheoretiker der sogenannten “Neuen Euthanasie““ (vgl. Internet I). Er war „einst engagierter Tierbefreier“ (Internet I), „lange Philosophieprofessor der australischen Monash University und Direktor des Center for Human Bioethics“(vgl. Lohner, A.: 2000, S. 21). Sein Buch „Practical ethics“, aus dem Jahre 1979, legt am Ausführlichsten seine Thesen und Standpunkte dar. Seit 1984 ist dieses Werk auch im deutschsprachigen Raum unter dem Titel “Praktische Ethik“ veröffentlicht. Im Allgemeinen stieß Singers “Praktische Ethik“ auf starke Proteste von Seiten der Behindertenpädagogen und Behindertenverbände in der Bundesrepublik. Was für Ansichten mag Peter Singer demzufolge wohl haben, dass Pädagogikprofessoren sogar vom “Aufruf zum Mord“ sprechen (vgl. Lohner, A.: 2000, S. 21)? Bzw. auf welcher Grundlage basieren seine Aussagen und Forderungen? Singer zählt sich selbst zum Personenkreis der Präferenzutilitaristen und baut darauf seine Argumentationsfolge auf. Aus diesem Grund möchte ich im Folgenden zunächst den Begriff Präferenzutilitarismus näher erklären.

3. Präferenzutilitarismus, was ist das?

3.1. Utilitarismus

Seine Anfänge lassen sich auf die Zeit des griechischen Philosophen Aristoteles (384-322 v. Ch.) rückdatieren, der die Meinung vertrat: „Alle Menschen suchen von der Natur aus nach Glück“ (vgl. Vorlesung: Bohlen). Für einer seiner Nachfolger, namens Epikur (341-270 v. Ch.), war es eher ein „Streben nach Lust“ (Vorlesung: Bohlen). In der zweiten Hälfte des 18.Jh. wurden diese alten Überlieferungen wieder aufgegriffen und so interpretiert: „Man muss immer das tun, was nützlich ist, um glücklich zu werden“ (Vorlesung: Bohlen). Nach der Brockhaus-Enzyklopädie (18. Aufl., 1994) ist der Begriff wie folgt definiert: „Utilitarismus [nach engl. utilitarianism, zu lat. Utilitas >Nützlichkeit<] der, -, Theorie der Ethik und Sozialphilosophie, des Rechts sowie der Volkswirtschaftslehre, nach der eine Handlung danach beurteilt und bewertet wird, in welchem Maße sie zur Förderung und Mehrung des Glücks der meisten Menschen beiträgt. Nach diesem Nützlichkeitsprinzip wird eine Handlung also nicht an dem inneren Motiv oder der Gesinnung (Gesinnungsethik, Verantwortungsethik), sondern an den äußeren Folgen gemessen. Utilitarist. Momente finden sich in der Handlungstheorie des Epikureismus, [...] Der U. wurde [...] zum Basistheorem der klass. Nationalökonomie und diente v.a. im 19.Jh. in Großbritannien der Begründung einer wohlfahrtsstaatl. Sozialpolitik.“ Kurzum, „Utilitarismus nennt man die ethische Position, die eine Handlung danach bewertet, ob sie im Vergleich mit anderen Handlungsalternativen die größte Anzahl positiver, nicht-moralischer Werte, z.B. Glück, Reichtum, Gesundheit, Schönheit, Einsicht usw. hervorbringt.“ (vgl. Internet II) Im Klartext heißt dies, wir tun das, was den Meisten von uns das meiste Glück usw. bringt. Doch was ist nun der Präferenzutilitarismus, den Peter Singer vertritt?

3.2. Präferenzutilitarismus

[...]


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