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Evaluation der GMX-Website

Scholary Paper (Seminar), 2004, 56 Pages
Author: Steffen Schilb
Subject: Computer Science - Internet, New Technologies

Details

Event: Medienergonomie in der Praxis
Institution/College: University of Bremen
Tags: Evaluation, GMX-Website, Medienergonomie, Praxis
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2004
Pages: 56
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 12  Entries
Language: German
Archive No.: V30725
ISBN (E-book): 978-3-638-31922-5

File size: 1525 KB
Notes :
Die Evaluation wurde in Form eines Usability Tests durchgeführt, an dem drei Probanden teilnahmen.



Excerpt (computer-generated)

Evaluationsbericht GMX

Common Industry Format for Usability Test Report v 1.1

von

Steffen Schilb

Student M.Sc. Digita l Media ( 1 .Semester )
Medienergonomie in der Praxis
25. März 2004

 

Zusammenfassung

GMX ist einer der größten e-Mail Anbieter im deutschsprachigen Raum. Er startete 1998 als reiner e-Mail Provider, bietet aber seit dem Relaunch 2001 auch Portalfunktionalitäten an. Der Evaluationsbericht beschreibt die Test-Erfahrungen von drei zielgruppengerechten Personen im Umgang mit gängigen GMX Funktionalitäten wie Registrierung, e-Mail lesen und schreiben. Der Schwerpunkt des Tests lag auf der Aufgabenangemessenheit, der Selbstbeschreibungsfä- higkeit und der Erwartungskonformität der Webseite. Alle drei Testpersonen sind im Allgemeinen mit den Diensten zufrieden und würden auch nicht an der Bedienung scheitern. Die Kritiken und Probleme richten sich hauptsächlich gegen den langen Anmeldeprozess, die teilweise unübersichtliche Darstellung, den großen Anteil von Werbung und die teilweise nicht prominente Platzierung von wichtigen Inhalten. An diesen Stellen sollte zuerst angesetzt werden, um die Usability von GMX gezielt zu verbessern.

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung 5
1.1 Common Industry Format  5
1.2 über GMX 5
1.3 Testziele  5

2 Methode 7
2.1 Teilnehmer  7
2.2 Nutzungskontext  7
2.2.1 Aufgaben   7
2.2.2 Testumgebung   8
2.2.3 Computerumgebung  8
2.3 Durchführung 8
2.3.1 Vorgehen  8
2.3.2 Interview  9
2.3.3 Fragebogen   9
2.3.4 Aufzeichnung des Nutzerverhaltens  9
2.4 Usability Metriken   9
2.4.1 Aufgabenangemessenheit   10
2.4.2 Selbstbeschreibungsfähigkeit   10
2.4.3 Erwartungskonformität  10

3 Ergebnisse 11
3.1 Vorgehensweise  11
3.2 Darstellung der Ergebnisse  11
3.3 Erwartungshaltung vor dem Test  11
3.4 Globale Findings   12
3.4.1 Informationsarchitektur/Organisation  12
3.4.2 Grafische Umsetzung  15
3.4.3 Orientierung  16
3.4.4 Navigation  17
3.4.5 Wording   19
3.5 Spezifische Findings 21
3.5.1 Task 1: Ein Konto bei GMX anlegen   21
3.5.2 Task 2: Auf GMX einloggen  39
3.5.3 Task 3: Neue e-Mails lesen   40
3.5.4 Task 4: Eine e-Mail schreiben und verschicken   44
3.6 Nutzerzufriedenheit nach dem Test   46

4 Ausblick 47

5 Anhang 49
5.1 Interviewfragen 50
5.2 Fragenbogen  55

 

1 Einführung

1.1 Common Industry Format

Das Common Industry Format (CIF) stellt laut [AP03] eine Standardmethode dar, wie die Ergebnisse eines Usability Tests in schriftlicher Form dargestellt werden können. Das National Institute of Standards and Technology (NIST) hat 1997 mit der Entwicklung des CIF begonnen, um Usability Professionals eine Möglichkeit zu geben, die Resultate der Tests in vereinheitlichter Form zusammenzufassen (Vgl. [SH03]). Das Format wurde kontinuierlich weiterentwickelt und ist laut [Mor02] seit 2001 ANSI Standard (ANSI-NCITS 354-2001). Es basiert auf der Usability Defintion von ISO 9241-11 (Vgl. [TJ03]) und eignet sich besonders dann, wenn der Testverlauf sowohl die ISO Norm 13407 als auch die ISO Norm 9241-11 berücksichtigt (Vgl. [AP03]). Das CIF wird laut [AP03] hauptsächlich für formale und summative Usability Tests eingesetzt, bei denen quantitative Faktoren gemessen werden.

Dieser Bericht orientiert sich in seiner Struktur am CIF v1.1 von 19991. Da bei dem Usability Test von GMX der Schwerpunkt auf der qualitativen Analyse lag, ergeben sich besonders in der Darstellung der Ergebnisse Abweichungen zur Vorlage.

1.2 über GMX

GMX wurde 1998 als reiner e-Mail Provider gegründet und zählt heute mit 80 Mitarbeitern, mehr als 17 Millionen Accounts und 280.000 zahlenden Kunden zu den größten Anbietern Deutschlands (Vgl. [Gmb04]). Seitdem Relaunch 2001 als Internetportal mit weiterführenden Angeboten wie Reisen oder dem Automarkt steht GMX auch in Konkurrenz zu Anbietern wie YAHOO. 

GMX gliedert sich laut [Gmb04] in die zwei Firmen GMX GmbH und GMX Internet Services GmbH auf. Gesellschafter ist die 1&1 Internet GmbH. ”Die GMX GmbH bietet ihren Mitgliedern einen kostenlosen E-Mail-Dienst, dessen Finanzierung durch Werbeeinnahmen und Transaktionserlöse aus Kooperationen mit E-Commerce-Partnern erfolgt. Die GMX Internet Services GmbH konzentriert sich auf die Weiterentwicklung kostenpflichtiger technischer Mehrwertdienste im Bereich E-Mail- und Messaging sowie Internet Access” (Vgl. [Gmb04]).

1.3 Testziele

Getestet wurden vor allem die Standardfunktionalitäten wie ’Ein neues Konto einrichten’, ’Eine e-Mail verschicken’, ’Einen Anhang verschicken’. Die- 5se wurden vor allem hinsichtlich ihrer Aufgabenangemessenheit, Selbstbeschreibungsfähigkeit und Erwartungskonformität getestet. Die Teilnehmer hatten dabei die Aufgabe, ihre subjektiven Eindrücke hinsichtlich bestimmter Faktoren zu schildern. Das Ergebnis der Analyse zeigt die Schwachpunkte auf und liefert erste Ansätze für die Behebungen spezifischer Probleme.

2 Methode

2.1 Teilnehmer

Die Zielgruppe von GMX deckt eine breites Spektrum ab. Sowohl Internet- Unerfahrene, die dasWWW nur zum e-Mailen verwenden als auch Experten nutzen die Webseite. Für den Test wurden drei eher unerfahrene Personen rekrutiert, um möglichst viele Usablity Probleme zu identifizieren. Insgesamt wurden drei Personen getestet. Jakob Nielsen schreibt dazu in [Nie00], dass drei Testpersonen ausreichen, um 70% der Usability Probleme zu erkennen. Zwei dieser Teilnehmer waren schon zuvor GMX Kunden, während der dritte einen HOTMAIL Account besitzt und noch nie zuvor auf der GMX Webseite war.

Folgende Tabelle gibt eine übersicht über die Teilnehmer:

[Tabelle in Downloaddatei enthalten]

2.2 Nutzungskontext

2.2.1 Aufgaben

GMX ist eine sehr komplexe Webseite, die Informationen zu vielen verschiedenen Inhalten bereitstellt, wobei manche Elemente jedoch häufiger angesteuert werden als andere. Dies gilt vor allem für die e-Mail Funktionalitäten. Der Großteil der Nutzer registriert sich bei GMX, weil er diese Funktionen in Anspruch nehmen möchte. Aufgrund dieser Tatsache und der eingeschränkten Testzeit wurde sich darauf beschränkt, die Hauptaufgaben, die ein e-Mail Anbieter leisten soll zu testen. Da ferner eine erfolgreiche Nutzung aber schon oft an einer komplizierten Registrierung scheitern kann, wurde dieser Vorgang ebenfalls evaluiert. Dies führt zu folgenden getesteten Tasks:

1. Ein Konto bei GMX anlegen
2. Auf GMX einloggen
3. Neue e-Mails lesen
4. Eine e-Mail schreiben und verschicken

[....]


1CIF V 1.1 ist die aktuellste kostenlose Version. Sie kann heruntergeladen werden unter http://zing.ncsl.nist.gov/iusr/documents/cifv1.1b.htm


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