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Veranstaltung: Programmmusik als Unterrichtsgegenstand
Institution/Hochschule: Universität Koblenz-Landau (Institut für Musikwissenschaft und Musik)
Kategorie: Unterrichtsentwurf
Jahr: 2004
Seiten: 16
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 3  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 236 KB
Archivnummer: V30802
ISBN (E-Book): 978-3-638-31987-4
ISBN (Buch): 978-3-638-95759-5
Anmerkungen :
Diese Arbeit enthält gleich 2 Stundenentwürfe zum Thema "Eine Nacht auf dem Kahlen Berge" von M.Mussorgsky. Ein Unterrichtsentwurf einer Lehrgangsgruppe wird dargestellt u. kritisiert. Aus der Folge der Kritikpunkte entstand ein neuer Unterrichtsentwurf, der ebenfalls genau erläutert wird.Desweiteren kann diese Stunde durch eine weitere Einheit ergänzt werden, die bei Hausarbeiten.de unter "Joachim Dieterich" zu finden ist. Die zwei Einheiten sind aufeinander abgestimmt u. wurden zusammen entworfen

Zusammenfassung / Abstract

Diese Arbeit enthält gleich 2 Stundenentwürfe zum Thema "Eine Nacht auf dem Kahlen Berge" von M.Mussorgsky. Ein Unterrichtsentwurf einer Lehrgangsgruppe wird dargestellt u. kritisiert. Aus der Folge der Kritikpunkte entstand ein neuer Unterrichtsentwurf, der ebenfalls genau erläutert wird.Desweiteren kann diese Stunde durch eine weitere Einheit ergänzt werden, die bei Hausarbeiten.de unter "Joachim Dieterich" zu finden ist. Die zwei Einheiten sind aufeinander abgestimmt u. wurden zusammen entworfen.

Textauszug (computergeneriert)

Universität Koblenz-Landau, Abteilung Landau
Institut für Musikwissenschaft und Musik
Seminar: Programmmusik als Unterrichtsgegenstand
SS 2004

Unterrichtsentwurf zu 

„ Eine Nacht auf dem Kahlen Berge“,
auf der Grundlage einer Lehrgangsarbeit in Schleswig-
Holstein, für die Orientierungsstufe

von

Dorothee Schnell

Fachsemester: 6

 

Inhaltsverzeichnis

UNTERRICHTSENTWURF ZU „ EINE NACHT AUF DEM KAHLEN BERGE“, AUF DER GRUNDLAGE EINER LEHRGANGSARBEIT IN SCHLESWIG-HOLSTEIN, FÜR DIE ORIENTIERUNGSSTUFE  1

INHALTSVERZEICHNIS  2

I VORWORT  3

1 SACHANALYSE PROGRAMMMUSIK  3

2 ZUR BIOGRAFIE DES KOMPONISTEN UND ZUM WERK  4
Das Programm  5
Aufbau des Werkes  5
Formaler Aufbau  6
Teil A  6
Teil B:  6

3 UNTERRICHTSENTWURF DER LEHRGANGSGRUPPE  6

4 KOMMENTAR UND BEARBEITUNG DES ENTWURFES  8
Lernziele  8
Kritik  9

5 ALTERNATIVVORSCHLAG – TEIL „AKTIVES MUSIZIEREN“  10
Übersicht des neuen Teils mit benötigten Medien  13
Zusätzliche verfolgte Lernziele  14

6 LITERATURVERZEICHNIS  15

 

I Vorwort

Diese Arbeit beschreibt eine Unterrichtseinheit zum Thema Programmmusik, die von einer Lehrgangsgruppe in Schleswig-Holstein entworfen wurde. Meine Arbeit setzt sich kritisch mit dem zweiten Teil der Einheit auseinander. Der erste Teil wurde von Joachim Dieterich bearbeitet. Dieser Entwurf ist als direkte Fortsetzung zu sehen.

1 Sachanalyse Programmmusik

Den Versuch etwas Außermusikalisches, z.B. eine Stimmung oder ein Ereignis, musikalisch darzustellen, nennt man Programmmusik.
Durch die musikalische Darstellung literarischer Inhalte, seelischer oder dramatischer Vorgänge, wird die Fantasie des Hörers zu konkreten Vorstellungen angeregt. Diese Musik folgt nicht autonom musikalischen Gesetzen, sondern folgt den außermusikalischen Vorstellungen. Meist wird schon durch den Titel oder Inhaltsangaben auf das sogenannte Programm hingewiesen. Schon im Barock komponierte A. Vivaldi mit dieser Methode seine Vier Jahreszeiten. Auch an diesem Beispiel ist das Programm direkt am Titel zu erkennen – die musikalische Darstellung der Jahreszeiten.

Als Vorläufer der Programmmusik kann man die Caccia bezeichnen, eine Gattung der italienischen Musik, bei der sich die Stimmen „jagen“. Inhaltlich bezog sich die Caccia, welche vor allem im 14. Jahrhundert gesungen wurde, ebenfalls auf die Jagd. Ein anderer Vorläufer sind die Programmchansons aus dem 16. Jahrhundert. Durch sie wurden meist Vogelgesänge, Kriegslärm o.ä. Ereignisse dargestellt.

Im 17. und 18. Jahrhundert fanden sich zahlreiche Suitensätze, die äußere Vorgänge, wie z.B. Glockenklang, zum Gegenstand hatten. Auch Gemütszustände und Personencharakterisierungen wurden mit musikalischen Mitteln dargestellt. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entstanden die Programmsinfonien (z.B. einige frühe Sinfonien von J. Haydn).

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstand die Programmmusik, wie sie im heutigen Sinne be- und anerkannt ist. Einige der Komponisten, die sich mit dieser Musik beschäftigten, sind F. Liszt, R. Strauss und H. Berlioz. Vor allem F. Liszt propagierte die Verbindung von musikalischer Gestaltung mit Literatur und Philosophie als das Neue und Zeitgemäße. Im 20. Jahrhundert verliert die Programmmusik an Bedeutung. Es überwiegt die Suche nach Ordnungsprinzipien. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewinnt diese wieder etwas an Ansehen, kommt aber nicht zur vollen Geltung.

Heute wird in der Werbung häufig Musik verwendet, um bestimmte Gefühle, Sehnsüchte oder Stimmungen bei den Zuhörern hervorzurufen. Auch diesen Versuch außermusikalische Ereignisse hervorzurufen, bezeichnet man als Programmmusik. Dadurch wird klar, dass die Schüler heutzutage ständig mit Programmmusik konfrontiert werden, ohne dass sie wissen wie diese funktioniert.

2 Zur Biografie des Komponisten und zum Werk

Der Komponist Modest Petrowitsch Mussorgsky wurde am 21. März 1839 auf dem russischen Hof Karewo geboren. Mit 17 Jahren wurde er zunächst Gardeoffizier um sich zwei Jahre später, in St. Petersburg ganz der Musik zu widmen. Er besuchte nie eine Musikakademie. Die Aufgabe seiner Musik bestand für ihn darin „Frei von einengenden akademischen Regeln […] die „Wahrheit“ auszudrücken, „wie bitter sie auch sei“.“1 In Not geraten, musste er 1863 als Beamter in den russischen Staatsdienst eintreten. Gemeinsam mit Rimski-Korsakow, Kjui Borodin und Balakirew bildete Mussorgsky das ′Mächtige Häuflein′, einer Gruppe russischer Komponisten, die sich die Schaffung einer auf dem russischen Volkslied basierenden nationalrussischen Musik zur Aufgabe stellte. Mussorgsky soll unter seinen genialen Visionen geradezu gelitten haben. So komponierte er Werke wie „Bilder einer Ausstellung“ innerhalb kürzester Zeit. Andere Werke hingegen blieben trotz langen Vorarbeiten Fragment oder mussten von Freunden abgeschlossen werden (so auch „Eine Nacht auf dem Kahlen Berge“). Nach außen hin pflegte Mussorgsky vollendete Umgangsformen, doch wurde er mehr und mehr zum aufgedunsenen Alkoholiker. Mussorgsky starb am 28. März 1881 verarmt in St. Petersburg.

[....]


1 Reinfandt, Karl-Heinz, Gedenk, Ursel, Modest Mussorgsky „Eine Nacht auf dem Kahlen Berge“ – Aus der Lehrgangsarbeit in Schleswig-Holstein, in: Musik und Bildung, Heft 3, Schott, März 1981, S. 169.

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