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Termpaper, 2004, 28 Pages
Author: Christoph Kopowski
Subject: Economics / Business: Political Economics
Details
Institution/College: Leuphana Universität Lüneburg
Tags: Monopol, Konkurrenz, Grundlagen
Year: 2004
Pages: 28
Grade: 1,9
Bibliography: ~ 12 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-32209-6
ISBN (Book): 978-3-638-81793-6
File size: 404 KB
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Abstract
Das Ziel dieser Hausarbeit liegt darin, die Besonderheiten der beiden Marktformen vollständige Konkurrenz (Polypol) und der Marktform des Monopols herauszuarbeiten und gegenüberzustellen. Es handelt sich hierbei um die beiden extremen Ausprägungsformen in der Marktformenlehre. Der Vergleich dieser beiden Marktformen ist so alt wie die Geschichte der Wirtschaftswissenschaften. Schon der schottische Philosoph und Nationalökonom Adam Smith (1723 – 1790) beschreibt in seinem 1776 erstmals erschienenen Werk „An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations“ die Gegensätze zwischen Monopol und vollständiger Konkurrenz. Smith, dessen grundlegende Ideen im 19. Jahrhundert von Ricardo, Say und Mill aufgegriffen wurden, war ein Vertreter des freien Wettbewerbs, der im Grunde genommen nichts anderes als das Polypol darstellt, und Smith lehnte jeglichen Dirigismus von Seiten des Staates kategorisch ab. Auch heutzutage ist das Monopol ein heftig umstrittenes Thema. Gerade im Zusammenhang mit der Europäischen Union wird für die Abschaffung von Monopolen argumentiert (z.B. Postmonopol uvam.). Es wir hier vielfach der Grund genannt, dass Monopole gegen den EWG-Vertrag verstoßen, der geschlossen wurde um den freien Waren- und Dienstleistungs- Austausch in den Staaten der Gemeinschaft zu verwirklichen. Ein anderes Beispiel wäre das so genannte Tetra-Pak-Urteil, der Europäischen Union: „Dort wurde der Kartonverpackungshersteller Tetra Pak zu hohen Strafen wegen des Missbrauchs einer wirtschaftlichen Machtstellung verurteilt.2“. Was also auffällt ist, dass es schon immer sehr starke Gegensätze und eine Diskussion über das Thema „Monopol im Vergleich zum Polypol“ gegeben hat und das diese bis in die heutige Zeit andauern bzw. durch politische Veränderungen neu entstehen. Es handelt sich bei dem Thema meiner Betrachtung also nach wie vor um einen absolut aktuellen Zusammenhang.
Excerpt (computer-generated)
Monopol und vollkommene Konkurrenz
von: Christoph Kopowski
1 Einleitung 3
1.1 Problemstellung 3
1.2 Vorgehen in dieser Hausarbeit 4
2 Markt und Marktformen 4
2.1 Der Markt 4
2.2 Notwendigkeit der Abgrenzung der Marktformen 4
3 Vollkommene Konkurrenz 5
3.1 Markteigenschaften der vollkommenen Konkurrenz (Prämissen) 5
3.2 Nachfragefunktion 6
3.2.1 Individuelle Nachfragefunktionen 7
3.2.2 Marktnachfragefunktion 7
3.2.3 Verschiebungen der Nachfragekurve 8
3.2.4 Elastizitäten 9
3.3 Angebotsfunktion 10
3.3.1 Individuelle- und Marktangebotsfunktion 11
3.3.2 Verschiebungen der Angebotskurve 11
3.4 Marktgleichgewicht 12
3.4.1 Kurzfristiges Marktgleichgewicht 13
3.4.2 Langfristiges Marktgleichgewicht 14
4 Monopol 15
4.1 Preis-Absatz-Funktion 16
4.2 Verlauf von Erlös-, Grenzerlös- und Preis-Absatz-Funktion 17
4.3 Preiselastizitäten im Monopolfall 18
4.3.1 Definition der Preiselastizität 18
4.3.2 Elastizitätsbereiche auf der Preis-Absatz-Funktion 18
4.3.3 Amoroso-Robinson-Relation 18
4.4 Optimaler Produktionsplan 19
4.5 Ineffizienz des Monopols 20
4.5.1 Wohlfahrtsverlust durch Monopolpreise 20
4.6 Natürliches Monopol 21
4.6.1 Vorraussetzungen für die Entstehung 21
5 Vergleich zwischen Monopol und vollkommener Konkurrenz 24
6 Literaturverzeichnis 27
7 Quellenverweise 27
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Das Ziel dieser Hausarbeit liegt darin, die Besonderheiten der beiden Marktformen vollständige Konkurrenz (Polypol) und der Marktform des Monopols herauszuarbeiten und gegenüberzustellen. Es handelt sich hierbei um die beiden extremen Ausprägungsformen in der Marktformenlehre. Der Vergleich dieser beiden Marktformen ist so alt wie die Geschichte der Wirtschaftswissenschaften. Schon der schottische Philosoph und Nationalökonom Adam Smith (1723 – 1790) beschreibt in seinem 1776 erstmals erschienenen Werk „An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations“ die Gegensätze zwischen Monopol und vollständiger Konkurrenz. Smith, dessen grundlegende Ideen im 19. Jahrhundert von Ricardo, Say und Mill aufgegriffen wurden, war ein Vertreter des freien Wettbewerbs, der im Grunde genommen nichts anderes als das Polypol darstellt, und Smith lehnte jeglichen Dirigismus von Seiten des Staates kategorisch ab.
So schreibt Smith z.B.: „Ein Monopol, das einem einzelnen oder einer Handelsgesellschaft gewährt wird, wirkt wie ein Handels- oder Fabrikationsgeheimnis. Der Monopolist versorgt nämlich den Markt ständig mangelhaft und befriedigt die effektive Nachfrage niemals ganz, so dass er seine Ware weit über dem natürlichen Preis verkaufen kann, wodurch seine Einkünfte, ob Loh oder Gewinn, beträchtlich über die natürliche Höhe steigen. Der Monopolpreis ist auf jeden Fall der höchste, den man erzielen kann. Demgegenüber ist der natürliche Preis bei freier Konkurrenz der tiefste, den man nehmen kann, wenn auch sicherlich nicht bei jeder Gelegenheit, so doch über eine geraume Zeit hinweg. Der erste ist immer und überall der höchste, den man aus den Käufern herauspressen kann oder mit dem sie vermutlich einverstanden sein werden, der zweite ist der niedrigste, den der Verkäufer gewöhnlich noch hinnehmen kann, ohne aus dem Markt ausscheiden zu müssen.1“ Auch heutzutage ist das Monopol ein heftig umstrittenes Thema. Gerade im Zusammenhang mit der Europäischen Union wird für die Abschaffung von Monopolen argumentiert (z.B. Postmonopol uvam.). Es wir hier vielfach der Grund genannt, dass Monopole gegen den EWG-Vertrag verstoßen, der geschlossen wurde um den freien Waren- und Dienstleistungs- Austausch in den Staaten der Gemeinschaft zu verwirklichen. Ein anderes Beispiel wäre das so genannte Tetra-Pak-Urteil, der Europäischen Union: „Dort wurde der Kartonverpackungshersteller Tetra Pak zu hohen Strafen wegen des Missbrauchs einer wirtschaftlichen Machtstellung verurteilt.2“. Was also auffällt ist, dass es schon immer sehr starke Gegensätze und eine Diskussion über das Thema „Monopol im Vergleich zum Polypol“ gegeben hat und das diese bis in die heutige Zeit andauern bzw. durch politische Veränderungen neu entstehen. Es handelt sich bei dem Thema meiner Betrachtung also nach wie vor um einen absolut aktuellen Zusammenhang.
1.2 Vorgehen in dieser Hausarbeit
Die vorliegende Hausarbeit ist so strukturiert, dass zuerst einmal allgemein dargestellt wird, was ein Markt ist, welche Marktformen es überhaupt gibt, und warum die Notwendigkeit besteht, diese voneinander abzugrenzen. Dann geht die Betrachtung dazu über, die beiden extremen Marktformen Polypol und Monopol detailliert zu beschreiben und ihre Besonderheiten darzulegen um letztlich in einem kurzen Vergleich und einer abschließenden Betrachtung zu schließen. Dabei liegt der Akzent weniger in der Wertung der einzelnen Marktform, sondern vielmehr in einer Ausarbeitung der markanten Unterschiede.
2 Markt und Marktformen
2.1 Der Markt
Bei dieser Betrachtung ist es zunächst einmal wichtig den Begriff des Marktes zu definieren. Als Markt bezeichnet man in der Regel den „ökonomischen ort des Tausches, an dem sich durch Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage Preise bilden.3“ Es gibt verschiedenen Arten von Märkten. Sie werden unterteilt nach sachlichen, organischen und Marktzutrittsmerkmalen.
2.2 Notwendigkeit der Abgrenzung der Marktformen
Will man z.B. die Preisbildungsprozesse auf unterschiedlich strukturierten Märkten analysieren um sie z.B. wohlfahrtstheoretisch zu interpretieren ist es vorher notwendig, die verschiedenen Marktformen genau abzugrenzen und nach ihren Besonderheiten zu unterscheiden. Ein weit verbreitetes Schema zur Abgrenzung von Marktformen ist das Morphologische Marktformenschema von Heinrich von Stackelberg (1905-1946). [Tabelle in der Downloaddatei vorhanden] Bei der Betrachtung des vorliegende Schemas zur Abgrenzung von Marktformen fällt auf, dass die beiden in dieser Hausarbeit betrachteten Marktformen zwar auf der Nachfragerseite gleich, dafür aber auf der Anbieterseite vollkommen gegensätzlich sind. Es handelt sich hier also um zwei streng gegensätzliche Marktformen, die nun der Betrachtung unterzogen werden.
3 Vollkommene Konkurrenz
Bei dem Modell der vollkommenen Konkurrenz (Polypol, atomistisch homogene Konkurrenz) handelt es sich um ein in der Realität selten erfüllt ist4. Nichtsdestotrotz ist die Marktform des Polypols dazu geeignet, gewisse ökonomische Vorgänge in der Wirklichkeit zu erklären.
3.1 Markteigenschaften der vollkommenen Konkurrenz (Prämissen)
Wollte man einen wirtschaftlichen Zusammenhang sehr genau darstellen müsste man theoretisch eine Unmenge von Daten zur Verfügung haben und äußerst komplizierte Modelle konstruieren, um die oft komplexe Realität abzubilden. Dieses ist nahezu unmöglich. Daher bedient man sich eines Modells. Ein Modell geht von bestimmten Grundannahmen aus und hält bestimmte Bedingungen konstant. Es setzt also Prämissen voraus, die den Gesamtzusammenhang einfacher darzustellen helfen. Man kann also sagen, dass das Modell ein vereinfachtes Abbild der Realität ist. Das Modell der vollkommenen Konkurrenz (Polypol) geht auch von einigen Prämissen aus, die im Folgenden kurz erläutert werden. Es werden folgende Merkmale unterstellt:
a.) Große Anbieterzahl:
In einem Polypol werden unendlich viele Anbieter und unendlich viele Nachfrager, die sich gegenüberstehen unterstell.
b.) Gleichgroßer Marktanteil:
„Jeder Anbieter hat in etwa einen gleichgroßen Marktanteil. Diese Bedingung schließt aus, dass unter einer großen Zahl ein starker Anbieter mit großem Marktanteil ist.“5
c.) Gleichartigkeit des Angebots:
Nach Auffassung der Nachfrager sind alle Produkte gleich. Man spricht auch von Homogenität der Güter.
d.) Keine räumlichen, persönlichen, zeitlichen Präferenzen:
Es ist den Verbrauchern egal, wo sich der Markt befindet und alle Nachfrager können den Markt erreichen. Jeder (Ver-)Käufer ist bereit mit jedem (Ver-)Käufer ein Geschäft abzuschließen, es existieren keine Bevorzugungen. Der Markt ist rund um die Uhr von jedem Käufer und Verkäufer zu erreichen.
e.) Preis als Datum :
Bei der vollkommenen Konkurrenz ist die Marktmacht des einzelnen Unternehmens so gering, dass es nicht in der Lage ist den Preis zu beeinflussen. Also ist der Preis für das Unternehmen ein Datum. Die einzige Anpassungsmöglichkeit des Unternehmens liegt in der Menge, es kann lediglich als so genannter Mengenanpasser angieren. Es muss also analysiert werden welche menge das Unternehmen ausbringt, wenn man sein Angebotsverhalten bewerten möchte.
f.) Vollständige Markttransparenz:
Alle Wirtschaftssubjekte kennen die Bedingungen zu denen andere Wirtschaftssubjekte zum Tausch bereit sind.
g.) Grenzkosten gleich Preis:
Beim Modell der vollständigen Konkurrenz wird unterstellt, dass jedes Unternehmen seinen Gesamtgewinn maximieren will.
3.2 Nachfragefunktion
[...]
1 vgl. Adam Smith, „Der Wohlstand der Nationen“, 7. Auflage (1996),Erstes Buch S. 54
2 vgl. Fees/Tibitanzl, (1993), S. 53
3 vgl. Gabler Wirtschaftslexikon (1993), S.2204 ff
4 vgl. Siebert (1996), S. 153
5 vgl. Siebert (1996), S. 153
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