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Seminararbeit, 2004, 19 Seiten
Autor: Dipl. Pflegewirt Daniel Fischer
Fach: Pflegewissenschaften
Details
Institution/Hochschule: Evangelische Fachhochschule Darmstadt (Evangelische Fachhochschule Darmstadt)
Tags: Schmerz, Bedeutung, Pflege, Therapie, Unter, Berücksichtigung, Migranten, Seminar, Transkulturelle, Pflege, Kultur, Fremdheit, Lebensgeschichte, Pflegeprozess
Jahr: 2004
Seiten: 19
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 19 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-32219-5
Dateigröße: 216 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Evangelische Fachhochschule Darmstadt
Fachbereich P: Pflege und Gesundheitswissenschaften
Seminar: Transkulturelle und biografieorientierte Pflege: Kultur, Fremdheit
und Lebensgeschichte im Pflegeprozess
Der Schmerz und seine Bedeutung in der interkulturellen
Pflege und Therapie - Unter besonderer Berücksichtigung
von türkischen Migranten
von: Daniel Fischer
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 1
1 Grundlagen zum Thema Schmerz 2
1.1 Definition des Begriffes Schmerz 2
1.2 Epidemiologische Daten des Schmerzes in Deutschland 2
2 Der Schmerz aus ärztlicher Sicht 3
2.1 Schmerzentstehung und Schmerzweiterleitung im menschlichen Körper 4
2.2 Darstellung der Schmerzarten 4
2.3 Medizinische Schmerzbewältigung 5
3 Der Schmerz aus pflegerischer Sicht 6
3.1 Pflegerischer Umgang mit chronischen Schmerzpatienten 6
3.2 Pflegerische Schmerzbewältigung 6
4 Der Schmerz in Bezug auf interkulturelle Pflege und Therapie 7
4.1 Die kulturgeschichtliche Bedeutung des Schmerzes 7
4.2 Schmerzwahrnehmung unter kulturellen Aspekten 8
4.3 Sprache und Schmerz 9
5 Schmerz bei Migranten aus der Türkei 10
5.1 Kulturelle Grundlage bei Migranten aus der Türkei 10
5.2 Umgang mit dem Schmerz bei türkischen Migranten 11
6 Verbesserung des interkulturellem Umgangs bei Schmerzen 12
6.1 Allgemeine Maßnahmen 12
6.2 Pflegetheorie für den interkulturellen Umgang mit Schmerz 13
7 Schlussbemerkungen 14
Literaturverzeichnis 16
Einleitung
Unser Kulturkreis ist von einem biomedizinischen Schmerzbild geprägt, welche das Schmerzerleben der an Schmerzen Leidenden vernachlässigt. Wichtige Fragen, z.B. wie der Schmerzleidende seinen Schmerz individuell deutet, mit welchen Gefühlen er ihn verbindet, welche Rolle er in seinem Leben spielt und wie diese und weitere Aspekte seinen Umgang mit dem Schmerz und der Schmerzbewältigung beeinflussen, werden nicht gestellt. Schmerz ist immer subjektiv. Man kann zwar wissen, dass jemand an einer Krankheit leidet die mit Schmerzen verbunden ist – aber wie die Person den Schmerz wahrnimmt und was er für sie bedeutet weiß man dadurch nicht. Gerade die subjektive Schmerzwahrnehmung ist stark von der kulturellen Zugehörigkeit der Peson geprägt. Diesen Zusammenhang gilt es zu erkennen um kulturellen Verständigungsschwierigkeiten in der Pflege und Therapie der Schmerzkranken vorzubeugen und eine effektivere pflegerische und ärztliche Betreuung zu gewährleisten.
Gerade auch in Deutschland wird es aufgrund der zunehmenden Einwanderer immer wichtiger den Schmerz auch in einem interkulturellen Kontext zu sehen und die Bedeutungen, Einstellungen und Werte der anderen Kultur zu berücksichtigen. Hierzu ist es notwendig, erst den Umgang mit Schmerz in der eigenen Kultur zu reflektieren, damit man diesen in Bezug zu anderen kulturellen Gegebenhe iten setzen kann. Zuerst werden in dieser Hausarbeit Grundlagen zum Thema Schmerz, d.h. eine Definition und epidemiologische Daten gegeben. Danach folgen zwei Kapitel über den ärztlichen und pflegerischen Umgang mit dem Schmerz, um dieses Grundwissen in einem weiteren Schritt in einen interkulturellen Bezug zu setzen. Dabei wird zuerst kurz auf den kulturgeschichtlichen Hintergrund des Schmerzes in den christlich geprägten westlichen Industriestaaten eingegangen. Anschließend wird besonderes Augenmerk auf den Umgang mit Schmerz bei türkischen Migranten gelegt, da diese den größten Teil der Einwanderer in Deutschland einnehmen. 1 Das letzte Kapitel stellt theoretische und praktische Möglichkeiten zur Verbesserung einer interkulturellen Pflege und Therapie bei Schmerzen dar.
1 Grundlagen zum Thema Schmerz
Um später ein besseres Verständnis zur besonderen Schmerzproblematik im interkulturellen Kontext zu entwickeln, ist es wichtig, die Grundlagen des Themas Schmerz herauszuarbeiten und den Begriff Schmerz zu definieren.
1.1 Definition des Begriffes Schmerz
Die Beschäftigung mit dem Thema Schmerz hat eine lange Tradition und so wurden auch schon viele Versuche unternommen, diesen Begriff zu definieren. Unter den vorhandenen Definitionen der letzten Zeit ragt die der International Association for the Study of Pain (IASP) heraus. Nach ihr „…ist Schmerz ein unangenehmes Sinnes und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potenzieller Gewebsschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird“. 2 So definiert treten Schmerze n dann auf wenn Gewebe akut geschädigt wird oder auch in der Nähe einer möglichen Gewebsschädigung, die noch nicht eingetreten ist. Die Schädigung ist also keine Voraussetzung für Schmerz. Somit liegt Schmerz also auch allein dann vor, wenn davon berichtet wird, ohne dass hierfür eine offensichtliche Gewebsschädigung vorliegen muss.3 Dadurch werden der emotionale Aspekt von Schmerz, sowie die Privatheit und die Subjektivität des Schmerzerlebens hervorgehoben.4 Es ist also völlig belanglos für das Schmerzgeschehen, ob eine Gewebsschädigung vorliegt oder nicht und es wäre auch völlig falsch in dem einen Fall von echten und in dem anderen von eingebildeten Schmerzen zu sprechen. 5
Diese Erkenntnis der Subjektivität von Schmerzen ist gerade auch in dem Zusammenhang eines interkulturellen Verständnisses von Schmerz wichtig.
1.2 Epidemiologische Daten des Schmerzes in Deutschland
[...]
1 Vgl. Gier/ Erim 2004, S. 227
2 Statt vieler Kröner-Herwig 2004, S. 3, siehe auch Hüper 1997, S. 175
3 Vgl. Heidenfelder 1991, S. 17-18
4 Vgl. Körner-Herwig 2004, S. 3-4
5 Vgl. Hüper 1997, S. 176
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