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Termpaper, 2003, 19 Pages
Author: Jan Köpping
Subject: German Studies - Modern German Literature
Details
Institution/College: University of Frankfurt (Main) (Institut für Literaturwissenschaft)
Tags: Weltentfremdung, Existenzialismus, Kafka, Untersucht, Sorge, Hausvaters, Franz, Kafka, Erzählungen
Year: 2003
Pages: 19
Grade: 1-
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-32379-6
File size: 212 KB
Zwar war die vorgegebene Seitenanzahl deutlich überschritten, aber trotzdem wurde sie genommen.
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Excerpt (computer-generated)
Weltentfremdung und Existenzialismus bei Kafka -
Untersucht an "Die Sorge des Hausvaters"
von: Jan Köpping
1. Semester
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeines - Seite 2
2. „Die Sorge des Hausvaters“ von Franz Kafka - Seite 2
3. „Die Theorie «Odradeks»“ von Max Bense - Seite 3
4. „Die Rätselfigur Odradek“ von Wilhelm Emrich - Seite 4
5. „Eine Kontroverse und eine mögliche Typologie“ von Peter U. Beicken - Seite 5
6. „Philosophische Auslegung“ von Peter U. Beicken - Seite 8
7. „Existenzialismus“ von Marthe Robert - Seite 9
8. Persönliches Fazit - Seite 10
1. Allgemeines
Es handelt sich bei dieser Arbeit um die Untersuchung der Kafka-Erzählung „Die Sorge des Hausvaters“ mit dem Schwerpunkt „Weltentfremdung“ bzw. Existenzialismus. Ich beginne mit einer kurzen Zusammenfassung des behandelten Textes. Anschließend befasse ich mich mit dem Kapitel „Die Theorie «Odradeks» “ aus Max Benses Buch „Die Theorie Kafkas“. Daraufhin steht der Text „Die Rätselfigur Odradek“ von Wilhelm Emrich zur Diskussion. Aufbauend darauf beschäftige ich mich mit „Eine Kontroverse und eine mögliche Typologie“ und „Philosophische Auslegung“ von Peter U. Beicken. Ferner wird der Text „Existenzialismus“ von Marthe Robert behandelt. Daran anschließend ziehe ich kurz mein persönliches Fazit aus den gelesenen Texten in Bezug zur Erzählung. Anmerken möchte ich noch, dass ich es vorgezogen habe, das Kapitel „Die «Empörung» der Dinge“ von Wilhelm Emrich, welches die Erzählung „Beschreibung eines Kampfes“ untersucht, mit Absicht außen vor lassen, da es meines Erachtens genügt, sich auf „Die Sorge des Hausvaters“ zu beschränken, um sich ein differenziertes Bild über diese Thematik zu machen.
2. „Die Sorge des Hausvaters“1
Es handelt sich bei diesem Text um eine sehr kurze Erzählung von Franz Kafka aus dem Jahre 1917. Sie behandelt im wesentlichen das Wesen Odradek, welches als „flache sternartige Zwirnspule“2 beschrieben wird. Doch zuerst äußert sich der Erzähler zum Namen dieses Wesens, der jedoch nicht klar auf einen Ursprung festgelegt werden kann. Entweder aus dem Slawischen oder dem Deutschen kommend, was aber als „unsicher“3 beschrieben wird, scheint er außerdem keinen „Sinn“4 zu haben. Der größte Teil des Textes beschäftigt sich mit dem Aussehen Odradeks: Wie schön erwähnt, erscheint es dem Erzähler (im letzten Abschnitt erkennbar als der „Hausvater“) als sternartige Zwirnspule, welche mit abgerissenem, altem Zwirn bezogen sein dürfte5 und beinartige Stäbchen besitzt6, mit denen es sich „außerordentlich“7 bewegen kann. Des weiteren äußert der Erzähler den Verdacht, Odradek könnte aus verschiedenen Bruchstücken zusammengesetzt, bzw. ein kaputter Gegenstand sein, findet dafür aber keinerlei Anzeichen8. Danach wird beschrieben, wie sich Odradek durch das Haus und manchmal auch durch Nachbarhäuser zu bewegen scheint und vor allem, dass man es ansprechen kann9. Diese Versuche der Kommunikation scheitern meistens (vgl. Z. 43 ff), wenn Odradek allerdings antwortet, erfährt man von ihm auch nicht mehr, als dessen Namen und dass es einen „unbestimmten Wohnsitz“10 habe. Darauf hin lacht Odradek und verschwindet, wobei das Lachen als eines „ohne Lungen“11 und „wie das Rascheln in gefallenen Blättern“12 beschrieben wird. Im letzten Abschnitt des Textes, gibt sich der Erzähler erstmals als der Hausvater zu erkennen („ich“) und artikuliert seine „Sorge“, die sich auf die Unsterblichkeit „Odradeks“ bezieht und es somit den Hausvater überdauern lässt13. Auffällig an der Darstellung Odradeks sind vor allem die Anhäufungen von Unsicherheiten und Vagheiten, die sich in den Begriffen „scheinbar“ und „man wäre versucht zu glauben“ und der Benutzung des Konjunktivs niederschlägt.
3. „Die Theorie «Odradeks»“ von Max Bense 14
[...]
1 Kafka, Franz:„Ein Landarzt und andere Drucke zu Lebzeiten“; 1994; Frankfurt am Main; hrg. Hans-Gerd Koch; S. 222 – 223
2 Ebd. Z. 10 f
3 Ebd: Z. 5
4 Vgl. ebd. Z. 7
5 Vgl. ebd. Z. 11 ff
6 Vgl. ebd. Z. 16
7 Vgl. ebd. Z. 28 f
8 Vgl. ebd. Z. 21 ff
9 Vgl. ebd. Z. 30 ff
10 Ebd. Z. 39 f
11 Ebd. Z. 41
12 Ebd. Z. 42
13 Vgl. ebd. Z. 46 – 54
14 Bense, Max: „Die Theorie Kafkas“; Köln, Berlin; 1952; S. 63 - 67
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