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Termpaper, 2003, 17 Pages
Authors: Daniel Schlier, Christina Fey
Subject: Psychology - Social Psychology
Details
Institution/College: Leuphana Universität Lüneburg (Fachbereich Wirtschaftspsychologie)
Tags: Definitionsansätze, Thesen, Phänomens, Schönheit, Sozialpsychologie, Grundstudium
Year: 2003
Pages: 17
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 10 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-32643-8
ISBN (Book): 978-3-638-78959-2
File size: 460 KB
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Abstract
„Spieglein Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“. Die Antwort auf diese Frage fällt hier im Märchen Schneewittchen eindeutig aus. Welcher Spiegel jedoch sagt uns in der Realität, fern jeden Märchens, welcher Mensch schön ist? Wo kann man die Messlatte für die Schönheit des Menschen anlegen? Seit Menschengedenken beschäftigen sich nicht nur Dichter, Künstler, Philosophen und Forscher mit dem Thema Schönheit, sondern auch für viele andere Menschen war Schönheit schon immer von großer Bedeutung (Henss, 1998), was wir gut nachzuvollziehen können, wenn wir uns zum Beispiel vor Augen führen, wie wichtig Schönheit für die zwischenmenschliche Anziehung ist. Schönheit ist allgegenwärtig - in der Werbung, im Fernsehen, auf Plakaten an Bushaltestellen und in so gut wie jeder Publikumszeitschrift werden uns schöne Menschen präsentiert. Alles zu schön, um wahr zu sein? „Schönheit hat ihren Preis“ sagt der Volksmund und warnt: „Wer schön sein will, muss leiden“. Traurige Beweise hierfür gibt es zu genüge - die, die sich fast zu Tode hungern oder durch missglückte Schönheitsoperationen entstellt bleiben, nur weil sie „schön“ sein wollten. Wie es kommt, dass Schönheit aber auch in weniger extremen Situationen in unserem Leben eine immens wichtige Rolle spielt, soll unsere Ausarbeitung verdeutlichen. Darin möchten wir herausfinden, was es genau bedeutet beziehungsweise was der Mensch gemeinhin meint, wenn er jemanden als schön bezeichnet. Das Thema Schönheit ist ungemein komplex und könnte sicherlich selbst den Rahmen einer Dissertation sprengen. Unsere Ausarbeitung sollte deshalb lediglich als kurzer, wir hoffen aber nichtsdestotrotz als interessanter Einstieg in die Thematik angesehen werden.
Excerpt (computer-generated)
Fachhochschule Nordostniedersachsen
Fachbereich Wirtschaftspsychologie
Veranstaltung: Sozialpsychologie
2. Semester
Schönheit
von: Christina Fey und Daniel Schlier
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Definitionsansätze von Schönheit 3
2.1 Philosophischer Ansatz 3
2.2 Kulturhistorischer Ansatz 3
2.3 Attraktivitätsansatz 4
2.4 Attraktivität des Gesichts 4
3. Thesen über Attraktivität 5
3.1 Sozialbiologischer Ansatz 5
3.1.1 Kindchenschema 5
3.1.2 Reifekennzeichen 6
3.1.3 Ausdruckfeatures 6
3.2 Evolutionsbiologische Ansätze 7
3.2.1 Durchschnittsgesicht 7
3.2.2 Symmetrie 7
4. Schönheit in der Gesellschaft 8
4.1 Selbsterfüllende Prophezeiungen 8
4.2 Zuschreibung von positiven Eigenschaften 8
4.3 Schönheit in zwischenmenschlichen Beziehungen 10
5. Merkmale schöner Gesichter 11
6. Diskussion 14
Literaturverzeichnis 16
1. Einleitung
„Spieglein Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“. Die Antwort auf diese Frage fällt hier im Märchen Schneewittchen eindeutig aus. Welcher Spiegel jedoch sagt uns in der Realität, fern jeden Märchens, welcher Mensch schön ist? Wo kann man die Messlatte für die Schönheit des Menschen anlegen? Seit Menschengedenken be-chäftigen sich nicht nur Dichter, Künstler, Philosophen und Forscher mit dem Thema Schönheit, sondern auch für viele andere Menschen war Schönheit schon immer von großer Bedeutung (Henss, 1998), was wir gut nachzuvollziehen können, wenn wir uns zum Beispiel vor Augen führen, wie wichtig Schönheit für die zwischenmenschliche Anziehung ist. Schönheit ist allgegenwärtig - in der Werbung, im Fernsehen, auf Plakaten an Bushaltestellen und in so gut wie jeder Publikumszeitschrift werden uns schöne Menschen präsentiert. Alles zu schön, um wahr zu sein? „Schönheit hat ihren Preis“ sagt der Volksmund und warnt: „Wer schön sein will, muss leiden“. Traurige Beweise hierfür gibt es zu genüge - die, die sich fast zu Tode hungern oder durch missglückte Schönheitsoperationen entstellt bleiben, nur weil sie „schön“ sein wollten.
Wie es kommt, dass Schönheit aber auch in weniger extremen Situationen in unserem Leben eine immens wichtige Rolle spielt, soll unsere Ausarbeitung verdeutlichen. Darin möchten wir herausfinden, was es genau bedeutet beziehungsweise was der Mensch gemeinhin meint, wenn er jemanden als schön bezeichnet. Das Thema Schönheit ist ungemein komplex und könnte sicherlich selbst den Rahmen einer Dissertation sprengen. Unsere Ausarbeitung sollte deshalb lediglich als kurzer, wir hoffen aber nichtsdestotrotz als interessanter Einstieg in die Thematik angesehen werden. In Kapitel 2 suchen wir zunächst nach einer Definition für den Begriff Schönheit und zeigen die Bedeutung der Schönheit des menschlichen Gesichts auf. Anschließend stellen wir in Kapitel 3 unterschiedliche Erklärungsansätze vor, die einen Einblick geben sollen, weshalb bestimmte Merkmale die Attraktivität von Gesichtern beeinflussen. Danach widmen wir uns in Kapitel 4 der Frage, welche soziale Rolle Schönheit in unserer Gesellschaft spielt, d.h. wie das menschliche Verhalten proportional zur Schönheit anderer Menschen beeinflusst wird. Im abschließenden fünften Abschnitt unserer Ausarbeitung stellen wir konkrete und speziell geschlechtsspezifische Charakteristika vor, die die Schönheit menschlicher Gesichter entweder positiv oder negativ beeinflussen können.
2. Definitionsansätze von Schönheit
Auf der Suche nach einer Definition oder einer exakten Begriffsbestimmung, die uns erlaubt, einander besser zu verstehen, wenn wir vom Begriff Schönheit sprechen, fanden wir äußerst verschiedene Ansätze und Definitionen aus unterschiedlichen Epochen und in unterschiedlichsten Disziplinen. Nicht nur in Geschichte, Philosophie, in Kunst und Literatur variiert die Vorstellung davon, was schön ist, sondern auch je nach Land, Kultur oder Gesellschaft gibt es stark divergierende Ansichten.
2.1 Philosophischer Ansatz
Immanuel Kant (1764/1993) versuchte, Schönheit einzuordnen durch die Abgrenzung des „Erhabenen“ vom „Schönen“ und schrieb: „... blaue Augen und blonde Farbe [sind] dem Schönen näher verwandt. Ein etwas größeres Alter vereinbart sich mehr mit den Eigenschaften des Erhabenen, Jugend aber mit denen des Schönen“ (S. 16). Weiter schilderte er Schönheit durch folgende Merkmale: „Ein proportionierlicher Bau, regelmäßige Züge, Farben von Auge und Gesicht, die zierlich abstechen, lauter Schönheiten, die auch an einem Blumenstrauße gefallen und einen kalten Beifall erwerben“ (S. 48).
2.2 Kulturhistorischer Ansatz
„Schönheit ist relativ“, stellt Waltraut Posch (1999, S. 13) fest und bemerkt, welche Widersprüche auftreten können, wenn von Schönheit gesprochen wird. In einem bestimmten ethnischen und soziokulturellen Umfeld seien beispielsweise schöne Menschen „schlank und gestylt“ (S. 13). In einem anderen wiederum seien es diejenigen, die „ihre dicken Körper voller Stolz“ präsentierten (S. 14), oder aber wenn in bestimmten Gebieten Nordafrikas graue Haare schön seien, so würden wir in unserer Gesellschaft dies eher nicht als schön betrachten, da wir dazu neigten, Schönheit mit jugendlichem Aussehen zu verbinden. Erstaunlicherweise brachte selbst eine Untersuchung von über 200 primitiven Gesellschaften aus dem Jahre 1951 kein „... einziges übereinstimmenden Schönheitsmerkmal“ zu Tage (vgl. Dauschek, 1994, S. 60), was die Schwierigkeit der Suche nach einem gemeinsamen Nenner für Schönheit verdeutlicht.
2.3 Attraktivitätsansatz
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