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Termpaper, 2002, 30 Pages
Author: Abdelmajid Layadi
Subject: Economics / Business: Political Economics
Details
Institution/College: Hamburg University of Ecomomy and Policy (ök. Studiengang)
Tags: Elemente, Integrationstheorie, Projekt, Joint, Ventures
Year: 2002
Pages: 30
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 29 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-32887-6
ISBN (Book): 978-3-638-69224-3
File size: 485 KB
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Abstract
Im vorliegenden Beitrag wird versucht, eine allgemeine Darstellung wichtiger Elemente der ökonomischen Integrationstheorie zu skizzieren. Im einzelnen soll folgendermaßen vorgegangen werden: Das erste Kapitel widmet sich dem Begriff der ökonomischen Integration. Im weiteren Kapitel ( II ) werden die wichtigsten Formen ökonomischer Integration erörtert und zum Teil analysiert; im Anschluss werden die Motiven dieses ökonomischen Prozesses erwähnt. Dabei lässt sich feststellen, dass sich aus diesem Prozess sowohl Vor- als auch Nachteile ergeben. Im vierten Kapitel werden die wichtigsten ökonomisch-integrationstheoretischen Ansätze in Betracht kommen. Ein weiterer Ansatz der ökonomischen Integration ist eine Währungsunion, die eine vollständige Währungskonvertibilität, Beseitigung oder Begrenzung der Wechselkursschwankungen und vollständige Liberalisierung des Kapitalverkehrs innerhalb der Union fordert, oder sogar eine gemeinsame Währung schafft. Dieser Ansatz bildet einen eigenständigen Teil (Teil II ), in dem er ausführlich diskutiert wird. Am Schluss dieser Arbeit werde ich zu einigen Schwächen der erwähnten integrationstheoretischen Ansätze Stellung nehmen.
Excerpt (computer-generated)
Die Elemente der ökonomischen Integrationstheorie (Teil I)
von: Abdelmajid Layadi
7-9 Semesters
E i n l e i t u n g 3
I. Zum Begriff „ökonomische Integration“ 4
II. Formen und Ziele ökonomischer Integration 5
1. Formen ökonomischer Integration 5
1.1 Präferenzzone 5
1.2 Handelszone 5
1.3 Zollunion 6
1.4 Gemeinsame Märkte 6
1.5 Von der Wirtschaftsunion zur vollständigen Wirtschaftsunion 7
1.6 Politische Union 7
2. Ziele und Motive der ökonomischen Integration 8
III. Reale Integrationstheorie 9
1. Traditionelle und Neue Außenhandelstheorie 9
1.1 Die Traditionelle Außenhandelstheorie 9
1.2 Die Neue Außenhandelstheorie 10
2. Traditionelle Zollunionstheorie 12
3. Integration zu Protektionszwecken 13
4. Theorie des gemeinsamen Marktes 13
4.1. Faktormobilität im Zwei-Länder-Modell 14
4.2. Faktormobilität im Drei-Länder-Modell 15
5. Langfristige Wachstumseffekte 16
5.1 Die Neoklassische Wachstumstheorie 16
5.2 Die Neue Wachstumstheorie 17
S t e l l u n g n a h m e 19
A n h a n g 23
Q u e l l e n v e r z e i c h n i s 27
I n t e r n e t q u e l l e n 29
Referathandout 30
E i n l e i t u n g
Der Zusammenschluss von Staaten zu regionalen Integrationsräumen gehört seit dem Ende des zweiten Weltkriegs zur signifikanten Entwicklung in den internationalen Beziehungen1. Insbesondere die ökonomische Integration hat sich seit dem Ende der 80er Jahre weiter erheblich beschleunigt. So wurden, nach einer Studie der WTO, allein zwischen 1990 und 1995 über 30 ökonomische Integrationsräume etabliert2, vorwiegend in Europa, Nord- und Lateinamerika, in Asien, im arabischen Raum, aber auch in Afrika3. Dieses neue Phänomen (nämlich die Bildung ökonomischer Integrationsräume) wurde auch mit zahlreichen Veröffentlichung begleitet, die sich mit ihrem theoretischen Fundament beschäftigen. Ein neuer Wissenschaftszweig innerhalb der Volkswirtschaftslehre bildete sich heraus 4. Typische Fragestellungen dieses Wissenschaftszweiges sind: Lohnt es sich für ein Land, internationalen Handel zu betreiben? Wäre es dabei sinnvoll, die Märkte für Güter und Dienstleistungen sowie Kapital und Arbeit gegenüber anderen Volkswirtschaften zu öffnen oder eine protektionistische Politik zu bevorzugen? Wie verteilen sich die Wohlfahrtsgewinne bzw. - verluste aus internationalen Integrationsbestrebungen auf die Teilnehmer und die einzelnen Wirtschaftssektoren innerhalb eines Integrationsraumes? Entsteht der restlichen Staatengemeinschaft durch regionale Integrationsfortschritte ein Schaden? Welche Kosten und Nutzen sind mit der Etablierung unwiderruflich fester Wechselkurse mit den Nachbarländern oder mit einer gemeinsamen Währung verbunden? Sollte eine politische Integration den realen und monetären Integrationsprozess begleiten? Führen Integrationsprozesse zu regionalen oder länderspezifischen Agglomerationen von Industrien oder doch eher zu einer diversifizierten Produktionsstruktur?5 Die Antwort auf alle diese komplexen Fragestellungen bildet den Kernbereich dieser jungen Wissenschaftszweige der Volkswirtschaftslehre.
Im vorliegenden Beitrag wird versucht, eine allgemeine Darstellung wichtiger Elemente der ökonomischen Integrationstheorie zu skizzieren. Im einzelnen soll folgendermaßen vorgegangen werden: Das erste Kapitel widmet sich dem Begriff der ökonomischen Integration. Im weiteren Kapitel ( II ) werden die wichtigsten Formen ökonomischer Integration erörtert und zum Teil analysiert; im Anschluss werden die Motiven dieses ökonomischen Prozesses erwähnt. Dabei lässt sich feststellen, dass sich aus diesem Prozess sowohl Vor- als auch Nachteile ergeben. Im vierten Kapitel werden die wichtigsten ökonomisch-integrationstheoretischen Ansätze in Betracht kommen. Ein weiterer Ansatz der ökonomischen Integration ist eine Währungsunion, die eine vollständige Währungskonvertibilität, Beseitigung oder Begrenzung der Wechselkursschwankungen und vollständige Liberalisierung des Kapitalverkehrs innerhalb der Union fordert, oder sogar eine gemeinsame Währung schafft. Dieser Ansatz bildet einen eigenständigen Teil (Teil II ), in dem er ausführlich diskutiert wird. Am Schluss dieser Arbeit werde ich zu einigen Schwächen der erwähnten integrationstheoretischen Ansätze Stellung nehmen.
I. Zum Begriff „ökonomische Integration“
Der Begriff „ökonomische Integration“ wurde erst ab den vierziger Jahren in der sozialökonomischen Literatur verwendet6. Er bezeichnet im allgemeinen einen „Zustand oder Prozess des Zusammengehens eigenständiger Volkswirtschaften zu einem größeren Wirtschaftsraum“7, oder anders formuliert, Integration geht einher mit dem Abbau der die internationalen ökonomischen Aktivitäten zwischen den Mitgliedsländern einschränkenden Barrieren, die im Art 2 des EGW- Vertrags erwähnt werden8. Entsprechend dieser Definition bestehen zwei Perspektiven ökonomischer Integration, nämlich statische und dynamische Perspektive. In einer statischen Perspektive kann man die ökonomische Integration als Zustand sehen, in dem einzelne Länder nach einem abgeschlossenen Integrationsprozess als wirtschaftliche Einheit aufgefasst werden. Nach der dynamische Perspektive stellt die ökonomische Integration einen Prozess dar, durch die ökonomischen Barrieren zwischen den Produkten und Faktormärkten unabhängiger Volkswirtschaften innerhalb eines integralen Wirtschaftsraumes schrittweise abgebaut wird, um die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt der Mitgliedsländer zu steigern9. Dementsprechend ist die ökonomische Integration ein permanent kontinuierlicher Prozess, der verschiedene Formen und Ziele hat. Welche sind die Formen und Ziele dieses Prozess?
II. Formen und Ziele ökonomischer Integration
1. Formen ökonomischer Integration
In Anlehnung an die Balassa-Typologie (1965) lassen sich mehrer ökonomische Integrationsstufen beschreiben, die wie im Anhang Abbildung Nr.: 1 dargestellt werden10. Eine nicht in der Balassa-Typologie erwähnte Form der ökonomischen Integration ist die Präferenzzone11. Was versteht man eigentlich unter Präferenzzone als Modell ökonomischer Integration? Worin unterscheiden sich die verschiedenen Modelle bzw. Formen von- einander?
1.1 Präferenzzone
Die Entstehung einer Präferenzzone erfolgt, „wenn sich mindestens zwei Länder vertraglich verpflichten, sich Vorzugsbedingungen für den Handel mit bestimmten Gütern einzuräumen. Zölle für bestimmte Produkte werden teilweise oder ganz abgebaut. Dabei kann die Höhe der gegenseitig eingeräumten Präferenz unterschiedlich sein. Drittländern wird die Präferenz nicht zugestanden. Höhere Ein- und Ausführquoten, verglichen mit der Ausgangssituation, sind ebenso denkbar“12. Als Beispiel für eine Präferenzzone kann hier das British Commonwealth Preference Scheme genannt werden, das 1932 von Großbritannien und einigen ehemals dem British Empire angehörenden Staaten etabliert wurde.
1.2 Handelszone
[...]
1 Vgl. Kaiser Robert, Von der regionalen zur kontinentalen Integration, in: http://www.robertkaiser. de/BremenI.PDF
2 World trade organization (WTO), Regionalism und the World Trading System, Genf 1995, S.1.
3 Beispielsweise; afrikanische Union (OAU), oder Al Maghreb-Union (die nordafrikanischen Staaten: Algerien, Mauretanien; Algerien, Libyen, Tunesien, Marokko)
4 Vgl. Blank/ Clausen/ Wacker, Internationale ökonomische Integration, (Vorwort)
5 Vgl. Wim Kösters/ Rainer Beckmann / Martin Hebler, Elemente der ökonomischen Integrationstheorie, in: Loth, w., Geschichte der europäischen Integration: S., 36
6 Vgl. Fritz Machlup, A History of Thought on Economic Integration, S., 9
7 Blank / Clausen / Wacker, 1998: Internationale ökonomische Integration, München: Vahlen. S. 31
8 Siehe Kapitel II, 2,
9 Vgl. Wim Kösters/ Rainer Beckmann / Martin Hebler, Elemente der ökonomischen Integrationstheorie, in: Loth, w., Geschichte der europäischen Integration: S., 35
10 Siehe im Anhang, Abbildung Nr.:1 S., 25
11 Zu dieser Form ökonomischer Integration siehe die Abbildung Nr.:2 S., 25
12 Blank/ Clausen/ Wacker, Internationale ökonomische Integration, S., 32
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