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Scream - Kino der Zitate

Hauptseminararbeit, 2002, 29 Seiten
Autor: Jule Schäfer
Fach: Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Details

Veranstaltung: HS: "Filmästhetik des Schreckens"
Institution/Hochschule: Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (Institut für Medienforschung)
Tags: Scream, Kino, Zitate, Filmästhetik, Schreckens
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 29
Note: 2,5
Literaturverzeichnis: ~ 4  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V32329
ISBN (E-Book): 978-3-638-33077-0

Dateigröße: 247 KB


Textauszug (computergeneriert)

Scream - Kino der Zitate

von: Jule Schäfer

5. Semester

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 2

2. Vorstellung 2

2.1 Die Macher kurz vorgestellt 2

2.1.1 Wes Craven 2
2.1.2 Kevin Williamson  3

2.2 Der Film kurz vorgestellt  4

3. Geschichte des Teen-Horrorfilms 4

4. Definition 7

5. Der Film  8

5.1 Inhalt und Deutungsansätze  8

5.1.1 Der Prolog  8
5.1.2 Sidney Prescotts Geschichte beginnt 9
5.1.3 Der erste Angriff  9
5.1.4 Die Geschichte geht weiter  9
5.1.5 Der Tod eines Erwachsenen  10
5.1.6 School’s Out For Summer  10
5.1.7 Partytime  11
5.1.8 Showtime 11
5.1.9 Am Rande notiert  12

5.2 Aufbau 14

5.2.1 Handlungsstränge  14
5.2.2 Verteilung einzelner Momente 15

5.3 Kriterien des Horrorfilms 17
5.4 Intertextualität 20

6. final girl  21

7. Serienkiller 22

8. Fazit 23

9. Anhang: Namedropping und Regeln  24

10. Filmografie 27

11. Literaturnachweis  28


 

1. Einleitung

Der Film SCREAM von Wes Craven aus dem Jahr 1996 ist eine ironische Inszenierung des Horrorfilm-Genres. Durch SCREAM wurde eine neue Teen- Horrorwelle ausgelöst und der Film wurde zur Legende, wodurch sowohl Craven als auch der Autor Kevin Williamson ihren Durchbruch feierten. Durch zahlreiche Zitate anderer Horrorfilme hat Craven mit SCREAM ein ‚Kino der Zitate’ geschaffen, wodurch dieser Film Kult wurde für Fans und Kenner des Genres. Im Folgenden wird nun darauf eingegangen, in welcher Art und Weise Horrorfilme zitiert werden, das Genre durch eine Selbstreflexion vorgestellt wird und was den Reiz daran ausmacht. Zuvor werden jedoch der Regisseur sowie der Autor vorgestellt und ein kurzer Einblick in die Geschichte des Teen-Horrorfilms gegeben. Anhand einer Grafik werden außerdem verschiedene Momente im Film beleuchtet mit dem Versuch einer Deutung.

2. Vorstellung

2.1 Die Macher kurz vorgestellt

2.1.1 Wes Craven

Am 2. August 1932 wird Wes Craven in Cleveland, Ohio geboren. Seine Eltern waren strenggläubige Baptisten und aufgrund ihres Glaubens war in ihrem Haus Fernsehen unerwünscht. Ins Kino durfte er nur selten und dann nur in seichte Unterhaltungsfilme ohne Sex und Gewalt. Erst im Erwachsenenalter hatte er die legendären Horrorfilme gesehen, was vielleicht erklärt, warum er weitaus weniger Respekt vor vielen großen Klassikern des Genres besitzt. Als Craven sechs Jahre alt war, ließen sich seine Eltern scheiden. Dieses Ereignis prägte Craven derart, dass es als übergreifendes Thema seine Filme durchzieht. Sowohl in NIGHTMARE ON ELM STREET (NIGHTMARE – MÖRDERISCHE TRÄUME, USA 1984), in DER TÖDLICHE FREUND (DEADLY FRIEND, USA 1986) oder in SHOCKER (USA 1989), als auch in der SCREAM-Trilogie findet man die Zerstörung der Familienordnung bzw. den Zusammenbruch der gutbürgerlichen Fassaden vor1. Er studierte Philosophie, Psychologie und Literatur an der John-Hopkins-Universität in Baltimore und war danach lange Zeit als Dozent tätig. 1970 wechselte er zum Film und jobbte als Cutter bei Sex-Produktionen, bis er auf Sean S. Cunningham traf und 1972 seinen Provokationserfolg LAST HOUSE ON THE LEFT (DAS LETZTE HAUS LINKS) drehte. Trotz dieses Films dauerte es noch etwa zehn Jahre bis er mit NIGHTMARE ON ELMSTREET endgültig ein Kultregisseur wurde. Der damals fast 60jährige Craven unterstrich diesen Ruf dann durch die SCREAM-Trilogie und zählt heute zu DEN Regisseuren des Horrorgenres.2

2.1.2 Kevin Williamson

Kevin Williamson wurde am 14. März 1965 in New Bern, North Carolina geboren. Sein Vater war Fischer und seine Mutter unterhielt nach dem Umzug nach Aranas, Texas ein Hotel. Dadurch, dass seine Eltern viel arbeiteten und das Hotel weit außerhalb lag, wurde Williamson regelrecht zu einem TV-Junkie. Er hegte bereits in seiner Jugend eine große Bewunderung für die Horror-Klassiker und verbrachte viel Zeit im Kino3. Neben seinem Durchbruch mit dem Drehbuch zu SCREAM war er an weiteren Filmen beteiligt, zu denen er entweder die Grundidee lieferte, sie produzierte oder selbst das Drehbuch schrieb: ICH WEISS, WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST (I KNOW WHAT YOU DID LAST SUMMER, USA 1997, Jim Gillespie); FACULTY - TRAU KEINEM LEHRER (USA 1998, Robert Rodriguez); SCREAM2 (USA 1997); SCREAM 3 (USA 2000) und HALLOWEEN-H20 (USA 1998, Steve Miner). Regie führte er in TÖTET MRS. TINGLE (a.k.a. RETTET MRS. TINGLE, TEACHING MRS. TINGLE, USA 1999) wo er, ähnlich wie in seiner bekannten Jugendserie DAWSON’S CREEK, seine schwierige Schulzeit verarbeitet.4 In seiner Schulzeit schrieb er Drehbücher und verfilmte diese mit seinen Freunden, musste sich aber von einem Lehrer anhören, dass er dafür keine Begabung habe. Später versuchte er sich als Schauspieler, hatte aber keinen Erfolg.

2.2 Der Film kurz vorgestellt

Tödliche Angst liegt über Woodsboro. Ein mysteriöser, maskierter Mörder schleicht nachts durch die Stadt und terrorisiert die kalifornische Kleinstadt. Brutal und gnadenlos tötet er die hübsche Casey (Drew Barrymore) und ihren Freund. Die grausamen Morde lähmen das Leben in der Stadt, jeder fragt sich, wer der Täter sein könnte – ein gefundenes Fressen für sensationslüsterne TV-Journalisten wie Gale Weathers (Courtney Cox). Sidney Prescott (Neve Campbell), Caseys Klassenkameradin, wird durch die schrecklichen Ereignisse von den Geistern ihrer Vergangenheit eingeholt: Vor genau einem Jahr fiel ihre Mutter einem brutalen Verbrechen zum Opfer. Dabei hat Sidney genug mit den Problemen der Gegenwart zu kämpfen: Ihr Freund Billy (Skeet Ulrich) bedrängt sie und ihre Clique sieht die Morde als willkommenen Anlass, Videopartys mit Schauerfilmen zu veranstalten. Nur Sidney scheint den Ernst der Lage zu begreifen: Der Killer wird neue Opfer suchen. Jeder ist verdächtig. Niemand ist sicher. Und sie steht ganz oben auf seiner Todesliste...

3. Geschichte des Teen-Horrorfilms

Beschäftigt man sich mit der Geschichte des Teenhorrorfilms, so kommt man nicht an der Zeit vorbei, in der noch keine Teenager in den Kinos bzw. in den Filmen vorhanden waren. Vor allem das Genre des Horrorfilms war in den 30er und 40er Jahren eine reine Erwachsenendomäne. Bis in die 50er Jahre hinein waren Kinder und Jugendliche meist nur Statisten, die dazu da waren, die Familie zu komplettieren. Eine Ausnahme bildet hier Jacques Tourneurs Film THE LEOPARD MAN (USA 1943), der die erste Teenie-Slasher-Szene der Filmgeschichte beinhaltet. Die defensive Rolle der Teenager verschwand jedoch in den 50er Jahren, spätestens mit solchen Jugendstars wie James Dean, Natalie Wood, Dennis Hopper oder Sal Mineo, die zu den Ikonen der rebellierenden Jugend zählten: sie lebten das Gefühl des Rock′n′Roll und stellten sich offen gegen ihre Eltern und deren Ideale. Höhepunkt dieser Welle war Nicholas Rays DENN SIE WISSEN NICHT WAS SIE TUN (USA 1955). Neben dem Erfolg des Rock′n′Roll war vor allem der Siegeszug des Fernsehers einer der Hauptgründe, warum Teenager immer mehr in das Blickfeld der Filmemacher gerieten.

[...]


1 s. Kap. 5.1.4 Die Geschichte geht weiter, S. 8

2 s. Akteure unter: http://www.teenhorror.de

3 Westphal/Lukas 2000: 146f

4 s. Akteure unter: http://www.teenhorror.de


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