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Lern- und Prüfungsangst

Presentation (Elaboration), 2001, 16 Pages
Author: Tina Hermann
Subject: Pedagogy - Adult Education

Details

Event: Emotionen und Lernen in der beruflichen Bildung
Institution/College: University of Erfurt
Tags: Lern-, Prüfungsangst, Emotionen, Lernen, Bildung
Category: Presentation (Elaboration)
Year: 2001
Pages: 16
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V32396
ISBN (E-book): 978-3-638-33125-8

File size: 285 KB
Notes :
Inkl. 2 Seiten Handout



Excerpt (computer-generated)

Lern- und Prüfungsangst

von: Tina Hermann

 


1. EINLEITUNG 4

2. BEGRIFFE UND ABGRENZUNGEN 4

2.1 DEFINITION - PRÜFUNGSANGST 4
2.2 PRÜFUNGSANGST ODER LERNANGST 5
2.3 UNTERSCHIED LERNEN UND PRÜFEN 5

3. ANGSTTHEORIEN 6

3.1 EINLEITUNG 6
3.2 THEORETISCHE MODELLE 7

3.2.1 Ursprung und Entwicklung 7
3.2.2 Triebtheorie von HULL 7
3.2.3 Modell der Triebreize von SPENCE 7
3.2.4 Habit-Interferenz-Modell von MANDLER und SARASON, 8
3.2.5 State-Trait-Angstmodell von SPIELBERGER 9
3.2.6 Zwei Komponenten Theorie der Prüfungsangst (LIEBERT & MORRIS) 9
3.2.7 Performanz- Interferenz- Modell (PI) 10
3.2.8 Das Erweiterte Performanz-Interferenz-Modell (EPI) 10
3.2.9 Defizitmodell 10
3.2.10 Leistungsmotivation – Modell von Atkinson 10

3.3 ANGST UND SELBSTEINSCHÄTZUNG 11
3.4. PRÜFUNGSMOTIVATION 11

4. ERGEBNISSE 12

5. SCHULPÄDAGOGISCHE KONSEQUENZEN 13

6. PROVOKANTE THESE - DISKUSSION 13

LITERATUR 14

HANDOUT 15
 


 

1. Einleitung

Bei Studenten und Schülern ist das Emotionserleben von Lern- und Leistungssituationen durch eine erhebliche Emotionsvielfalt gekennzeichnet, wobei die gut untersuchte Emotion Prüfungsangst keineswegs die einzige häufiger erlebte Emotion ist.

Lern- und Prüfungsmotion stehen mit Lernmotivation, Lernverhalten und Leistung in engem Zusammenhängen. Dabei scheinen Lernemotionen mit Lern- und Leistungsvariablen enger verknüpft zu sein, als Prüfungsmotionen. Ferner ist zu konstruieren, dass Prüfungsangst keineswegs diejenige Emotion darstellt, welche die deutlichsten Lern- und Leistungsbezüge aufweist Trotzdem nimmt das Phänomen Angst im schulischen Kontext eine herausragende Stellung ein. Es wird definiert als „´unangenehmes´ Gefühl, das in Situationen auftritt, die als bedrohlich eingeschätzt werden. Schule kann Angst machen.. Neben anderen möglicherweise angstreduzierenden Elementen von Schule dürfte die facettenreiche Selbstwertbedrohung, die von regelmäßigen Leistungskontrollen und –bewertungen ausgeht, als Angstmotiv im Vordergrund stehen.“ (entnommen aus: Schwarzer in Schnabel, K. (1998, S. 4) Aufgrund ihrer Bedeutsamkeit hat sich die Forschung zu Lern- und Leistungsemotionen bisher fast ausschließlich mit Prüfungsangst als eine der Lern- und Leistungsemotionen beschäftigt. Sie ist deshalb gegenüber anderen Emotionen die einzige gut untersuchte leistungsbezogenen Emotion. In mehr als vier Jahrzehnten intensiver Forschung wurde unter anderem herausgefunden, dass - Prüfungsangst sich häufig bereits in der Grundschulzeit entwickelt, wobei diese Erfahrungen durch schulische Wettbewerbsstrukturen, Misserfolgserfahrungen und Überforderung durch Eltern und Lehrer begünstigt wird; - Prüfungsangst ihrerseits Lernleistungen beeinträchtigt und zu Misserfolgen beiträgt, da sie die Performanz bei kognitiven komplexen Aufgaben reduziert.

2. Begriffe und Abgrenzungen

2.1 Definition - Prüfungsangst

Prüfungsangst - (engl. examination anxiety, examination phobia) ist eine spezielle Erscheinungsform von Angst bzw. der Schulangst. Sie ist bedingt aus der Wechselwirkung zwischen der subjektiven Angstbereitschaft des Prüflings und der objektiven aktuellen Prüfungssituation mit ihren unkalkulierbaren Faktoren (z.B. Prüfer, Prüfungsstoff, Prüfungsvorgeschichte, Konsequenzen der Prüfung). Die Angstbereitschaft resultiert meist aus unbewussten oder bewussten Erlebnissen, die bis in die frühkindliche Lebensgeschichte zurückreichen können. Es kann sich um eine normale Prüfungsangst handeln, es kann aber auch schon eine neurotische Angst vorliegen, die das Resultat wiederholter und vielleicht verdrängter Gefahrenmomente ist. Unter vielfältigen Symptomen der Prüfungsangst sind zu nennen: schneller Herzschlag, Bluthochdruck, erhöhte Körpertemperatur, trockener Mund, Schweißbildung an den Innenhänden, aber auch Konzentrationsunfähigkeit, Gedankenblockierung, Vergesslichkeit, Neigung zu Zweifeln bis hin zu Fluchtreaktionen und Suizidversuchen.. Hilfen zum Abbau von Prüfungsangst sind offene Gespräche zwischen den Beteiligten, Simulationsspiele und in schweren Fällen eine Psychotherapie. (entnommen aus: H.Schnaub und K.Zenke (1995): Wörterbuch der Pädagogik)

2.2 Prüfungsangst oder Lernangst

Es ist zwischen Prüfungsangst und Lernangst zu unterscheiden. Dabei kann Prüfen: als rezeptiv, als Wissensproduktion und Lernen: als reproduktiv, als Wissenszuwachs definiert werden. Unter Lernen versteht man im weiteren Sinn die relativ dauerhafte Verhaltensänderung aufgrund von Erfahrung, von Interaktionen mit der Umwelt, den „einsichtigen" Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten. Ausgangszustand A verändert sich zu Endzustand B, der dazwischenliegende Prozess wird als Lernen bezeichnet, wenn er auf Erfahrungen, Interaktionen oder Einsicht gründet. Prüfen dagegen ist die Reproduktion von vorhandenem Wissen in einer bestimmten Situation zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Studien zeigen: Unterrichtliche und außerunterrichtliche Lernsituationen werden von Schülern überwiegend nicht als so selbstwertbedrohend wahrgenommen, wie die Prüfungssituation. Bezogen auf das Bedrohungserleben kann eine Definition von Lernängstlichkeit nicht gegeben werden, da nicht klar definiert werden kann, was als bedroht erlebt werden kann. Die zentrale Frage aber, ob die Lernsituationen, denen Schüler ausgesetzt sind und denen sie sich selber aussetzen, den gleichen hinreichenden Bedrohungswert für den Selbstwert aufweisen wie eine Prüfung , muss man eher verneinen.

Es besteht aber ein bedeutsamer Unterschied in der Betrachtungsweise aus schulpädagogischer und psychologischer Sicht. Psychologische Leistungsforschung wird in erster Linie als Testforschung gesehen, also in der Erforschung von psychologischen Abläufen in Prüfungssituationen. Aus pädagogischer Sicht stehen Lernprozesse im Vordergrund, im Unterricht (auch außerschulischer Unterricht). Prüfungen als Leistungsprüfungen sind dabei sekundär. Kurz gesagt verstehen unter Leistungsangst Psychologen eher Prüfungsangst und Pädagogen eher Lernangst.

2.3 Unterschied Lernen und Prüfen

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