Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Sansibar oder der letzte Account - Kollektive Identität auf Sansibar und ihre Ve... close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Sansibar oder der letzte Account - Kollektive Identität auf Sansibar und ihre Veränderung durch das Internet

Termpaper, 2004, 18 Pages
Author: Andreas Keller
Subject: Ethnology / Cultural Anthropology

Details

Event: „On the internet, nobody knows you’re a dog“ – Identitätskonzepte im Internet
Institution/College: LMU Munich (Institut für Ethnologie und Afrikanistik)
Tags: Sansibar, Account, Kollektive, Identität, Sansibar, Veränderung, Internet, Identitätskonzepte, Internet
Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 18
Grade: noch gut
Bibliography: ~ 17  Entries
Language: German
Archive No.: V32524
ISBN (E-book): 978-3-638-33223-1

File size: 124 KB


Excerpt (computer-generated)

Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Ethnologie und Afrikanistik
Proseminar: „On the internet, nobody knows you’re a dog“ –
Identitätskonzepte im Internet
Fachsemester: 3

Sansibar oder der letzte Account - Kollektive Identität auf
Sansibar und ihre Veränderung durch das Internet

von: Andreas Keller

 


Gliederung

1. Einleitung S 1

2. Das Konzept der Kollektiven Identität S 2

2.1.Definition von ethnischer Gruppe S 2
2.2.Ethnische Grenzen S 2
2.3.Codes kollektiver Identität S 3
2.4.Arten der Bildung kollektiver Identität S 3

2.4.1. Die legitimierende Identität S 3
2.4.2. Die Widerstandsidentität S 4
2.4.3. Die Projektidentität S 4

3. Anwendung am Beispiel Sansibars S 5

3.1.Allgemeine Daten über Sansibar S 5
3.2.Geschichte von Sansibar S 5
3.3.Ethnien auf Sansibar S 6

3.3.1. Afrikaner S 6

3.3.1.1. Schirazis S 6
3.3.1.2. Festland-Afrikaner S 7

3.3.2. Araber S 7
3.3.3. Andere S 7

3.4.Feldforschung S 8

3.4.1. Internet auf Sansibar S 8
3.4.2. Vorgehensweise S 9
3.4.3. Persönliche Anmerkungen zur Vorgehensweise S 9
3.4.4. Auswertung der Umfrage S 10
3.4.5. Persönliche Anmerkungen zum Ergebnis S 10

4. Schluss S 13

Danksagung S 14

Anhang

 

 

1. Einleitung

Kollektive Identität ist ein wichtiges Thema in unserer Zeit. Überall brechen Konflikte aus, in denen eine Ethnie gegen eine andere kämpft, obwohl beide rein äußerlich betrachtet keine Unterschiede aufweisen. Die zunehmende Globalisierung hat keine „globale Identität“ geschaffen, keinen Mischmasch aus den sich immer mehr vernetzenden Kulturen, sondern eher im Gegenteil noch eine Verstärkung der Ethnizität bei vielen Gruppen. Durch den Kontakt mit dem Fremden wird erst bewusst dass man ja eine Kollektive Identität hat, die anders ist als die der Fremden. Vor allem in Afrika, wo Politiker „Ethnizität als politische Ressource“ betrachten, sei man „ständig darum bemüht, ethnische Unterschiede (…) zu „objektivieren““ (Hartmann 1999: 8).

In dieser Arbeit soll zuerst eine Einführung darüber gegeben werden, was ethnische Gruppen überhaupt sind, wie sie sich von anderen abgrenzen und wie kollektive Identitäten gebildet werden, um dann auf ein konkretes Beispiel überzugehen: die teilautonome Inselgruppe Sansibar, die zum ostafrikanischen Staat Tansania gehört und immer wieder durch Sezessionsbestrebungen von sich reden macht. Zuerst wird die Geschichte des Archipels vorgestellt, die zur Verdeutlichung der heutigen ethnischen Verhältnisse unabdingbares Vorwissen ist, um dann auf die verschiedenen ethnischen Gruppen auf Sansibar einzugehen und schließlich im Rahmen einer Umfrage in verschiedenen Internetcafés der Inselhauptstadt die Frage aufzuwerfen, ob das WWW bei der Identitätsbildung auf Sansibar eine Rolle spielt.

2. Das Konzept der Kollektiven Identität

2.1. Definition von ethnischer Gruppe

Nach Fredrik Barth sind ethnische Gruppen eine Form sozialer Organisation, welche die Interaktion zwischen Menschen organisieren. Die Zuschreibung und Identifikation wird von den Mitgliedern der Gruppe selbst übernommen, die Gruppe selbst bestimmt die Unterscheidungsmerkmale im Vergleich mit anderen Gruppen in einem Prozess von „Ausschluss und Einbeziehung“. Dabei können manche Unterschiede ignoriert, andere überbewertet oder gar abgestritten werden. Die Unterscheidungsmerkmale lassen sich in zwei Bereiche aufteilen:

- offensichtliche Signale oder Zeichen: Nach diesen halten die Menschen Ausschau, um Zugehörigkeit zu einer Gruppe zu erkennen, oder man zeigt sie um seine ethnische Identität zur Schau zu stellen, meist Dinge wie Kleidung, Sprache oder allgemeiner Lebensstil.
- Grundlegende Wertorientierungen, an denen man Leistung oder Verhalten bewertet. Eines der wichtigsten Kriterien einer ethnischen Gruppe ist, dass sie von anderen unterscheidbar ist, d.h. dass sie Grenzen hat (Barth 1969: 10-14).

2.2. Ethnische Grenzen

Laut Barth sind ethnische Grenzen essentiell wichtig für das soziale Leben. Einem Mitglied derselben ethnischen Gruppe wird automatisch eine gewisse Gemeinsamkeit in bestimmten Dingen unterstellt, während die Zugehörigkeit zu einer anderen Gruppe schon von vorneherein Barrieren impliziert. Diese Grenzen werden nicht etwa durch interkulturellen Kontakt aufgeweicht, sie werden dadurch eher noch gestärkt: Bei der Aufrechterhaltung ethnischer Grenzen sind soziale Kontakte mit verschiedenen Kulturen beteiligt, denn die Grenzen können nur bestehen wenn ihre Unterschiedlichkeit deutlich gemacht wird (Barth 1969: 15-16).

2.3. Codes kollektiver Identität

Wie schon erwähnt ist die Konstruktion von Grenzen elementar bei der Erstellung einer kollektiven Identität. Grundlegende Unterscheidungen zwischen Vertrautem und Fremden existieren nur in den wenigsten Fällen, meistens gibt es eine Vielzahl gebündelter Unterscheidungen, mit der eine Gemeinschaft sich von Außenstehenden abgrenzt. Diese Bündelungen werden Codes genannt, sie koppeln meistens mehrere elementare Unterscheidungen so, dass sie situationswirksames Handeln ermöglichen. Codes besitzen drei wichtige Eigenschaften: - Entkoppelung: Man untersucht, inwieweit der Code von einer bestimmten Situation abkoppel- und auf eine andere übertragbar ist. Fehlt diese Entkoppelung und Übertragbarkeit ganz, so ist der Code nur für eine bestimmte Situation zu gebrauchen, ist sie aber beliebig, so ist er zwar theoretisch überall anwendbar, kann aber in der bestimmten Situation nicht mehr informieren.

- Angemessenheit: Man untersucht, ob der Code der Situation angemessen erscheint, ob er hilft das Problem zu lösen oder ob er Missverständnisse erzeugt.
- Präzision: Man untersucht, ob sich ein Code schnell und eindeutig in einer Situation nutzen lässt oder ob man Interpretationen und Verhandlungen benötigt. (Giesen 1999: 24-32).

2.4. Arten der Bildung kollektiver Identität

[...]


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:


This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/32524/sansibar-oder-der-letzte-account-kollektive-identitaet-auf-sansibar-und
please wait Please wait