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Moderne Kinderliteratur am Beispiel Peter Härtlings 'Ben liebt Anna' und allgemeine Aspekte der Lesemotivation und Leseförderung

Termpaper, 2004, 16 Pages
Author: Christina Kühnle
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies

Details

Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 16
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: German
Archive No.: V32602
ISBN (E-book): 978-3-638-33279-8

File size: 204 KB
Notes :
Diese Arbeit diente mir der Vorbereitung auf die mündliche Prüfung für das 1. Staatsexamen im Fach Deutsch für das Lehramt an Grundschulen.



Excerpt (computer-generated)

Moderne Kinderliteratur am Beispiel Peter Härtlings
„Ben liebt Anna“ und allgemeine Aspekte der
Lesemotivation und Leseförderung

von: Christina Werner

 


Gliederung

01. Einleitung 02

02. Historie 02

03. Moderne Kinder- und Jugendliteratur 03

04. Zweck und Charakteristik der modernen KJL 04

05. Besonderheiten des Erzählens von Peter Härtling 05

06. „Ben liebt Anna“ im Unterricht 07

07. Methodische Vorschläge 10

08. Lesemotivation und Leseförderung 11

09. Leseförderung im Unterricht 14

10. Literatur 16



1. Einleitung

Viele Kinder lesen gar nicht oder nur sehr wenig, manche verstehen nichts von dem was sie lesen oder finden es einfacher das Werk auf DVD zu schauen. Aber Warum? Diese Frage wird in dieser Arbeit nicht geklärt, doch es wird ein Kinderroman vorgestellt, der den Interessen eines heutigen Schulkindes entspricht. Denn nur, wenn den Kindern eine entsprechend interessante Lektüre angeboten wird, werden sie wieder mehr lesen … hoffentlich!

2. Historie

In der Aufklärung war das Kind ein Erziehungsobjekt, was auf die Zeit als Erwachsener vorbereitet wird und es konnte keine kindlichen Lebenswelten entwickeln. Auch in der Frühromantik gab es noch keine Kinderliteratur, sondern die Kinder sollten Volkspoesie rezipieren (Kindheit – Erwachsensein - Höhere Kindheit). Seit dem 18. Jahrhundert, der Romantik, wird in der Literatur das Kind als idealer Mensch dargestellt (Kind & Natur), das kindliche Wesen wird verklärt („Mythos vom Kinde“, siehe später Kästner, Spyri, Ende, Lindgren…). In der Spätromantik wurden dann erstmals Texte für Kinder geschrieben. Das Kindheitsbild der Romantik zeigte verklärende Momente von Kindheit & Natur. Des Weiteren wurde die Kindheit als bedrohter, gefährdeter Raum dargestellt (z.B.: E.T.A. Hoffmann „Nussknacker und Mausekönig“). Nach der Romantik gab es einen „Rückfall“ in aufklärerische Ansichten. Der „Mythos vom Kinde“ wird von Warngeschichten vor Folgen bösen Tuns und kindlicher Unarten abgelöst. (z.B.: Heinrich Hoffmann „Struwwelpeter“, Johanna Spyri „Heidi“ - „Mythos vom göttlichen Kinde“, Natur & Gott). Im 20. Jahrhundert dann, war die Sprache von dem „Mythos vom Kinde“ mit Vorbildern, Abenteuern und Moral (z.B.: Erich Kästner „Emil und die Detektive“). Man verabschiedete sich von dem einseitig extrovertierten, heiteren und ausgeglichenen Kinderfigurentypus (z.B.: Peter Härtling, Kirsten Boie, Mirjam Pressler, Gudrun Mebs).

3. Moderne Kinder- und Jugendliteratur (KJL)

Ende der 40er Jahre war die KJL wie vor der NS-Zeit, es gab z.B. Umweltgeschichten, Kunstmärchen, Mädchenliteratur, „Heidi“, „Struwwelpeter“, „Pippi Langstrumpf“. In den 50er Jahren wurde eine heile Kinderwelt und eine abenteuerliche Jugendwelt dargestellt, wie z.B. in „Hanni und Nanni“, „Emil und die Detektive“, „Robinson Crusoe“, „Gulliver´s Reisen“ und „Moby Dick“. Raum für neue Phantasie kam in den 60er Jahren auf. Neue Kinderbuchklassiker erstanden, sowie phantastische Erzählungen (z.B.: „Die kleine Hexe“, „Räuber Hotzenplotz“). Außerdem gab es Krieg, Unterdrückung und Verfolgung als Thematik und erstmals wurden auch Altersstufen für Leser eingeführt. Die Kinder- und Jugendliteratur wurde zuerst durch Anna Krüger in den Unterricht einbezogen. In den 70er Jahren ging es eher rebellisch zu, es kam zum Einzug gesellschaftspolitischer und sozialkritischer Themen in die KJL (z.B.: „Das war der Hirbel“, „Oma“, „Ben liebt Anna“, „Vorstadtkrokodile“). Die Leser werden ernst genommen und als mündige Partner behandelt, neue Verlage wurden gegründet und es gab eine deutliche Qualitätssteigerung in der KJL. In dieser Zeit entstanden z.B. „Momo“, „Die unendliche Geschichte“, Sachbücher und erstmals auch Mädchenbücher. Pädagogische Institutionen nehmen sich in den 80er Jahren der KJL an und es kommt zu einer Erweiterung des Themenarsenals sowie zu Veränderungen im historisches Jugendbuch und Abenteuerbuch (Erfahrungen von Dritter Welt). Progressive Mädchenliteratur entsteht (z.B.: „Lady Punk“, „Mit Jacob wurde alles anders“). In der DDR war zu dieser Zeit Benno Pludra sehr gefragt. In den 90er Jahren entdeckte man die „Veränderte Kindheit“ in den Themen. Es kam zu einer Umwälzung des Medienumfelds und somit zur Medienverbundliteratur (Buch zum Film, Hörbuch, häufiger Wechsel von Erzählperspektiven, schnelle Schnittfolgen). Die Unterscheidung vom Jugend– zum Erwachsenenbuch wurde immer schwieriger und es gab einen regelrechten Sachbuch-Boom. Es ging der Trend zu Philosophie, Religion und Mythen (z.B.: „Sophies Welt“). Die KJL dieser Zeit trifft das Weltverständnis, die Gefühlslage, den Erfahrungshintergrund und die Identitätsprobleme von Kindern besser. Sie nimmt die Kinder als gleichberechtigte Subjekte an und die Protagonisten sind meist im Alter der Leser. Die Bezüge von der fiktiven Welt zu den eigenen Erfahrungen nehmen zu und die vervielfachten Medienangebote haben die Nutzung und den Umgang mit der Literatur verändert und ihren Stellewert im Leben der Kinder gemindert.

4. Zweck und Charakteristik der modernen KJL

[...]


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