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Seelsorge im Internet

Diploma Thesis, 2000, 89 Pages
Author: Elisabeth Dendorfer
Subject: Theology - Practical Theology

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2000
Pages: 89
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 81  Entries
Language: German
Archive No.: V328
ISBN (E-book): 978-3-638-10237-7

File size: 875 KB


Excerpt (computer-generated)

Universität Regensburg
Katholisch-Theologische Fakultät

Seelsorge im Internet

Diplomarbeit im Fach Pastoraltheologie
Betreuer: Prof. Dr. Konrad Baumgartner

Dr. Peter Scheuchenpflug

Elisabeth Roßbauer

Regensburg, 15.12.2000

Inhaltsverzeichnis
Einleitung ... 5
1. Seelsorge ... 6
   
1.1 Begriff "Seelsorge" ... 7
    1.2 Abgrenzung der beschriebenen Seelsorge ... 7
    1.3 Begriff der Seelsorge in Bezug auf das Alte und Neue Testament ... 8
        1.3.1 Biblische Grundlage ... 8
        1.3.2 Orientierung an der Person Jesus ... 9
    1.4 Praxis ... 10
        1.4.1 Verbalisierung des Problems ... 10
        1.4.2 Dialog ... 10
        1.4.3 Wechselseitigkeit ... 10
        1.4.4 Grundhaltungen ... 11
            1.4.4.1 Emotionale Wärme ... 12
            1.4.4.2 Echtheit ... 12
            1.4.4.3 Verstehen ... 12
            1.4.4.4 Fazit ... 13
        1.4.5 Gesprächspsychotherapie ... 13
        1.4.6 Fehlverhalten ... 15
    1.5 Ziele der Seelsorge ... 16
        1.5.1 Sinnvolleres Leben ... 16
        1.5.2 Hoffnung wecken ... 17
        1.5.3 Gottesbegegnung ... 18
    1.6 Seelsorge im Verhältnis zu Therapie ... 18
    1.7 Bevollmächtigung zur Seelsorge ... 19

2. Angebote ... 20
    2.1 Internet ... 20
        2.1.1 Arten der Kommunikation ... 20
            2.1.1.1 E-mail ... 22
            2.1.1.2 Chat ... 24
            2.1.1.3 Forum, "Schwarzes Brett" ... 26
        2.1.2 Eigenschaften ... 28
            2.1.2.1 Anonymität ... 28
            2.1.2.2 Zeit ... 29
            2.1.2.3 Schrift, Sprache, Emoticons ... 30
            2.1.2.4 Distanz ... 32
    2.2 Konkrete Angebote ... 32
        2.2.1 Trauerarbeit ... 32
        2.2.2 Lebensbegleitung ... 34
        2.2.3 Information ... 34
        2.2.4 Beichte ... 35
            2.2.4.1 Sünde ... 35
            2.2.4.2 Legitimität und Sinn ... 36
            2.2.4.3 Fazit ... 38
        2.2.5 Gottesdienste ... 39
        2.2.6 Gemeinschaften ... 41
            2.2.6.1 Christliche Gemeinden ... 41
            2.2.6.2 Selbsthilfegruppen ... 43
        2.2.7 Anliegenbücher ... 43
        2.2.8 Bibelkreis ... 44
        2.2.9 Gebet ... 44
        2.2.10 Sonstiges ... 45
    2.3 Statistiken ... 45
        2.3.1 Zahlen ... 45
        2.3.2 Themengebiete der Anfragen ... 48
        2.3.3 Seelsorger ... 51

3. Evaluation ... 52
   
3.1 Vor- und Nachteile des Mediums ... 52
        3.1.1 Anonymität ... 52
        3.1.2 Demokratie ... 55
        3.1.3 Identität ... 55
        3.1.4 Kontaktschwelle ... 56
        3.1.5 Eigeninitiative ... 57
        3.1.6 Vertrautheit der Umgebung ... 57
        3.1.7 Distanz und Nähe ... 57
        3.1.8 Eigene Verfügbarkeit ... 58
        3.1.9 Kontrollierbarkeit ... 59
        3.1.10 Diskretion ... 60
        3.1.11 Informationszeitalter ... 60
        3.1.12 Internet-Abhängigkeit ... 61
        3.1.13 Ethik des Internet ... 61
    3.2 Auswirkungen des Medium Internet auf die Seelsorge ... 63
        3.2.1 Anwesenheit ... 63
        3.2.2 Gemeinschaft ... 64
        3.2.3 Kontakt ... 65
        3.2.4 Verbalisierung der Gefühle ... 66
        3.2.5 Fazit ... 67
    3.3 Beispiele ... 67

4. Anforderungen ... 68
   
4.1 Anforderungen an die Angebote ... 68
        4.1.1 Teamarbeit ... 68
        4.1.2 Weitervermittlung ... 69
        4.1.3 Vernetzung ... 69
        4.1.4 Benennung des Anbieters ... 69
        4.1.5 Bewahrung des Seelsorgegeheimnisses ... 70
        4.1.6 Genaue Zeitangaben ... 70
        4.1.7 Redakteur ... 70
        4.1.8 Engagement der Kirchen ... 71
        4.1.9 Förderung des Begriffes "Internetseelsorge" und des Bekanntheitsgrades ... 71
    4.2 Anforderungen an die Internetseelsorger ... 72
        4.2.1 Aufmerksamkeit ... 72
        4.2.2 Technische und inhaltliche Schulung ... 72
        4.2.3 Selbstannahme ... 73
        4.2.4 Gesprächskompetenz ... 73
        4.2.5 Rechtliches Wissen ... 73
    4.3 Chancen, Förderungsmöglichkeiten ... 74
        Vorstellung des Konzeptes "seelsorge.de" ... 75
    4.4 Zukunftsausblick ... 76

5. Zusammenfassung ... 77

6. Literaturverzeichnis ... 79
   
6.1 Quellen ... 79
    6.2 Sekundärliteratur ... 81
        6.2.1 Internet ... 81
        6.2.2 Sonstige Literatur ... 82
        6.2.3 Vorlesung ... 86

Anhang
Überblick über Seelsorgeangebote im Internet

Einleitung
Bereits 1996 veröffentlichte die "Zeitung kritischer Christen. Publik-Forum" nebenstehenden Cartoon. Einzelne Menschen sitzen isoliert vor ihren Computern, die durch ein Kabelnetz verbunden sind, ohne scheinbar vom anderen zu wissen. Wenn man den Cartoon ernst nimmt, kann man daraus erschreckende Zukunftsvisionen erkennen, die nach damaliger Meinung das Internet auslösen könnte.
Die Diskussion um den Gebrauch des Internet dreht sich um zwei unterschiedliche extreme Standpunkte: Die einen sehen es als richtungsweisend für unser ganzes zukünftiges Leben und sie prognostizieren für Firmen, die nicht am "e-commerce" (der Handel über die Datennetze) teilhaben wollen, geringe bis keine Umsätze mehr und sprechen von "Zukunftsvisionen". In ihnen sei alles alltägliche vernetzt und über das Netz gesteuert bis hin zum Kühlschrank, der per Internet automatisch die ausgegangene Milch neu nachbestellt. Die anderen befürchten eine zunehmende Vereinsamung der Gesellschaft: Anstatt mit den Mitmenschen selbst zu sprechen, kommuniziert man über ein Hilfsmittel miteinander. Menschliches Verhalten in der Gesellschaft ändere sich durch das Internet grundlegend: Anstatt die Dinge direkt angehen zu wollen, schiebt man etwas dazwischen, man hat einen Schutz vor sich, der auch gegenüber Gemeinschaft "abschirmt".
Im obenstehenden Cartoon ist diese negative Erwartung der Auswirkungen des Internet im extremen Maße dargestellt: jeder Mensch sitzt einsam vor seinem Computer, starrt auf den Bildschirm und merkt nicht mehr, dass der Freund nur ein paar Schritte weiter zu erreichen wäre.
Diese beiden Ansichten sind wohl radikale Standpunkte. Das Internet birgt wohl Gefahren, aber auch viele positive Möglichkeiten, nicht nur für die Wirtschaft und die private Kommunikation, sondern auch zum Beispiel für die Seelsorge und die Pastoral.

Die vorliegende Diplomarbeit wird nach dem methodischen Dreischritt "Sehen - Urteilen - Handeln" aufgeteilt, der in der praktischen Theologie als vorherrschende Methode gilt1. Zunächst werden die Methoden der konventionellen Seelsorge dargestellt. Im Anschluss daran werden Kommunikationsmöglichkeiten des Internet und Angebote, die eine Sparte von Seelsorge im Internet zu realisieren versuchen, vorgestellt.
Der dritte Teil deckt aus dem oben genannten Dreischritt den Bereich "Urteilen" ab. Die ersten beiden Teile werden hier kritisch bewertet.
Im vierten Teil sollen schließlich die praktische Seite und Methoden dargestellt werden, die in Zukunft vermieden beziehungsweise gefördert werden sollen.
Wegen der ständigen Fluktuation der Angebote im Internet, war es sehr schwer, das zu behandelnde Thema einzugrenzen. Teilweise gab es Seelsorgeangebote zu Beginn der Recherchen noch, im Laufe der Arbeit waren sie bereits wieder eingestellt worden. Umgekehrt sind in dieser Zeit auch sehr viele neue Angebote entstanden. Bei dieser Arbeit handelt es sich deshalb um eine Momentaufnahme, in der vor allem Grundsätzliches zur "Seelsorge im Internet" dargestellt werden soll und zwar an Hand der etablierten Angebote. Dazu gibt es sehr wenig reflexive Literatur. Meine Arbeit bestand darin, ausschließlich aus Aufsätzen eine zusammenhängende Arbeit zusammenzustellen und Gedanken und Ideen nach Einzelaspekten zusammen zu stellen. Thematische Überschneidungen waren dabei nicht zu vermeiden.

1 Vgl. Mette, N., Sehen - Urteilen - Handeln. In: LThK3 9, 402.


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