Scholary Paper (Seminar), 2003, 18 Pages
Author: Diane Schmidt
Subject: English - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Details
Tags: Language
Year: 2003
Pages: 18
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-33458-7
File size: 205 KB
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Excerpt (computer-generated)
Language awareness
von: Diane Schmidt
1. Einleitung/ Was ist Language awareness (LA)? 2
2. Voraussetzungen/ Ziele der LA 3
2.1 Die fünf verschiedenen Domänen der Language awareness 5
2.1.1 Die affektive Domäne 5
2.1.2 Die soziale Domäne 5
2.1.3 Die politische Domäne 6
2.1.4 Die kognitive Domäne 6
2.1.5 Die Performanzdomäne 7
3. Der Erstsprachenerwerb in der Grundschule 9
3.1 Grammatikunterricht 10
4. Englischunterricht an deutschen Grundschulen 10
5. Methoden und Techniken zur Vermittlung von Fremdsprachen 13
5.1 Das Hörverstehen 13
5.2 Das Sprechen 14
5.3 Das Lesen 15
5.4 Das Schreiben 16
6. Fazit 18
7. Literaturverzeichnis 19
1. Einleitung/ Was ist Language awareness (LA)?
Die englische Sprache ist heute eine der weit verbreitetsten Sprachen der Welt, überall wo man hinkommt, wird Englisch gelernt und gesprochen, viele Worte sind bereits im Englischen Gang und Gebe. Gerade in Deutschland wird erheblich darüber diskutiert, ob und inwiefern es sinnvoll ist, Englisch bereits in der Grundschule zu lehren und wie man sich diese Kenntnisse in den Folgeschulen zu Nutze machen kann. Ein wichtiges Konzept dabei ist die language awareness, oder auch deutsch: Sprachlernbewusstheit, die aus dem Fremdsprachenlernprozess nicht wegzudenken ist, ja sogar Voraussetzung für diesen ist. Language awareness ist eine Form der Sprachbewusstheit, die dann zustande kommt, wenn die eigene Sprache, also die Muttersprache, durch den Kontrast zu einer anderen Sprache bewusst, verinnerlicht und erkannt wird.1 Donmall (1985) betrachtete language awareness als „Sensibilität gegenüber den Struktureigenheiten von Sprache und ihrer Funktion im menschlichen Zusammenleben.“ 2
Eric Hawkins stellte 1981 ein Konzept vor, welches er als Awareness of Language betitelte. Die schlechten Ergebnisse des Unterrichts in der Grundschule sollten durch einen Ergänzungskurs zu dem normalen Fremdsprachenunterricht verbessert werden. Dabei wurde darauf Wert gelegt, dass die Muttersprache verbessert wird und gleichzeitig ein effektiveres Fremdsprachenerlernen stattfindet. Ein sprachbewusster Mensch ist also in der Lage, die eigene Muttersprache genauestens zu analysieren und auszuleben und gleichzeitig lernt er eine, zwei oder gar noch mehr Fremdsprachen, was man in der Umgangssprache auch gern als Sprachbegabtheit bezeichnet. Language awareness bezeichnet also die Sprachbewusstheit, die Sensibilität für verschiedene Sprachen und ihre Merkmale und Funktionen und gilt als ein didaktisches Konzept zur Erziehung zur Mehrsprachigkeit. 3 In unserer Hausarbeit möchten wir vorerst erklären, was language awareness für den Fremdsprachunterricht bedeutet, ob der Englischunterricht in den unteren Schulbereichen wirklich förderlich ist und welche Methoden und Techniken zu ihrer Vermittlung den Grundschullehrern zur Verfügung stehen.
2. Voraussetzungen/ Ziele der LA
Claus Gnutzmann setzt die generelle These, dass das durch die Muttersprache entwickelte Sprachbewusstsein förderlich für den Fremdsprachenunterricht ist und dass die Muttersprache zu Beginn des Fremdsprachenlernens beim Kind bereits vollständig ausgeprägt ist. Die Fähigkeit des Beherrschens der Muttersprache ist also beim Fremdsprachlernprozess nicht mehr ausschließbar.4 Wichtig für den Fremdsprachenerwerb ist also die kommunikative Kompetenz, zu welcher die schriftliche und die mündliche Kompetenz erforderlich ist. 5 Die Defizithypothese von Bernstein erklärte den Gebrauch der Standardsprache als eine „wesentliche Voraussetzung für den Erwerb von schulischen (inhaltlichen und formalen) Qualifikationen“ 6 und somit auch für den Erwerb von fremdsprachlichen Kenntnissen. Hawkins schätzte die gegenwärtige Situation des schulischen Sprachenunterrichts negativ ein, was auf folgende Gründe zurückzuführen sein: 7
o mangelnder Zusammenhalt im Sprachenunterricht und dessen Inhalt, Lernziel und methodischer Vorgehensweise
o mangelnde Zusammenarbeit von Muttersprache und anderen Sprachunterrichten
o eurozentrische Orientierung in der Sprachenauswahl
o mehrheitliches Schulversagen durch mangelnde Kohärenz zwischen Mutter- und Fremdsprachenunterricht
o allgemeines Desinteresse an der eigenen und auch an der fremden Sprache- beispielsweise als Form der Kommunikation oder auch Kulturgut
Language awareness ist, wie schon erwähnt, die Fähigkeit der Beherrschung der eigenen Muttersprache und die Bereitschaft zum Lernen einer anderen, fremden Sprache. Ziel der LA ist es, mit Hilfe der Koppelung von Muttersprache und Fremdsprache den Schulstufenübergang zu überbrücken, die Neugier der Schüler für neue Fremdsprache zu wecken und verschiedene Sprachen und Kommunikationsformen in den Unterricht zu integrieren, um somit den Fremdsprachenunterricht und das Erlernen einer Fremdsprache zu erleichtern. 8
In England wurde der Faden der LA von Kingman und Cox durch das Konzept „Knowledge about language“ weitergesponnen, wobei hier vorrangig die durch den Muttersprachunterricht zu entwickelnden Lese- und Schreibfähigkeiten gemeint waren, und es sich nur hintergründig mit dem Zweitsprachenunterricht beschäftigt. 9
2.1 Die fünf verschiedenen Domänen der Language awareness
2.1.1 Die affektive Domäne
[...]
1 Schmid - Schönbein, Gisela: Didaktik Grundschulenglisch- Anglistik- Amerikanistik. Cornelsen Verlag, Berlin 2001, S. 55
2 ebenda, s. 56
3 http://www.learn -line.nrw.de/angebote/portfolio/info/seite_l.html
4 Gnutzmann, Claus/ Königs, Frank G.: Perspektiven des Grammatikunterrichts. Gunter Narr Verlag, Tübingen 1995, S. 267
5 Gnutzmann, Claus: Language awareness – Geschichte, Grundlage, Anwendungen. In: Praxis des neusprachlichen Unterrichts 44 (3), S. 227-228
6 ebenda, S. 229
7 ebenda, S. 231
8 Gnutzmann, Claus: Language awareness – Geschichte, Grundlage, Anwendungen. In: Praxis des neusprachlichen Unterrichts 44 (3), S. 231
9 ebenda, S. 231
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