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Termpaper, 2003, 31 Pages
Author: Andreas Pönisch
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance
Details
Institution/College: University of Applied Sciences Merseburg
Tags: Knowledge, Management, Einführungsprobleme, Problemlösungsalternativen, Unternehmensführung
Year: 2003
Pages: 31
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 18 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-33665-9
ISBN (Book): 978-3-638-65217-9
File size: 553 KB
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Abstract
Knowledge Management, auch Wissensmanagement genannt, hat sich in den letzten Jahren zu einem Schlagwort entwickelt. Doch was steckt dahinter? Zunächst wird dem Leser eine Einführung in die Thematik gegeben. Wichtige Begriffe, die zum Verständnis der Fragestellung beitragen, werden erörtert. Darauf aufbauend erfolgt in den anschließenden Kapiteln eine kritische Auseinandersetzung mit den Problemen, die bei der Einführung von KM entstehen können. Abschließend werden deren Lösungsalternativen aufgezeigt. Durch das Herausarbeiten der wesentlichen Probleme und zugehöriger Lösungen soll eine Hilfestellung bei der Einführung von Knowledge Management gegeben werden.
Excerpt (computer-generated)
Knowledge Management - Einführungsprobleme
und deren Problemlösungsalternativen
von: Andreas Pönisch
Inhaltsverzeichnis
4. Einleitung
5. Einführung in das Wissensmanagement
5.1. Bedeutung von Wissen
5.2. Begriffsbestimmung „Wissen“
5.3. Begriffsbestimmung „Management“
5.4. Was ist Wissensmanagement?
6. Probleme bei der Einführung von Wissensmanagement
6.1. Erläuterungen zu den Einführungsproblemen
7. Lösungsalternativen für Einführungsprobleme
7.1. Allgemeine Erläuterungen
7.2. Organisation von Wissensmanagement durch das Phasenmodell
7.3. Sensibilisierung der Mitarbeiter und Führungskräfte
7.4. Definition von Wissenszielen
7.5. Schwachstellenanalyse im Unternehmen
7.6. Definition von Potentialen
7.7. Projektierung im Unternehmen
7.8. Entwicklung und Implementierung
7.9. Kontrolle und Weiterentwicklung
8. Schlussbetrachtungen zur Thematik
9. Anhang
10. Quellenverzeichnis
4. Einleitung
Knowledge Management, auch Wissensmanagement genannt, hat sich in den letzten Jahren zu einem Schlagwort entwickelt. Doch was steckt dahinter? Zunächst wird dem Leser eine Einführung in die Thematik gegeben. Wichtige Begriffe, die zum Verständnis der Fragestellung beitragen, werden erörtert. Darauf aufbauend erfolgt in den anschließenden Kapiteln eine kritische Auseinandersetzung mit den Problemen, die bei der Einführung von KM entstehen können. Abschließend werden deren Lösungsalternativen aufgezeigt. Durch das Herausarbeiten der wesentlichen Probleme und zugehöriger Lösungen soll eine Hilfestellung bei der Einführung von KM gegeben werden.
5. Einführung in das Wissensmanagement
5.1. Bedeutung von Wissen
Um sich dem Thema zu nähern, erscheint zunächst eine kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff Knowledge Management erforderlich. Durch den Übergang von der Industrie- zur Wissensgesellschaft sind Unternehmen mehr denn je gefordert, vorhandenes Wissen zu bewahren und verfügbar zu machen. Der Boden für diese Entwicklung wurde durch die Globalisierung und durch den unaufhaltsamen technologischen Fortschritt, besonders in den letzten Jahren, bereitet. Die Zunahme der Wissensrelevanz spiegelt sich sehr deutlich in der Verschiebung der Produktionsfaktoren (vgl. Abb. 1) wieder. Wirft man einen Blick auf die Börse so wird schnell deutlich, dass neben dem Anlage- und Umlaufvermögen auch nicht- materielle Erfolgsfaktoren für die Marktkapitalisierung bzw. den Unternehmenswert bedeutsam sind. 1
Beispielsweise werden Firmen wie Coca-Cola oder Microsoft mit einem Vielfachen des Buchwertes bewertet (vgl. Abb. 2). Diese Unternehmen haben es verstanden ihr Wissen beständig auszubauen, und für die Entwicklung neuer Produkte zu verwenden. Das Unternehmenswissen, welches das wesentliche Kapital dieser Firmen darstellt, nimmt stetig zu. Dies führt zu Leistungssteigerungen des Betriebes von der Entwicklung bis zum Vertrieb. Die Nutzung dieses Wissens für neue Lösungen führt zu Innovationen. 2 In der wichtigsten Volkswirtschaft, den USA, schafft die Serviceindustrie mehr als Dreiviertel der Arbeitsplätze und zeichnet sich für 74 % des Bruttonationalproduktes verantwortlich. 3 Diese vorangestellten Überlegungen stellen die Bedeutung von Wissen in den Unternehmen deutlich heraus. Doch was ist „Wissen“ eigentlich? Wofür steht der Begriff „Management“? Und was ist gemeint, wenn man von „Wissensmanagement“ spricht?
5.2. Begriffsbestimmung „Wissen“
Für den Begriff „Wissen“ scheint es nicht die Lösung zu geben. In der Literatur gibt es dazu zahllose Beschreibungen, die sehr ungenau mit der Begriffsbestimmung umgehen. An dieser Stelle seien einige Beispiele aus der gängigen Fachliteratur genannt: „Wissen bezeichnet das Netz aus Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die jemand zum Lösen einer Aufgabe einsetzt.“ (Herbst 2000, S. 9) „… die Gesamtheit der Kenntnisse…“ (Probst/Raub/Romhardt 1997, S. 44) „Wissen ist… entgegen dem Verständnis klassischer Ansätze kein einfaches Produkt, keine Ressource, die beliebig verteilt, gespeichert und bewirtschaftet werden kann. Wissen ist vielmehr die Summe dessen, was sich in der Geschichte eines Unternehmens bewährt hat. Wissen ist daher nie gleich Wissen.“ (Soukup 2001, S. 270) Die aufgeführten Definitionen machen deutlich wie schwierig der Versuch der Begriffserklärung „Wissen“ eigentlich ist. Wissen wird zu ungenau dargestellt als das man eine konkrete Vorstellung damit verbinden könnte. Wissen wird darüber hinaus als „ultimative Ressource für Innovation“ bezeichnet. (Schmitz/Zucker 1996, S. 13) Neben den bekannten Ressourcen Arbeit, Kapital und Rohstoffe zeigt Wissen eine entscheidende Besonderheit auf.
„Während das Management klassischer Produktionsfaktoren ausgereizt zu sein scheint, hat das Management von Wissen seine Zukunft noch vor sich. Wissen ist die einzige Ressource, welche sich durch Gebrauch vermehrt.“ (Probst/Raub/Romhardt 1997, S. 15) Damit steht Wissen im Widerspruch zur definitionsgemäß knappen Ressource.4 Es wird deutlich, dass Wissen ein Begriff mit ganz besonderen Eigenheiten ist, die sich wie folgt darstellen: 1. Wissen ist eine „Lernbehinderung“ 2.Wissen ist eine „Zumutung“ 3. Wissen ist kontextabhängig Mit „Lernbehinderung“ ist gemeint, dass Wissen sich zu einem Widerstand gegen neues Wissen entwickeln kann. Das ist dann der Fall, wenn sich oft bewährtes Wissen so stark verfestigt, dass eine kritische Betrachtung nicht mehr erfolgt. Wissen als „Zumutung“ bedeutet, dass durch den Transfer von Wissen Probleme entstehen. Die Problematik besteht darin, dass dem Adressaten des Wissens zugemutet wird, sein aktuelles Wissen auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls zu ersetzen. Dabei wird oft unterstellt, dass sein Wissen nicht vollständig oder sogar falsch ist. Diese Darstellungsweise kann zur Ablehnung neuen Wissens führen. Wissen ist stets im Kontext zu sehen. Wissen ist somit immer von seiner Entstehungsgeschichte abhängig. Das bedeutet, dass Wissen nicht immer auf andere Situationen übertragbar bzw. anpassbar ist, da es nur in einem bestimmten Zusammenhang einen Sinn ergibt.5
Zum besseren Verständnis des Begriffs „Wissen“ soll an dieser Stelle auf die allgemeine Unterscheidung in implizites und explizites Wissen eingegangen werden. Implizites Wissen ist nur begrenzt verfügbar sowie sozial und zeitlich an den Besitzer gebunden. Dagegen ist explizites Wissen grundsätzlich allgemein verfügbar und zeitlich stabil. Explizites Wissen wird methodisch und systematisch in Datenbanken etc. angelegt.6 Die Unterscheidung dieser zwei Wissenstypen wird in Abb. 3 verdeutlicht. Die Umwandlung von expliziten in implizites Wissen und umgekehrt kann wie in Abb. 4 dargestellt stattfinden. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass durch die Ungenauigkeit des Wissensbegriffs unterschiedliche Vorstellungen damit in Verbindung gebracht werden. Dies kann zu Problemen bei Wissensmanagement-Projekten führen, wenn nicht sicher ist, welches Ziel damit verfolgt wird.7
5.3. Begriffsbestimmung „Management“
[...]
1 vgl. Herbst 2000, S. 16
2 vgl. Herbst 2000, S. 16-17
3 vgl. Schmitz/Zucker 1996, S. 14
4 vgl. Soukup 2001, S. 165
5 vgl. Soukup 2000, S. 201-205
6 vgl. Schmitz/Zucker 1996, S. 44
7 vgl. Soukup 2001, S. 146
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