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Bilanzanalyse am Beispiel der BASF AG

Scholary Paper (Seminar), 2004, 127 Pages
Authors: Christoph Peters, Niels Becker, Kai Holsten
Subject: Economics / Business: Accounting and Taxes

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2004
Pages: 127
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 54  Entries
Language: German
Archive No.: V33331
ISBN (E-book): 978-3-638-33831-8

File size: 2029 KB
Notes :
Die Seminararbeit enthält eine Bilanzanalyse am Beispiel der BASF AG. Dabei wird die Theorie der Bilanzanalyse stets vorangestellt. Anschließend wird diese auf die Jahresabschlüsse der BASF AG für die Jahre 2001 bis 2003 angewendet. Als Vergleichsunternehmen dienen Beiersdorf und Schering, deren Kennzahlen nach den gleichen Regeln bestimmt wurden.



Excerpt (computer-generated)

Universität Hannover
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Institut für Unternehmensrechnung und -besteuerung
Abteilung Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung

Hausarbeit
im Rahmen des Seminars „Bilanzanalyse“
Sommersemester 2004

Hannover, 24.05.2004

Bilanzanalyse der BASF-Gruppe
2001 - 2003

von 

Christoph Peters

Niels Becker, Kai Holsten

 

 

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsübersicht  I
Inhaltsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis VII
Abkürzungsverzeichnis IX

1 Problemstellung 1

2 Wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen 2
2.1 Historie 2
2.2 Unternehmensstruktur 2
2.3 Unternehmensstrategie und –konzepte 4
2.3.1 Allgemein4
2.3.2 Finanzwirtschaftliche Ziele 5
2.4 Konsolidierungskreis und rechtliche Besonderheiten 6
2.5 Die BASF-Aktie 6
2.5.1 Verlauf der Aktie 6
2.5.2 Entwicklung der Dividende 7
2.6 Ausblick 9

3 Finanzwirtschaftliche Analyse 10
3.1 Überblick  10
3.2 Vermögensstrukturanalyse  11
3.2.1 Aufgaben und Ziele der Vermögensstrukturanalyse 11
3.2.2 Das Verhältnis von Anlage- und Umlaufvermögen 11
3.2.2.1 Anlagenintensität  11
3.2.2.2 Sachanlagenintensität  14
3.2.3 Die Analyse des Anlagevermögens  15
3.2.3.1 Anlagenabnutzungsgrad  15
3.2.3.2 Investitionsquote 18
3.2.3.3 Wachstumsquote 19
3.2.4 Die Analyse des Umlaufvermögens 21
3.2.4.1 Umschlaghäufigkeit der Vorräte  21
3.2.4.2 Umschlaghäufigkeit der Forderungen  24
3.2.5 Kapitalumschlaghäufigkeit  26
3.2.6 Zusammenfassendes Teilurteil 27
3.3 Kapitalstrukturanalyse  28
3.3.1 Aufgaben und Ziele der Kapitalstrukturanalyse  28
3.3.2 Das Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital zum Gesamtkapital  28
3.3.3 Die Analyse der Eigenkapitalstruktur  32
3.3.4 Die Analyse der Fremdkapitalstruktur 34
3.3.5 Zusammenfassendes Teilurteil  35
3.4 Die horizontale Bilanzstrukturanalyse 36
3.4.1 Aufgaben und Ziele der horizontalen Bilanzstrukturanalyse  36
3.4.2 Die Analyse des Grundsatzes der Fristenkongruenz  37
3.4.2.1 Goldene Finanzierungsregeln  37
3.4.2.2 Sachanlagendeckungsgrad  40
3.4.2.3 Liquiditätsregeln  41
3.4.3 Zusammenfassendes Teilurteil  43
3.5 Der Cash Flow als Indikator der Finanzkraft  44
3.5.1 Aufgaben und Ziele des Cash Flow  44
3.5.2 Innenfinanzierungskraft  45
3.5.4 Dynamischer Verschuldungsgrad  47
3.5.5 Zusammenfassendes Teilurteil  49

4 Erfolgswirtschaftliche Analyse  50
4.1 Überblick  50
4.2 Erfolgsquellenanalyse  50
4.2.1 Aufgaben und Ziele der Erfolgsquellenanalyse  50
4.2.2 Der ordentliche Betriebserfolg  51
4.2.3 Der Finanz- und Verbunderfolg  52
4.2.4 Der Außerordentliche Erfolg   54
4.2.5 Der Bewertungserfolg   55
4.2.6. Zusammenfassendes Teilurteil  56
4.3 Die Segmentanalyse  56
4.3.1 Aufgaben und Ziele der Segmentanalyse  56
4.3.2 Die Segmentanalyse nach Tätigkeitsbereichen  57
4.3.3 Die Segmentanalyse nach Regionen  60
4.3.4 Zusammenfassendes Teilurteil 63
4.4 Die Aufwandsstrukturanalyse  64
4.4.1 Aufgaben und Ziele der Aufwandsstrukturanalyse  64
4.4.2 Personalintensität  65
4.4.3 Materialintensität   67
4.4.4 Weitere Intensitätskennzahlen  68
4.4.5 Zusammenfassendes Teilurteil  70
4.5 Die Rentabilitätsanalyse  71
4.5.1 Aufgaben und Ziele der Rentabilitätsanalyse  71
4.5.2 Gesamtkapitalrentabilität   71
4.5.3 Eigenkapitalrentabilität  74
4.5.4 Betriebsrentabilität  76
4.5.5 Umsatzrentabilität  77
4.5.6 Zusammenfassendes Teilurteil  79
4.6 Der Cash Flow als Indikator der Ertragskraft  79

5 Gesamturteilsbildung  83
5.1 Aufgaben und Ziele der Gesamturteilsbildung  83
5.2 Subjektive Gesamturteilsbildung  84
5.2.1 ROI-Schema  84
5.2.2 ROI-Aufspaltung in Eigenkapitalrentabilität und –quote   86
5.2.3 ROI-Aufspaltung in Umsatzrentabilität und Kapitalumschlagshäufigkeit  90
5.3 Quasi-objektive Gesamturteilsbildung   93
5.3.1 Das Saarbrücker Modell  93
5.3.2 Quantitativer Teil  93
5.3.3 Qualitativer Teil  96
5.4 Objektive Gesamturteilsbildung  97
5.5 Qualitative Bilanzanalyse  97
5.6 Zusammenfassendes Gesamturteil  99

Literaturverzeichnis  101

Anhang 107

Abbildungsverzeichnis
Abb. 2-1: Umsatz nach Regionen  3
Abb. 2-2: Entwicklung der Mitarbeiteranzahl  4
Abb. 2-3: Strategische Ziele  4
Abb. 2-4: Konsolidierungskreis  6
Abb. 2-5: Aktienverläufe  7
Abb. 2-6: Dividende 8
Abb. 2-7: Anzahl der Aktien  9
Abb. 3-1: Anlagenintensität  13
Abb. 3-2: Gesamtvermögen  13
Abb. 3-3: Sachanlagenintensität  15
Abb. 3-4: Anlagenabnutzungsgrad 17
Abb. 3-5: Investitionsquote  19
Abb. 3-6: Wachstumsquote  21
Abb. 3-7: Umschlaghäufigkeit der Vorräte  23
Abb. 3-8: Umschlaghäufigkeit der Forderungen  25
Abb. 3-9: Kapitalumschlaghäufigkeit  26
Abb. 3-10: Eigenkapitalquote (ausgewiesen und bereinigt)   30
Abb. 3-11: Eigenkapitalquote (bereinigt)   31
Abb. 3-12: Selbstfinanzierungsgrad  33
Abb. 3-13: Fremdkapitalstruktur 34
Abb. 3-14: Goldene Finanzierungsregeln  38
Abb. 3-15: Sachanlagendeckungsgrad   40
Abb. 3-16: Liquiditätsgrade  42
Abb. 3-17: Innenfinanzierungskraft und Wachstumsquote  46
Abb. 3-18: Dynamischer Verschuldungsgrad  48
Abb. 4-1: Ordentlicher Betriebserfolg  51
Abb. 4-2: Finanz- und Verbunderfolg  53
Abb. 4-3: Außerordentlicher Erfolg  54
Abb. 4-4: Bewertungserfolg  55
Abb. 4-5: Überblick über die Segmente der BASF 2003   58
Abb. 4-6: Entwicklung der Umsätze der einzelnen Segmente  59
Abb. 4-7: Werttreiber/-vernichter  60
Abb. 4-8: Umsatz nach Sitz der Gesellschaften 2003  61
Abb. 4-9: Entwicklung der Gesamtkapitalrentabilität in den Regionen  62
Abb. 4-10: Personalintensität  66
Abb. 4-11: Personalaufwand  67
Abb. 4-12: Intensitätskennzahlen  68
Abb. 4-13: Gesamtkapitalrentabilität  72
Abb. 4-14: Eigenkapitalrentabilität  74
Abb. 4-15: Betriebsrentabilität  76
Abb. 4-16: Umsatzrentabilität  78
Abb. 4-17: Vergleich CF mit JÜ und BE  80
Abb 4-18: Cash Flow-Rentabilitäten  81
Abb. 5-1: ROI (Grundvariante)  85
Abb. 5-2: Aufspaltung des ROI in EKQ und EKR   87
Abb. 5-3: EKR / EKQ-Diagramm  89
Abb. 5-4: Aufspaltung des ROI in KUH und UR  90
Abb. 5-5: UR / KUH-Diagramm   92
Abb. 5-6: Scoring Modell  95

[....]

Abkürzungsverzeichnis    

[....]

1 Problemstellung

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland belief sich im Jahr 2003 auf 39.320 Unternehmen und hat damit ein neues Rekordniveau erreicht. Prominente Beispiele für Insolvenzen im vergangenen Jahr waren der Elektronikhersteller Grundig und die Fluggesellschaft Aero Lloyd.2  Sollen sich aus den Insolvenzen nicht negative Auswirkungen für Kapitalgeber, Lieferanten und die weiteren Stakeholder ergeben, stellt sich für diese die Aufgabe, möglichst frühzeitig negative Entwicklungstendenzen bei den Unternehmen ausfindig zu machen, mit denen sie Geschäftsbeziehungen unterhalten. Ausgehend vom Zahlenmaterial des Jahresabschlusses und weiteren verfügbaren quantitativen und qualitativen Informationen soll daher mit Hilfe der Bilanzanalyse ein möglichst objektiver Überblick über die gegenwärtige wirtschaftliche Lage sowie der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung von Unternehmen gewonnen werden.3

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die wirtschaftliche Lage der BASF zu beurteilen. Dazu sollen die Geschäftsberichte der Jahre 2001 bis 2003 ausgewertet und einem Kennzahlenvergleich mit den Peerunternehmen Beiersdorf und Schering unterzogen werden. Problematisch dabei ist, dass die Vergleichbarkeit der Jahresabschlüsse und der darauf beruhenden Kennzahlen aufgrund von bilanziellen Ansatz- und Bewertungswahlrechten, Ermessensspielräumen sowie Sachverhaltsgestaltungen begrenzt ist. Daher wurde der Jahresabschluss der BASF vorher in einer Strukturbilanz / -GuV aufbereitet.4

Die darauf basierende Bilanzanalyse wird dann in vier Teilbereiche untergliedert. Nach einem Überblick über die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Unternehmung soll mit der Vermögens- und Finanzanalyse das Unternehmensziel „Verdienstquelle sichern“ untersucht werden. Danach wird mit der erfolgswirtschaftlichen Analyse das Unternehmensziel „Geld verdienen“ untersucht. Abschließend soll ein zusammenfassendes Urteil gefällt werden, indem auf das ROI-Schema und das Saarbrücker Modell zurückgegriffen wird. Außerdem soll hier auch ein kurzer Ausblick auf moderne Verfahren der Bilanzanalyse wie die multivariate Diskriminanzanalyse oder neuronale Netze gegeben werden.

2 Wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen

2.1 Historie

BASF ist heute eines der führenden Chemieunternehmen der Welt. Die geschichtliche Entwicklung des Unternehmens begann im Jahr 1865 mit der Gründung der Badischen Anilin- & und Soda-Fabrik AG (BASF) durch Friedrich Engelhorn in Mannheim. Die erste Phase des Unternehmens (1865 – 1901) wurde durch die Produktion synthetischer Farbstoffe z.B. für die Textilindustrie geprägt. Der Schwerpunkt der zweiten Phase (1901 – 1923) lag in der Düngemittelproduktion, die durch die Entwicklung des Haber- Bosch-Verfahrens zur synthetischen Herstellung von Stickstoffdünger entscheidend beeinflusst wurde. Als Folge der schlechten gesamtwirtschaftlichen Lage im Deutschen Reich schlossen sich die Chemieunternehmen BASF, Hoechst, Bayer, Agfa sowie Casella und Kalle 1925 zur I.G. Farben zusammen. BASF setzte auf die Entwicklung von Treibstoffen, Betriebsstoffen und synthetischen Kautschuk, aber auch von Lackstoffen und Lacken. Erst nach Kriegsende 1945 wurde die I.G. Farben durch die Alliierten wieder aufgelöst und BASF wurde wieder selbständig. Der Aufbau des im Laufe des zweiten Weltkrieges zu einem Drittel völlig zerstörten und zu 61 % schwer beschädigten Ludwigshafener Werkes begann. In den 1950er Jahren startete das Zeitalter des Kunststoffes für die BASF. Nylon, Perlon und Styropor wurden Kernprodukte jener Zeit. Ab Mitte der 1960er Jahre wurde eine Expansionspolitik verfolgt, die die Ausweitung des Ludwigshafener Unternehmens zum Global Player forciert. Die BASF ist heute in 170 Ländern und damit auf allen sechs Kontinenten tätig.5

2.2 Unternehmensstruktur

BASF gruppiert seine Produkte in zwölf Segmente, von denen fünf berichtspflichtig sind.6  Im Segment Chemikalien reicht die Produktion von petrochemischen Grundstoffen und Anorganika für den eigenen Bedarf bis zu Zwischen- und Spezialprodukten, vor allem für die Chemie-, Bau-, Automobil- und Elektroindustrie.Im Segment der Kunststoffe werden z.B. Styrolkunststoffe und technische Kunststoffe gefertigt, die an Spritzgusshersteller in unterschiedlichen Branchen vertrieben werden. Ein weiteres Segment stellen Veredlungsprodukte, wie Lacke, Veredlungspolymere und -chemikalien dar. Diese werden in der Automobilindustrie oder auch u.a. in der Papier-, Verpackungs- und Textilindustrie eingesetzt.8  Pflanzenschutz und Ernährung sind ein anderes Segment, in welches neben Pflanzenschutzmitteln auch Feinchemikalien, die in der Landwirtschaft aber auch für die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie eingesetzt werden, fallen. Im Segment Pflanzenschutz und Ernährung war auch der Unternehmensbereich Pharma eingeordnet, der zum Ende des Februars 2001 veräußert wurde.10  Im fünften Segment, den Ölen und Gasen, erschließt und fördert BASF mit ihrer Tochtergesellschaft Wintershall Öl und Erdgas.11

BASF besitzt weltweit 194 Produktionsstandorte, die sich auf 41 Länder verteilen.12  Dabei setzt das Unternehmen vor allem auf die Verbundstrategie, in der Produktionsanlagen verknüpft werden, um Wertschöpfungsketten zu optimieren. So können Nebenprodukte einer Fabrik als Einsatzstoffe in anderen Fabriken dienen. Solche Verbundstandorte befinden sich in Ludwigshafen, Antwerpen/Belgien, Geismar/ Louisiana/USA, Freeport/Texas/USA und in Kuantan/Malaysia. Ein weiterer Standort wird in Nanjing/China in einem Joint-Venture mit SINOPEC entstehen.

Abb. 2-1: Umsatz nach Regionen
Quelle: BASF AG, Eigene Darstellung

[....]


1 Vgl. DESTATIS, Titel, http://www.destatis.de/presse/deutsch/pm2004/p1280132.htm.

2 Vgl. stellvertretend o.V. Handelsblatt 200, S. 1; o.V. Handelsblatt 74, S.1.

3 Vgl. GRÄFER, H., Top-Kennzahlen der Finanz- und Ertragsanalyse, S. 13; BAETGE, J., Die Früherkennung von Unternehmenskrisen, S. 2281.

4 Die Strukturbilanz / -GuV befinden sich im Anhang. Die Zahlen der Peerunternehmen wurden ungeprüft von den anderen Gruppen übernommen.5 Vgl. BASF AG, Broschüre „BASF Stationen ihrer Geschichte“.

6 Vgl. BASF AG, Finanzbericht 2003, S. 96.

7 Vgl. BASF AG, Daten und Fakten 2003, S. 7.

8 Vgl. ebenda.

9 Vgl. ebenda.

10 Vgl. BASF AG, Finanzbericht 2001, S. 46 f.

11 Vgl. BASF AG, Daten und Fakten 2003, S. 7.

12 Vgl. BASF AG, Finanzbericht 2003, S. 55.


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