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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 24 Pages
Author: Vera Witkowski
Subject: Sociology - Gender Studies
Details
Institution/College: University of Frankfurt (Main)
Tags: Formen, Elternschaft, Adoption, Ausgewählte, Probleme, Familiensoziologie
Year: 2003
Pages: 24
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 24 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-34008-3
File size: 355 KB
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Excerpt (computer-generated)
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Frankfurt am Main
Seminar: Ausgewählte Probleme der Familiensoziologie
4. Semester
Formen artifizieller Elternschaft: Die Adoption
von: Vera Witkowski
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort 2
2. Vor der Adoption 4
2.1 Unerfüllter Kinderwunsch / Unfruchtbarkeit 4
2.2 Freigabe eines Kindes – die leiblichen Eltern 5
2.3 Annahme eines Kindes - die Adoptionseltern 8
3. Die Adoption 10
3.1 Zahlen 10
3.2 Vorgang 10
3.3 Formen von Adoption 13
3.3.1 Adoption von behinderten Kindern 14
3.3.2 Adoption von ausländischen Kindern 14
3.3.3 Stiefkind-Adoption 15
4. Nach der Adoption 16
4.1 Entwicklung von Adoptionskindern 16
4.2 Betreuung der Adoptionsfamilie 17
4.3 Fallbeispiel 19
5. Nachwort 20
6. Literatur 21
1. Vorwort
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Formen artifizieller Elternschaft: Die Adoption“. Sie entstammt dem Seminar „Ausgewählte Probleme der Familiensoziologie“ von Herrn Professor Dr. Tilman Allert der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Sommersemester 2003. Diese Hausarbeit kann als Weiterführung zu den Hausarbeiten der Themen „Formen artifizieller Elternschaft: Künstliche Insemination und In-Vitro- Fertilisation“ oder „Zur Psychodynamik ungewollter Kinderlosigkeit“, die auch im Rahmen des o.a. Seminars entstanden, gelesen werden. Das verwendete Material stammt etwa zur Hälfte aus dem Internet. Besonders die Seite http://www.adoption.de stellt sehr umfassende Informationen zum Thema zur Verfügung. Die Hausarbeit ist in drei Teile gegliedert. Kapitel eins beschäftigt sich mit der Situation vor einer Adoption, Kapitel zwei mit der Adoption an sich und Kapitel drei mit der Situation danach.
Kapitel zwei stellt die Problematik der Unfruchtbarkeit und der ungewollten Kinderlosigkeit dar. Außerdem geht es in diesem Kapitel um die Seite der leiblichen Eltern – also die Freigabe eines Kindes zur Adoption – und diese der Adoptiveltern – also die Annahme eines Kindes. In Kapitel drei folgen zunächst allgemeine statistische Zahlen, herausgegeben am 02. Oktober 2003 vom Statistischen Bundesamt; anschließend geht es um den Vorgang der Adoption und schließlich um Adoptionsformen und deren Häufung. Kapitel vier stellt die Situation nach einer Adoption vor. Hier wird der Frage nach der Entwicklung der Adoptionskinder und der Betreuung der Adoptionsfamilien nachgegangen. Außerdem wird eine Adoptionsfamilie, die bei dem Wettbewerb der Landesregierung „Familien, die aus dem Rahmen fallen“ den zweiten Platz gemacht hat, als Fallbeispiel und Vorbild für andere Familien kurz dargestellt (Artikel aus dem Wiesbadener Kurier vom 19. September 2003). Damit der Textfluss nicht gestört wird, sind Zitate und Verweise in Fußnoten am Ende jeder Seite angegeben.
2. Vor der Adoption
2.1 Unerfüllter Kinderwunsch / Unfruchtbarkeit
Etwa 20-25% alle Paare sind ungewollt kinderlos1. Die Sterilitätsursachen sind vielfältig und verteilen sich gleichmäßig auf Frau und Mann und müssen daher bei beiden Partner gesucht werden2. Es gibt aber auch Fälle, bei denen keine erkennbaren Ursachen für das Ausbleiben einer Schwangerschaft feststellbar sind3 - beide Partner sind organisch gesund. In diesen Fällen spricht man von einer „idiopathischen Unfruchtbarkeit“4. Häufig verbergen sich dahinter jedoch seelische Gründe.
„Die ausbleibende Erfüllung des Kinderwunsches stellt für die meisten Betroffenen eine schwere psychische Belastung dar. Kinder sind für die meisten Menschen das Zentrum ihres Lebensglücks. Umso tiefgreifender wird die Verbitterung wenn sich der ersehnte Nachwuchs nicht einstellen will. Mit zunehmender Dauer baut sich ein innerer Druck auf, der die Funktionen des Körpers, insbesondere das hormonelle Gleichgewicht der Frau, nachteilig beeinflussen kann. Die Folge können Fehlfunktionen der inneren Geschlechtsorgane wie Eierstöcke und Eileiter sein. Aber auch Männer sind diesem Druck nicht immer ohne Folgen gewachsen. Seelischer und körperlicher Streß können die Bildung der Samenzellen einschränken oder deren Transport behindern.“5
Die häufigsten organischen Ursachen bei der Frau sind Funktionsstörungen der Eierstöcke oder eileiterbedingte Unfruchtbarkeit. Beim Mann sind Hodenfunktionsstörungen, gestörte Samenzell-Eizell-Interaktionen und Transportstörungen der Samenleiter zu nennen6. „Neben organischen, immunologischen und biologischen Ursachen spielen auch psychische Aspekte eine Rolle. Auch Umweltbelastungen, Streß, Übergewicht, ungesunde Ernährung, übermäßiger Alkohol-, Kaffee- und Drogenkonsum sowie das Rauchen können die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.“7 Der Wunsch nach einem eigenen Kind ist etwas sehr Intimes und Persönliches. Es ist daher nicht verwunderlich, dass viele Paare beim Ausbleiben einer Schwangerschaft verängstigt werden und möglicherweise auch die Partnerschaft in Frage stellen. Bei etwa 80% der kinderwilligen Paare stellt sich innerhalb eines Jahres eine Schwangerschaft ein8. Nach einem Jahr des erfolglosen Probierens sprechen die Ärzte von einer „behandlungsbedürftigen Störung der Fruchtbarkeit“9. In diesen Fällen wird das Paar den entsprechenden Arzt aufsuchen und mit ihm alles weitere besprechen.10
2.2 Freigabe eines Kindes – die leiblichen Eltern
[...]
1 vgl. Hoppe, Caroline Dr. Med. (2003)
2 die Prozentzahlen schwanken hier zwischen 10% und 25%; vgl. Lifeline (2003b); vgl. Zentrum für Kinderwunschbehandlung (2003)
3 die Prozentzahlen schwanken hier zwischen 10% und 20%; vgl. Lifeline (2003b); vgl. Zentrum für Kinderwunschbehandlung (2003)
4 Zentrum für Kinderwunschbehandlung (2003)
5 Zentrum für Kinderwunschbehandlung (2003)
6 vgl. Zentrum für Kinderwunschbehandlung (2003); Lifeline (2003b)
7 Zentrum für Kinderwunschbehandlung (2003)
8 vgl. Hoppe, Caroline Dr. Med. (2003)
9 Lifeline (2003b)
10 Bei Interesse findet man weitere, übersichtlich gestaltete Informationen bei der Zentrale für Kinderwunschbehandlung (2003)
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