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Termpaper, 2004, 23 Pages
Author: Manuel Greune
Subject: Nursing Science
Details
Institution/College: Protestant University of Applied Sciences Darmstadt
Tags: MigrantInnen, Pflegeheim, Anforderungen, Altenpflege, Transkulturelle, Pflege/, Kultur, Fremdheit, Lebensgeschichte, Pflegeprozess
Year: 2004
Pages: 23
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 13 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-34112-7
File size: 201 KB
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Excerpt (computer-generated)
Evangelische Fachhochschule Darmstadt Fachbereich II Pflege und Gesundheitswissenschaften SS 2004
Seminar: Transkulturelle und biographieorientierte Pflege: Kultur, Fremdheit und Lebensgeschichte im Pflegeprozess (8410)
Thema der Arbeit: „MigrantInnen im Pflegeheim: Anforderungen an eine kulturspezifische Altenpflege“
Vorgelegt von: Manuel Greune
4. Semester
Inhaltsverzeichnis
Einleitung ... 1
1 Der neue Kundenstamm der MigrantInnen. Begriffsklärung ... 2
2 Altersstruktur von Ausländern in der BRD ... 2
3 Besondere Merkmale der Biographie von Migranten ... 3
3.1 Die Rückkehrorientierung ... 3
3.2 Ethnizität und Altern ... 4
4 Zur Lebenssituation von älteren MigrantInnen ... 7
4.1 Gesundheitliche Situation ... 7
4.2 Wohnsituation ... 7
4.3 Einkommensverhältnisse ... 8
4.4 Soziale Netzwerke und Unterstützungspotentiale älterer Migranten ... 8
5 Einstellung bezüglich der Heimversorgung von Seiten der MigrantInnen ... 10
6 Zugangsbarrieren ... 11
7 Pflegebedarf ... 12
8 Anforderungen an eine Alteneinrichtung und dessen Personal, um kulturspezifische Pflege leisten zu können ... 13
8.1 Anamnese ... 13
8.2 Aufbau einer auf Vertrauen basierenden Pflegebeziehung ... 14
8.3 Kommunikation ... 14
8.4 Evaluation ... 15
9 Projekt: Die Gestaltung eines multikulturellen DRK Seniorenzentrums ... 15
9.1 Projektbeschreibung ... 15
9.2 Wege zur interkulturellen Öffnung ... 16
9.3 Stand des Projektes 1999 ... 17
10 Schlussbemerkung ... 18
Einleitung
1955 kamen die ersten Arbeitskräfte aus Italien, ab 1969 wurden Arbeitskräfte aus Spanien angeworben, 1961 aus der Türkei, 1964 aus Portugal, 1965 aus Tunesien und zuletzt, ab 1968 aus Jugoslawien. Die so genannten Gastarbeiter1 . Viele wurden zu Einwanderern, ohne es zu ahnen. Aber: die Deutschen ahnten es auch nicht.
Vor wenigen Jahren war es noch undenkbar, das MigrantInnen jemals ein Thema für die Altenpflege sein könnten. Zwar lebten vereinzelt alte Menschen anderer Herkunft in Deutschland, jedoch wurde von ihnen aber kaum Notiz genommen. Auch wird der pflegerische Alltag in Krankenhäusern zunehmend internationaler. MigrantInnen bringen für uns zunächst fremde Lebensgewohnheiten und Wertvorstellungen, und damit auch andere Erwartungen an die Krankenpflege und den Pflegeprozess ein. Wir müssen feststellen, dass zum pflegebedürftigen Kundenstamm nicht nur junge MigrantInnen gehören, sondern zunehmend ältere. Hierbei handelt es sich größtenteils um die Generation, die nach dem zweiten Weltkrieg maßgeblich am Wiederaufbau der Bundesrepublik Deutschland beteiligt war. Viele von ihnen sind aus unterschiedlichsten Gründen nach ihrem Berufs-leben in Deutschland geblieben um hier ihren Lebensabend zu verbringen. Die Altenpflege muss sich auf die wachsende Notwendigkeit und eine gesteigerte Nachfrage aus diesem Teil der Bevölkerung einrichten und sich Lösungen überlegen, um dem Anforderungen an eine transkulturelle Altenpflege gerecht zu werden.
Im Folgenden werde ich mich eingehend mit den Anforderungen an eine kulturspezifische Altenpflege beschäftigen und Möglichkeiten zur Bewältigung dieser Anforderungen aufzeigen, da ich die Thematik aus ethischer Sicht für sehr wichtig halte.
1 Der neue Kundenstamm der MigrantInnen. Begriffsklärung
Es gestaltet sich recht schwierig, eine für die Pflege verwendbare Definition des Begriffs MigrantInnen zu finden. Deshalb werde ich in meiner Hausarbeit lediglich eine Beschreibung des Wortes statt einer genauen Definition verwenden.
Der Begriff „MigrantInnen“ beschreibt unterschiedliche Personen mit verschiedenen Migrationshintergründen und Aufenthaltsstati. Man kann zwischen ArbeitsmigrantInnen aus so genannten Anwerberländern, die in den 60er Jahren bis 1973 nach Westdeutschland gekommen sind, deren Nachkommen, welche teilweise hier in Deutschland geboren wurden, Aussiedlern und Asylbewerbern bzw. Flüchtlingen unterscheiden 2.
2 Altersstruktur von Ausländern in der BRD
Die Altersstruktur der ausländischen Bevölkerung ist im Gegensatz zur deutschen Bevölkerung jünger. Dies gilt besonders für die Gruppe der 16 - 25 Jährigen, deren prozentualer Anteil bei ca. 13 - 17 % liegt. Dies ist auf die Zuwanderung von jungen Erwachsenen und einer hohen Geburtenrate zurückzuführen, die 1975 noch bei 2,4 Kindern pro Frau im Alter zwischen 15 – 45 Jahren lag. Im Zuge der Integration hat sich diese Zahl zwar dem Geburtenniveau der deutschen Frauen angenähert (derzeit 1,2), liegt aber immer noch bedeutend höher (derzeit 1,8). Seit der letzten Volkszählung im Jahre 1987 hat sich die Zahl der Migranten laut Statistischem Bundesamt mehr als verdoppelt. Dies bedeutet, dass im Jahre 1997 ca. 0,5 Mio. Ausländer im Alter von über 60 Jahren in Deutschland lebten. Vergleicht man die Zahlen mit denen aus dem Jahr 1996 handelt es sich um einen Zuwachs von 7 %. Die Erwartungen tendieren dahin, dass die Gesamtzahl der 60 Jährigen im Jahre 1996 von 2,5% bis zum Jahre 2010 auf 6,4% ansteigt, was eine Zahl von 1,3 Millionen MigrantInnen bedeutet 3.
Die größte Gruppe der Ausländer stellen die ArbeitsmigrantInnen aus den ehemaligen Anwerberländern dar. 1997 gehörten von insgesamt 7,3 Millionen MigrantInnen ca. 4,6 Millionen, also 63% der Gruppe der ArbeitsmigrantInnen an. Der Anteil der über 60 Jährigen an der ausländischen Bevölkerung ist aufgrund ihres Verbleibs in der BRD besonders hoch .
[...]
1 Vgl.: Dragica Baric-Büdel, (2001, S. 11)
2 Vgl.: http://www.uni-duisburg.de/Institute/RISP/abtpro/prolog/Pflege1.pdf, Kaewnetara , (2002, S.3)
3 Vgl.: Dragica Baric- Büdel, (2001, S.10)
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