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Zwischenprüfungsarbeit, 2005, 21 Seiten
Autor: Sandra Timmer
Fach: Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
Details
Tags: Erving, Goffman, Territorien, Selbst
Jahr: 2005
Seiten: 21
Note: 2 (-)
Literaturverzeichnis: ~ 1 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-34761-7
ISBN (Buch): 978-3-638-74922-0
Dateigröße: 188 KB
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Zusammenfassung / Abstract
1. Einleitung: In meiner Hausarbeit werde ich mich mit dem Text „Die Territorien des Selbst“ von Erving Goffman beschäftigen. Dieser Text ist Bestandteil der Mikrostudien zur öffentlichen Ordnung, welche Goffman „Das Individuum im öffentlichen Austausch“ nennt. Erving Goffman untersucht in seinem Text „Die Territorien des Selbst“ die menschliche Interaktion. Er versucht durch begriffliche Benennungen die menschliche Interaktion einordnen sowie unterscheiden zu können. Ich beginne zunächst mit den Ausführungen einer Vorstellung von vier möglichen Reservaten. Es handelt sich hierbei um den <Persönlichen Raum>, die <Box>, die <Hülle> und das <Informationsreservat>. Weiterhin werde ich mich mit den Mitteln und Formen der Verletzung dieser Reservate und den territorialen Überschreitungen beschäftigen. Darüber hinaus beschreibe ich den Schutz vor Verletzbarkeit vs. der Distanz/Nähe durch Interaktionen mit Individuen in diesen Reservaten. Am Ende der Hausarbeit werde ich Kritik bzw. Lob bezüglich des Textes von Erving Goffman aussprechen. Ich habe „Die Territorien des Selbst“ als Thema für meine Hausarbeit gewählt, da ich mich durch meine erste Ausbildung, dem Studium der Sozialarbeit, aber auch durch privates Interesse intensiver mit dem „Individuum im öffentlichen Austausch“ beschäftigt habe. Darüber hinaus hat mich der Text von Goffman mit seinen prägnanten und realitätsnahen Beispielen beeindruckt, welche die Arbeit mit dem Text erleichtet hat.
Textauszug (computergeneriert)
Georg-August Universität Göttingen
Soziologisches Seminar
4. Fachsemester
Zu: Erving Goffman: Die Territorien des Selbst
von: Sandra Timmer
Gliederung
1. Einleitung 3
2. Hauptteil 4
2.1 Reservate 4
2.1.1 Persönlicher Raum 4
2.1.2 Box 5
2.1.3 Hülle 5
2.1.4 Informationsreservat 6
2.2 Mittel und Formen der Verletzung 6
2.3 Territoriale Überschreitungen 8
2.4 Schutz vor Verletzbarkeit vs. Distanz/Nähe durch Interaktion 11
3. Schluss 21
4. Literaturverzeichnis 21
1. Einleitung:
Ich werde mich in dieser Hausarbeit mit dem Text „Die Territorien des Selbst“ von Erving Goffman beschäftigen. Dieser Text ist Bestandteil der Mikrostudien zur öffentlichen Ordnung, welche Goffman „Das Individuum im öffentlichen Austausch“ nennt. Erving Goffman untersucht somit in seinem Text „Die Territorien des Selbst“ die menschliche Interaktion. Er versucht durch begriffliche Benennungen die menschliche Interaktion einordnen sowie unterscheiden zu können.
Meine Hausarbeit beginne ich zunächst mit den Ausführungen einer Vorstellung von vier möglichen Reservaten. Es handelt sich hierbei um den <Persönlichen Raum>, die <Box>, die <Hülle> und das <Informationsreservat>. Weiterhin werde ich mich mit den Mitteln und Formen der Verletzung dieser Reservate sowie mit den territorialen Überschreitungen beschäftigen. Anschließend setze ich mich mit dem Schutz vor Verletzbarkeit vs. der Distanz/Nähe durch Interaktionen der Individuen in diesen Reservaten auseinander. Am Ende der Hausarbeit werde ich in den Schlussbemerkungen, Kritik bzw. Lob bezüglich des Textes von Erving Goffman aussprechen.
Ich habe „Die Territorien des Selbst“ als Thema für meine Hausarbeit gewählt, da ich mich durch meine erste Ausbildung, dem Studium der Sozialarbeit, aber auch durch privates Interesse intensiver mit dem „Individuum im öffentlichen Austausch“ beschäftigt habe. Darüber hinaus hat mich der Text von Goffman mit seinen prägnanten und realitätsnahen Beispielen beeindruckt, welche die Arbeit mit dem Text erleichtern wird.
2. Hauptteil:
2.1 Reservate
Der aus der Ethologie übernommene Begriff des Territoriums beschäftigt sich mit einem Bereich von Dingen - mit einem Reservat -. Territorien können ortsgebunden und situationell sein, sowie in räumliche und nicht räumliche Reservate unterschieden werden.
Die Erklärung einer Reihe aufeinander bezogener Termini sind in diesem Zusammenhang wesentlich. Das <Gut> beschreibt zunächst den zur Debatte stehenden begehrten Gegenstand oder Zustand. Weiterhin ist der Termini des <Anrechtes> zu nennen, welcher für die Berechtigung, das <Gut> zu besitzen, zu kontrollieren, zu gebrauchen oder über es zu verfügen steht. Ebenso sind <Ansprucherhebender>, die Partei, die ein Anrecht geltend macht und der <Urheber>, der dieses Anrecht bedroht, gegenüberzustellen. Die <Behinderung> zeigt die Handlung, die Mittel und Werkzeuge auf, welche der <Urheber> nutzt, um dieses <Anrecht> zu verletzen. Der letzte Termini beschäftigt sich mit dem <Agenten>, den Individuen, die im Interesse des Ansprucherhebenden oder Gegenansprucherhebenden handeln.
2.1.1 Persönlicher Raum
Der <Persönliche Raum> ist der Raum, welcher ein Individuum überall umgibt. Es handelt sich dabei aber nicht um eine Sphäre, sondern um eine Kontur, da die räumlichen Ansprüche auf den unmittelbar vor dem Individuum liegenden Bereich größer sind, als die auf den ihm hinter liegenden Bereich. Der <Persönliche Raum> kann als ein temporäres, situationelles Reservat betrachtet werden. Die legitimen Ansprüche sind in Abhängigkeit von der auf dem jeweiligen Schauplatz herrschenden Raumverteilung zurückzuführen. Die Grundlagen für den <Persönlichen Raum> ändern sich somit ständig.
2.1.2 Box
Während der <Persönliche Raum> ständig wechselnde Dimensionen hat, stellt die <Box> einen deutlich begrenzten ortsgebunden Raum dar, auf den das Individuum temporären Anspruch erheben kann. Kennzeichen der <Box> ist somit eine externe, deutlich sichtbare, verteidigungsfähige Begrenzung eines räumlichen Anspruchs. In den meisten Fällen ist eine <Box> auf einem Schauplatz befestigt. Es gibt aber auch tragbare Boxen, wie zum Beispiel Strandhandtücher. Die Grundlage des Alles oder Nichts ist bei der <Box> ein wesentlicher Bestandteil. Das Individuum kann die <Box> zeitweilig verlassen, jedoch den Anspruch auf die <Box> aufrechterhalten. Dieses ist bei dem <Persönlichen Raum> nicht möglich. Darüber hinaus kann es sich bei dem Anspruch auf eine <Box>, um den eines Individuums handeln, jedoch können sich auch zwei oder mehr Personen eine <Box> teilen. Der Tisch ist die gebräuchlichste Mehrpersonenbox. Der <Persönliche Raum> dagegen ist weitgehend ein Einmannbesitz. Ausnahmen sind zum Beispiel Paare, die sich umarmen. <Box> und <Persönlicher Raum> haben die gleiche Begrenzung, wenn Sitze in Reihen durch Armlehnen voneinander getrennt werden.
2.1.3 Hülle
[...]
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