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Standardisierung versus Differenzierung im Rahmen der internationalen Kommunikationspolitik

Scholarly Research Paper, 2004, 30 Pages
Author: Silke Zisowsky
Subject: Economics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research

Details

Category: Scholarly Research Paper
Year: 2004
Pages: 30
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 29  Entries
Language: German
Archive No.: V34821
ISBN (E-book): 978-3-638-34934-5

File size: 254 KB


Excerpt (computer-generated)

Standardisierung versus Differenzierung im Rahmen
der internationalen Kommunikationspolitik

von: Silke Zisowsky

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung  1

1.1 Problemstellung  1
1.2 Gang der Untersuchung 1

2 Grundlagen der internationalen Kommunikationspolitik  1

3 Strategien der internationalen Kommunikationspolitik  3

3.1 Historischer Abriss  3
3.2 Standardisierung der internationalen Kommunikationspolitik  5
3.3 Differenzierung der internationalen Kommunikationspolitik 9

4 Einflussfaktoren auf den Standardisierungsgrad der internationalen Kommunikationspolitik  10

4.1 Einflussfaktoren im Überblick 10

4.1.1 Unternehmensinterne Einflussfaktoren 10

4.1.1.1 Grundlegende Internationalisierungsstrategien 10
4.1.1.2 Produktspezifische Einflussfaktoren 11

4.1.2 Länderspezifische Rahmenbedingungen 13

4.1.2.1 Kulturelle Einflussfaktoren  13
4.1.2.2 Rechtliche Einflussfaktoren  16

4.2 Ansätze zur Systematisierung der Einflussfaktoren auf den Standardisierungsgrad der internationalen Kommunikationspolitik  17

4.2.1 Systematisierung nach Harvey  17
4.2.2 Systematisierung nach Papavassiliou/Stathakopoulos  18

5 Ausgewählte Instrumente der internationalen Kommunikationspolitik  19

5.1 Werbung  19
5.2 Messen und Ausstellungen  21
5.3 Verkaufsförderung  22
5.4 Public Relations  22

6 Fazit  23

Literaturverzeichnis IV
 


 

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Gesättigte Binnenmärkte und hohe Wachstumsraten des Auslands sind nur einige der zahlreichen Gründe für das „Going International“ von Unternehmen. Diese Internationalisierung bedingt eine Abgrenzung von internationalen Wettbewerbern, welche unter anderem durch die Kommunikationspolitik als Element des Marketing-Mix geschieht. Im Rahmen dieser zunehmenden Internationalisierung von Unternehmen wird seit den 1960er Jahren die Vorteilhaftigkeit standardisierter gegenüber differenzierter Konzepte der internationalen Kommunikationspolitik kontrovers diskutiert. Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über die strategischen Ansätze und deren Vor- und Nachteile sowie Einflussfaktoren unter besonderer Berücksichtigung des Faktors Kultur geben.

1.2 Gang der Untersuchung

Die Arbeit beginnt mit der Erläuterung der Grundlagen der internationalen Kommunikationspolitik. Die Besonderheiten gegenüber dem nationalen Einsatz werden kurz beleuchtet, anschließend wird eine Klärung des Kommunikationsbegriffs im internationalen Kontext vorgenommen. Kapitel 3 stellt die grundlegenden Strategien der internationalen Kommunikationspolitik vor und erläutert neben dem historischen Abriss die Ziele sowie Vor- und Nachteile der einzelnen Ansätze. In Kapitel 4 werden die Einflussfaktoren auf den Standardisierungsgrad der internationalen Kommunikationspolitik sowie Ansätze der Systematisierung dieser Einflussfaktoren aufgezeigt. Die operationalisierte Betrachtung anhand ausgewählter Instrumente der internationalen Kommunikationspolitik und deren individuellen Besonderheiten erfolgt in Kapitel 5.

2 Grundlagen der internationalen Kommunikationspolitik

Die Kommunikationspolitik stellt neben der Produkt-, Preis- und Distributionspolitik ein Element des Marketing-Mix dar. Der Marketing-Mix ist die Gesamtheit der Marketinginstrumente, durch deren systematischen Einsatz und individuelle Gestaltung die Marketingstrategie in konkrete Maßnahmen umgesetzt wird. Bei der Frage, „worin .. nun eigentlich der Unterschied zwischen nationalem und internationalem Marketing [liegt]“1, sieht Quack das internationale Marketing zunächst als „das übliche Marketingwissen“, auf welches „die Unterschiede und Feinheiten im internationalen Bereich ‚draufzusatteln’ [sind]“. 2 Berekoven sieht die Bedeutung des internationalen Marketings in der gleichzeitigen Bearbeitung von mehr als einem Land.3 Terpstra/Sarathy kommen beim Vergleich zwischen Marketing und internationalem Marketing zu folgender Definition: „International marketing consists of finding and satisfying global customer needs better than the competition, both domestic and international, and of coordinating marketing activities within the constraints of the global environment.“4 Aus den dargestellten Definitionen ist ersichtlich, dass es in der vorherrschenden Literatur Übereinstimmungen in den Definitionen bezüglich „Überschreiten von Ländergrenzen und ... enge Anlehnung an die herkömmlichen Marketingdefinitionen“5 gibt. Die Besonderheiten und Probleme einer internationalen Marktbearbeitung liegen in der höheren Komplexität, den internationalen Interdependenzen und dem höheren Koordinationsaufwand sowie in einem höheren Risiko.6

Kommunikation bezeichnet den Austausch von Informationen zwischen einem Sender und einem Empfänger. Innerhalb des Kommunikationsprozesses richtet der Sender mittels eines Kommunikationskanals eine Kommunikationsbotschaft an einen Empfänger, welche eine Kommunikationswirkung auslöst.7 Auf die Kodierung und Dekodierung einer Mitteilung in einem Kommunikationsprozess wirken kulturelle, soziokulturelle, psychokulturelle und situative Einflussfaktoren, so dass dem Einfluss der Kultur innerhalb der internationalen Kommunikationspolitik eine besondere Bedeutung zukommt, da sie das Verbraucherverhalten nachhaltig beeinflusst.8 Zusammenfassend und für die vorliegende Arbeit maßgeblich ist die Definition von Stahr: „Die internationale Kommunikationsstrategie umfasst sämtliche Entscheidungen, die darauf abzielen, abgegrenzte Zielgruppen auf ausgewählten Ländermärkten über das Unternehmen und seine Marktleistungen zum Zwecke der Absatzförderung zu informieren.“9

3 Strategien der internationalen Kommunikationspolitik

Für das internationale Unternehmen stellt sich bei dem Eintritt in neue Ländermärkte die Frage, „ob und wieweit auf diesen Ländermärkten eigenständige Kommunikationsziele, -strategien und -maßnahmen verwirklicht werden sollen“. 10 Neben der Möglichkeit einer länderspezifisch ausgestalteten Kommunikationspolitik kommt die Übernahme bereits in anderen Ländern eingesetzter kommunikationspolitischer Elemente in Frage bzw. „eine Vereinheitlichung der Kommunikationspolitik auf alten und neuen Ländermärkten“. 11 Innerhalb der Kommunikationspolitik ist somit eine Differenzierungs- bzw. Standardisierungsentscheidung zu treffen.

3.1 Historischer Abriss

Der erste Vertreter der Standardisierung war David L. Brown, Leiter der Werbeabteilung bei Goodyear Tire and Rubber, der der Ansicht war, dass die Menschheit bestimmte gemeinsame Eigenschaften habe:12 „Just as green is green in Buenos Aires as well as in Batavia, just as two and two are four in Cape Town as well as in Copenhagen, just as the main purpose of advertising is to sell goods, in Singapore as well as in Sydney or Santiago, so all the primary purposes of advertising are identical in all countries, and all fundamentals of good advertising are essentially the same north and south of the Equator and east and west of Greenwich.”13 Brown bezieht sich hierbei lediglich auf die Werbung, doch dies findet sich in der Standardisierungsdebatte bis heute wieder. Die internationale Kommunikationspolitik wird hierbei oftmals auf den Bereich der Werbung beschränkt, teilweise werden die Begriffe auch nahezu gleichgesetzt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Werbung Mittelpunkt und Hauptinstrument der Kommunikationspolitik darstellt und die Anwendbarkeit einer Standardisierung für andere Bereiche oft als weniger praktikabel angesehen wird (vgl. Kap. 5).

[...]


1 Quack, H. (1995), S. 9.

2 ebenda

3 Vgl. Berekoven, L. (1985), S.19.

4 Terpstra, V./Sarathy, R. (1991), S.4

5 Backhaus, K./Büschken, J./Voeth, M. (2003), S. 35.

6 Vgl. Meffert, H./Bolz, J. (1994), S.22 und vgl. auch Backhaus, K./Büschken, J./Voeth, M. (2003), S.40f.

7 Vgl. Homburg, Ch./Krohmer, H. (2003), S. 621f.

8 Vgl. Thieme, W.M. (2000), S. 136f.

9 Stahr, G. (1993), S.199.

10 Backhaus, K./Büschken, J./Voeth, M. (2003), S. 267.

11 Backhaus, K./Büschken, J./Voeth, M. (2003), S. 267.

12 Vgl. dazu Agrawal, M. (1995), S. 26.

13 Brown, D.L. (1923), S. 190.


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