Reformoptionen der gesetzlichen Krankenversicherung im Vergleich close

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Details

Veranstaltung: Ausgewählte Kapitel der VWL
Institution/Hochschule: Fachhochschule Frankfurt am Main
Tags: Reformoptionen, Krankenversicherung, Vergleich, Ausgewählte, Kapitel
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 20
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 19  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 324 KB
Archivnummer: V34852
ISBN (E-Book): 978-3-638-34958-1

Textauszug (computergeneriert)

Fachhochschule Frankfurt

Ausgewählte Kapitel der VWL

Hausarbeit


REFORMOPTIONEN IN DER GESETZLICHEN

KRANKENVERSICHERUNG IM VERGLEICH

von Alexandra Oberste-Dommes

 

 

INHALTSVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG 1

2. DAS SYSTEM DER GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG 2

3. AKTUELLE UND ZUKÜNFTIGE PROBLEME DER GES ETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG 4
3.1. DIE DEMOGRAPHISCHE ENTWICKLUNG 4

3.2. MEDIZINISCH-TECHNISCHER FORTSCHRITT 5

3.3. DAS BESCHÄFTIGUNGSPROBLEM 6

3.4. WEITERE PROBLEME DER GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG 6

4. REFORMOPTIONEN DER GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG8

4.1. DIE RÜRUP KOMMISSION 8
4.1.1. „RÜRUP- MODELL“ – DAS KONZEPT DER KOPFPAUSCHALE 8
4.1.2. „LAUTERBACH- MODELL“ – DAS KONZEPT DER BÜRGERVERSICHERUNG 9

4.2. DAS HERZOG- MODELL - DAS MODELL DER PRÄMIENVERSICHERUNG 9

4.3. DAS UNIONS- MODELL - DAS KONZEPT DES PRÄMIENMODELLS 10

5. VERGLEICH UND BEWERTUNG DER VERSCHIEDENEN REFORMANSÄTZE 11

5.1. DIE MODELLE UND DIE DEMOGRAPHISCHE ENTWICKLUNG 11

5.2. DIE MODELLE UND DAS BESCHÄFTIGUNGSPROBLEM 12

5.3. DIE MODELLE UND DAS SOLIDARITÄTSPRINZIP 12

5.4. DIE MODELLE UND DAS KOSTEN-VERURSACHUNGS-BEWUSSTSEIN 13

5.5. DIE MODELLE UND IHRE UMSETZBARKEIT 13

6. FAZIT 15

 

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
bspw. - beispielsweise
bzgl. - bezüglich
bzw. - beziehungsweise
bzw. - beziehungsweise
GKV - Gesetzliche Krankenversicherung
PKV - Private Krankenversicherung
SGB - Sozialgesetzbuch
u.a. - unter anderem
z.B. - zum Beispiel

 

1. EINLEITUNG

In den letzten Monaten präsentierte die Politik eine Menge Reformoptionen und -Vorschläge zur Verbesserung des Gesundheitssystems und hierbei insbesondere die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). In diesem Zusammenhang fielen Schlagworte wie Bürgerversicherung oder Kopfpauschale, Begriffe, von denen in der breiten Bevölkerung nur wenige wissen was sie bedeuten und welche Folgen Sie für die das zukünftige System der GKV hätten.

Diese Arbeit wird sich mit diesem Themengebiet und vor allen Dingen den Reformvorschlägen beschäftigen, sowie mit den damit zusammenhängenden Begrifflichkeiten und Auswirkungen. Im Folgenden werde ich eine kurze Einführung in das System der GKV geben, damit der Leser einen Eindruck gewinnen kann, wie dieses System aufgebaut ist und was dieses leistet. Im dritten Kapitel wird auf die Probleme der heutigen GKV und deren Ursachen eingegangen. Im darauf folgendem Kapitel werden die jeweiligen Reformoptionen auf Ihre Auswirkungen hin vergleichen und analysiert. Abschließend folgt eine persönliche Bewertung der Reformoptionen. 

2. DAS SYSTEM DER GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG

Bei der GKV handelt es sich um den ältesten Zweig der gesetzlichen Sozialversicherung mit dem Ursprung im Hilfskassengesetzes von 1876. 1883 wurde dieses abgelöst durch das Krankenversicherungsgesetz und „sollte die Arbeiter in jenen Fällen schützen, in denen Krankheit oder Unfall zu vorübergehender Arbeitsunfähigkeit führten“.1 Anfangs zählten zu dem Pflichtversichertenkreis lediglich Arbeiter, welche den Beitrag zu 2/3 finanzieren mussten. Im Falle einer Erkrankung erhielten die Arbeiter hierfür im Gegenzug freie ärztliche Behandlung sowie freie Arzneimittel. Im Laufe der Jahre haben sich die Leistungen, Beiträge und Versichertenkreise der GKV geändert, jedoch blieb es in seinen Grundzügen erhalten. Heute besteht die GKV2 aus 457 unterschiedlichen Krankenkassen3, die sich wiederum zu Verbänden auf Landes- und Bundesebene zusammenschließen.

Grundsätzlich sind in der GKV alle Arbeitnehmer, Auszubildende, Studenten, Rentner, Arbeitslose sowie Landwirte versicherungspflichtig, es sei denn Sie können einen Verdienst über der Beitragsbemessungsgrenze (2005: 3.900 €) aufweisen. Die Beitragszahlung der Krankenkasse erfolgt durch Beitragssätze, die nicht gesetzlich geregelt, „sondern von den Krankenkassen so zu bemessen sind, dass sie einschließlich der anderen Einnahmen ausreichen, um die zulässigen Ausgaben der Kasse abzudecken“4. Die Beiträge bemessen sich anhand des Beitragssatzes, der mit den betragspflichtigen Bruttoeinnahmen bis zur Beitragsbemessungsgrenze verrechnet wird, daher ist der Beitragssatz lohngebunden. Die Beiträge werden nach der Berechnung zu 50% vom Arbeitnehmer und zu 50% vom Arbeitgeber getragen. Im Gegenzug zu den Beiträgen erhalten die Versicherten gewisse Leistungen. Zu diesen Leistungen der GKV zählen u.a. Leistungen zur Krankheitsverhütung, zur Früherkennung und Behandlung von Krankheiten aber auch Zahlungen wie Mutterschaftsgeld.5

„Tragendes Prinzip der GKV ist der Solidarausgleich zwischen Gesunden und Kranken, gut Verdienenden und weniger gut verdienenden, zwischen Jungen und Alten, zwischen Alleinstehenden und Familien.“ 6 

3. AKTUELLE UND ZUKÜNFTIGE PROBLEME DER GESETZLICHEN KRANKENVERSICHERUNG

Die Frage, warum die Rufe nach einer Reform der GKV in den letzten Jahren lauter geworden sind, lässt sich unter Erläuterung der derzeitigen Probleme beantworten. Als ein großes Problem der GKV wird oft der stetig steigende Beitragssatz gesehen, „der sich von 12% […]im Jahre 1970 auf 14,3% im ersten Quartal 2003 erhöht hat“7. Häufig wird jedoch nicht beachtet, dass diese Steigerung nicht ein Problem in sich, also ein verursachendes Problem ist, sondern dass diese Beitragssatzerhöhungen, ebenso wie die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen, nur die Antwort auf tiefer liegende Finanzierungsprobleme der GKV sind.

Die Frage, auf welche Einflussfaktoren sich die finanziellen Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung zurückführen lassen, lässt sich nicht in einem Satz und auch nicht mit einem Faktor beantworten. Sicherlich liegt ein schwerwiegendes Problem in den stetig ansteigenden Ausgaben. Vergleicht man die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen der letzten Jahre miteinander, so ist es offensichtlich, dass diese stetig steigen.8 Häufig wird jedoch in Bezug auf die Probleme der GKV vergessen, dass jedes Finanzierungsproblem zwei Seiten hat. „Im Falle der GKV ist es denkbar, dass nicht die Ausgaben zu hoch, sondern die Einnahmen zu niedrig ausfallen.“9 Aus diesem Grund müssen sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben als Verursacher für die Finanzierungsprobleme und die somit steigende Beitragssätze gesehen werden.

Daher werden im Folgenden die wesentlichen Faktoren bzw. Probleme hinsichtlich ihrer Auswirkung sowohl auf die Ausgaben als auch auf Einnahmen der GKV behandelt und analysiert.

3.1. Die demographische Entwicklung

[....]


1 Frerich, J. Frey, M. (1996), S. 97

2 Gesetzliche Grundlage der GKV ist im Wesentlichen das fünfte Buch des Sozialgesetzbuches (SGB V)

3 Für eine detailliertere Auflistung der unterschiedlichen Kassen der GKV vgl. z.B. Lampert, 2004, S. 249

4 Vgl. Lampert, H. (2004), S. 250

5 Für weitergehende Information bzgl. der Leistungen der GKV siehe Soziale Sicherung im Überblick, S. 60ff sowie SGB V

6 BMGS, (2004), S. 20 

7 Rürup Kommission, (2003), S.143

8 Vgl. Lamper, H. (2004), S. 250, Tabelle 15

9 Überle, M. (2003), S. 31

Kommentare

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