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Mittelstandspolitik als (unternehmensorientierter) Interventionismus oder als Ordnungspolitik - Was ist besser für den Mittelstand?

Termpaper, 1998, 31 Pages
Author: Jens Hansel
Subject: Economics / Business: Economic Policy

Details

Category: Termpaper
Year: 1998
Pages: 31
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V3512
ISBN (E-book): 978-3-638-12162-0

File size: 304 KB


Excerpt (computer-generated)

Jens Hansel

Mittelstandspolitik als 
(unternehmensorientierter) Interventionismus 
oder als Ordnungspolitik - 
Was nützt dem Mittelstand 
aus volkswirtschaftlicher Sicht ?

Inhaltsverzeichnis

Inhalt
i. Einleitung 2
ii. Begriffserörterungen 4
iii. Wirtschaftspolitische Lenkung 5


a) Grundsätzliche Zielprinzipien der Gesellschaft in Bezug auf den Mittelstand 5
b) Gründe für Eingriffe in das Wirtschaftssystem 8
c) Wirtschaftspolitische Lenkungsmechanismen 8
1) Steuerungsvarianten im Kontext mit Handlungsalternativen 9
2) Wirkungen von Interventionen in der Wirtschaft 10

iv. Ansätze der realen Mittelstandspolitik 11


a) Bezuschussung mittelständischer Unternehmen als Interventionsmöglichkeit 12
b) Eigenkapitalförderungskonzept 13
c) Abbau von Bürokratie bei Genehmigungsverfahren 15

v. Schlußbetrachtung 17


a) Betrachtung unter realen wirtschaftspolitischen Gegebenheiten 17
b) Orientierung einer ,,neuen Mittelstandspolitik" an einem umfassenden Konzept 18
c) Persönliche Einschätzung und Bewertung, Ausblick 19

Literaturverzeichnis

 

i. Einleitung

,,Der Mittelstand" befindet sich häufig in der öffentlichen Diskussion und ist offensichtlich auch politisch, betrachtet man die Parteiprogramme in der Bundesrepublik Deutschland, von Interesse: Mittelstandspolitik nimmt bei annähernd allen politischen Richtungen einen relativ großen Raum ein. Darüberhinaus gibt auch eine volkswirtschaftliche Betrachtung dieser Gruppe von Wirtschaftssubjekten dem Thema eine große Relevanz. Im Rahmen dieser Arbeit möchte ich mich mit Grundsätzen, Prinzipien und Konsequenzen möglicher Lenkungseingriffe zugunsten des Mittelstandes auseinandersetzen.
Mittelständische Unternehmungen sind ein herausragender Wirtschaftsfaktor. Die wirtschaftliche Bedeutung läßt sich bundesweit auf 50%1 aller Unternehmen einschätzen.2 Die nach gängiger Definition3 als mittelständisch einzustufenden Betriebe in der Bundesrepublik Deutschland tätigen 46,9% aller steuer-pflichtigen Umsätze.4 Die Zahl der Selbständigen hat sich in Deutschland seit 1991 von 7,9% auf 9% heute erhöht, liegt damit aber immer noch unter dem internationalen Durchschnitt.5
Dem gegenüber stehen Berichte über Beschäftigungsverluste in Groß-betrieben.6 Auch in Boomphasen läßt sich bei dieser Betriebsgrößenklasse nur noch ein ,,verhalten expansives" Beschäftigungsverhalten konstatieren.7 Dennoch scheinen die Unternehmen des Mittelstandes relativ an Gewicht gegenüber den Großbetrieben zu verlieren.8 Eine Basis für wirtschaftspolitische Konsequenzen ist damit gegeben.
Die Grundfragestellung bezieht sich auf den zukünftigen volkswirtschaftlichen Nutzen des Mittelstandes in einem ökonomischen System und die Überlegung, inwieweit wirtschaftspolitische Maßnahmen dem Mittelstand helfen:


· Mit welcher Begründung sollte sich die Wirtschaftspolitik grundsätzlich um den Mittelstand bemühen ?
· Welche Arten von Eingriffen sind erfolgversprechend und wo liegen Vor- und Nachteile von Ordnungspolitik und Interventionismus ?
· Welche Perspektiven und Konsequenzen ergeben sich aus der Betrachtung der derzeitigen wirtschaftlichen Situation für die Mittelstandspolitik ?

Eine kritische und differenzierte Betrachtung anstrebend, möchte ich im Folgenden die aufgeführten Fragestellungen als ,,roten Faden" betrachten. Weiter-führende Diskussionen wie die recht komplexen Auswirkungen auf den Beschäftigungsmarkt oder die ökologische Situation würden den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Ebenso werde ich auf die Darstellung konkreter Positionen zur Mittelstandsförderung verzichten. Gleichwohl sollte auch nicht unerwähnt bleiben, daß Mittelstandspolitik in weit stärkerem Maße als andere ,,Fachbereiche" der Politik zugleich auch Gesellschaftspolitik darstellt; dies auch aufgrund der Tatsache, daß eine Mittelstandsstruktur nicht nur monetäre, sondern auch freiheitliche und selbstbewußtseinssteuernde9 Elemente enthält.
Trotz der Unterschiedlichkeit wirtschaftspolitischer und mittelstandsstruktureller Voraussetzungen lassen sich viele Effekte durchaus als Mechanismen inter-pretieren und haben damit Allgemeingültigkeit. Aus diesem Grunde kommen der grundsätzlichen Thematisierung der Lenkungsprinzipien und der Ergebnisse auf theoretischer Ebene aus meiner Sicht besondere Bedeutung zu.

[...]


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