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Autor: Yvonne Fischer
Fach: Theologie - Vergl. Religionswissenschaft
Details
Institution/Hochschule: Universität Regensburg (Katholische Religionslehre)
Tags: Judentum, Schabbat, Jude, Jom Kippur, Sukkot, Pessach, Rosch-ha Schana, Talmud, Tora, Tanach, Jahweh, Israel
Jahr: 1997
Seiten: 16
Note: 1
Literaturverzeichnis: ~ 4 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 182 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-12166-8
ISBN (Buch): 978-3-638-93817-4
Zusammenfassung / Abstract
I. Allgemeines über das Judentum Der Begriff " Jude" bezeichnet seit jeher Angehörige eines semitischen Volkes, einer religions- und auch volksmäßig zusammengehörenden Gemeinschaft, die über die ganze Welt verteilt ist. Unter " Judentum" ist daher die Gesamtheit der Juden in ihrer religions- und volksmäßigen Zusammengehörigkeit zu verstehen. Auch alle für den Juden typischen Lebensäußerungen, der durch Religion, Kultur und Geschichte geprägten jüdischen Eigenschaften und Eigenheiten werden mit diesem Begriff bezeichnet. Um genau zu sein wird seit 925 v. Chr. jeder Angehörige des Königreiches Juda in Israel Jude genannt, seit dem römischen Reich galt dieser Name auch für nichtjüdische Angehörige ihrer Religion, und seit der Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft 538 v. Chr. wurde das Wort Jude zur Volksbezeichnung. Judenverfolgungen setzten schon sehr früh ein und machten den Juden auf dem ganzen Erdkreis zu schaffen. Daher konnte sich im jüdischen Volk ein sehr starker Volkszusammenhalt herausbilden und darüberhinaus eine geistig-religiöse Einheit unter verschiedensten Lebensbedingungen erreicht werden. Höhepunkte der Judenverfolgungen waren im Mittelalter die Kreuzzüge. Um Pogromen zu entgehen, wichen damals viele Juden nach Osteuropa, Rußland, Frankreich und Deutschland aus. Dort kam es mit dem 2. Weltkrieg zu einer erneuten und verheerenden neuen antisemitischen Welle, was sicherlich auch damit zu tun hatte, daß das jüdische Volk sich durch äußerst fähige Persönlichkeiten in den Bereichen Politik, Kultur und Wirtschaft auszeichnete und zur Zielscheibe des aufkeimenden Nationalsozalismus wurde. So kam es, daß die Juden verstärkt in die USA auswanderten, wo sich die größte jüdische Gemeinde außerhalb Israels befindet, sowie auch in den Staat Israel, der 1948 auf dem Territorium Palästinas gegründet wurde.
Textauszug (computergeneriert)
Lernen von und mit dem Judentum
Ein Überblick über religiöse Sitten, Kultur und Geschichte des Judentums
Inhaltsverzeichnis
I. Allgemeines über das Judentum 4
II. Was bedeutet Jude-Sein? 4
III. Was bedeutet Judentum 5
IV. Das jüdische Festjahr 6
1. Der Schabbat 7
2. Rosch ha-Schana 7
3. Jom Kippur 8
4. Sukkot 8
5. Pessach 8
V. Die jüdische Bibel- der Tanach 9
VI. Der Talmud 9
VII. Gott, der Mensch und das jüdische Menschenbild 10
VIII. Der Begriff Israel 12
IX. Gemeinsamkeiten und Differenzen bei Juden und Christen 13
X. Die Antipathie gegeneinander verlernen lernen 13
Literaturliste 15
I. Allgemeines über das Judentum
Der Begriff " Jude" bezeichnet seit jeher Angehörige eines semitischen Volkes, einer religions- und auch volksmäßig zusammengehörenden Gemeinschaft, die über die ganze Welt verteilt ist. Unter " Judentum" ist daher die Gesamtheit der Juden in ihrer religions- und volksmäßigen Zusammengehörigkeit zu verstehen. Auch alle für den Juden typischen Lebensäußerungen, der durch Religion, Kultur und Geschichte geprägten jüdischen Eigenschaften und Eigenheiten werden mit diesem Begriff bezeichnet.
Um genau zu sein wird seit 925 v. Chr. jeder Angehörige des Königreiches Juda in Israel Jude genannt, seit dem römischen Reich galt dieser Name auch für nichtjüdische Angehörige ihrer Religion, und seit der Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft 538 v. Chr. wurde das Wort Jude zur Volksbezeichnung.
Judenverfolgungen setzten schon sehr früh ein und machten den Juden auf dem ganzen Erdkreis zu schaffen. Daher konnte sich im jüdischen Volk ein sehr starker Volkszusammenhalt herausbilden und darüberhinaus eine geistig-religiöse Einheit unter verschiedensten Lebensbedingungen erreicht werden.
Höhepunkte der Judenverfolgungen waren im Mittelalter die Kreuzzüge. Um Pogromen zu entgehen, wichen damals viele Juden nach Osteuropa, Rußland, Frankreich und Deutschland aus. Dort kam es mit dem 2. Weltkrieg zu einer erneuten und verheerenden neuen antisemitischen Welle, was sicherlich auch damit zu tun hatte, daß das jüdische Volk sich durch äußerst fähige Persönlichkeiten in den Bereichen Politik, Kultur und Wirtschaft auszeichnete und zur Zielscheibe des aufkeimenden Nationalsozalismus wurde.
So kam es, daß die Juden verstärkt in die USA auswanderten, wo sich die größte jüdische Gemeinde außerhalb Israels befindet, sowie auch in den Staat Israel, der 1948 auf dem Territorium Palästinas gegründet wurde.
II. Was bedeutet Jude-Sein?
Jude-Sein bedeutet in einer " Doppelmitgliedschaft" zu leben. So lautet die Definition, die Juden von sich selbst geben. Dies bedeutet, Juden sehen sich sowohl als zugehörig zu einem Volk, als auch zu einer Nation und einer Religionsgemeinschaft. Sollte ein Jude es ablehnen sich an die Religion zu binden, so bleibt er dennoch Mitglied des Volkes und der Nation. Es besteht in gleicher Weise auch eine Bindung an das Land Israel selbst, das Land des Ursprunges des Judentums.
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