Subtitle: Die Informationsüberlastung der Konsumenten im Zeitalter der Digitalisierung und Technisierung
Scholary Paper (Seminar), 2003, 26 Pages
Author: Katrin Hinz
Subject: Economics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Details
Institution/College: University of Cooperative Education Mannheim
Tags: Information, Overload
Year: 2003
Pages: 26
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 9 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-35203-1
ISBN (Book): 978-3-638-67990-9
File size: 1039 KB
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Abstract
Die Informationsüberlastung der Konsumenten im Zeitalter der Digitalisierung und Technisierung ist eine Entwicklung, die kaum aufzuhalten ist.. Um einen Einblick in die Thematik zu bekommen, ist es notwendig sich sowohl mit Prozessen auseinander zu setzen, die im Körper des Menschen ablaufen, wenn Informationen zu ihm gelangen, als auch mit der Vorgehensweise von Unternehmen zur Bekämpfung dieser Problematik. Eine der wichtigsten Fragen ist, inwiefern das menschliche Gehirn fähig ist, Informationen aufzunehmen und zu speichern. Wo liegt hier die Grenze, welche Gruppe von Konsumenten kann ich als Unternehmer mit mehr Informationen versorgen, bei welchen ist eine geringere Menge an Informationen zuträglicher? Um derartige Fragen beantworten zu können, ist es zum einen erforderlich, dass ein Unternehmen auf Know-how in der Gehirn- und Gedächtnisarbeit zurückgreifen kann. Andererseits spielt auch das Vorhandensein einer Kunden-Datenbank eine entscheidende Rolle.
Excerpt (computer-generated)
Information Overload
von: Katrin Hinz
Inhaltsverzeichnis
1 Hinführung zum Thema 1
2 “Information Overload“ - allgemeine Grundlagen zum Begriff 1
2.1 Begriffsklärung 1
2.1.1 Informationsaufnahme 3
2.1.2 Informationsverarbeitung 4
2.1.3 Informationsspeicherung 6
2.2 Historischer Rückblick 6
3 Psychologische Aspekte des “Information Overload“ 7
3.1 Aktivierung 7
3.2 Beeinflussung und Konditionierung des Kunden 10
3.3 Bereits vorhandene Informationen - Gedächtnis 11
3.4 Wirkung und Wahrnehmung von Informationen aus Sicht des Konsumenten 12
3.5 Informationsüberflutung als Stressor 14
4 Contra “Information Overload“ im Dienstleistungsbereich 15
4.1 Vorselektion von Informationen - Prüfung der Relevanz 15
4.2 Database-Marketing als Schlüssel zum Erfolg 16
4.3 Bild versus Text 17
5 Ausblick - Permission Marketing als Entwicklung gegen den “Information Overload“ 18
6 Anhang 20
7 Literaturverzeichnis 23
1 Hinführung zum Thema
Die Informationsüberlastung der Konsumenten im Zeitalter der Digitalisierung und Technisierung ist eine Entwicklung, die kaum aufzuhalten ist. Um einen Einblick in die Thematik zu bekommen, ist es notwendig sich sowohl mit Prozessen auseinander zu setzen, die im Körper des Menschen ablaufen, wenn Informationen zu ihm gelangen, als auch mit der Vorgehensweise von Unternehmen zur Bekämpfung dieser Problematik. Eine der wichtigsten Fragen ist, inwiefern das menschliche Gehirn fähig ist, Informationen aufzunehmen und zu speichern? Wo liegt hier die Grenze, welche Gruppe von Konsumenten kann ich als Unternehmer mit mehr Informationen versorgen, bei welchen ist eine geringere Menge an Informationen zuträglicher?
Um derartige Fragen beantworten zu können, ist es zum einen erforderlich, dass ein Unternehmen auf Know-how in der Gehirn- und Gedächtnisarbeit zurückgreifen kann. Andererseits spielt auch das Vorhandensein einer Kunden-Datenbank eine entscheidende Rolle.1 Die genannten Themenbereiche und Fragestellungen werden Thema der nun folgenden Arbeit sein. Letztlich soll erkennbar sein, warum Konsumenten in der he utigen Zeit zu viele Informationen erhalten, wie diese Überlastung entsteht und vor allem, wie diesem entgegengewirkt werden kann.
2 “Information Overload“ - Allgemeine Grundlagen zum Begriff
2.1 Begriffsklärung
Zitate:
1. “[...] information overload is defined as occuring when the information processing demands on an individual’s time perform interactions and internal calculations exceed the supply or capacity of time available for processing.”2 2. “Information overload refers to the fact that there are finite limits to the ability of human beings to assimilate and process information during any given unit of time.”3 3. „Wenn von der Informationsgesellschaft gesprochen wird, so ist das falsch, denn es ist eine mit Informationen überschüttete Gesellschaft. Doch die Informationsquantität bewirkt aus sich heraus noch keine qualitative Verbesserung des Produktionsfaktors Büro, sie kann eher zur Verwirr- rung und Desinformation führen. Nicht die Menge ist gefragt, sondern die qualitative, selektierte Information zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“4 4. “[...] every human organism lives in an environment that generates millions of bit of new info rmation each second and the bottle-neck of the perceptual apparatus certainly does not admit more than 1,000 bits per second and probably much less.“5 5. „Die Informationsfülle liegt so fantastisch hoch, dass wir uns durch Schreien bemerkbar machen müssen, um überhaupt gehört zu werden.”6 Die oben aufgeführten Zitate lassen erkennen, welcher Grundgedanke sich hinter dem allgemein üblichen Begriff der Informationsüberlastung verbirgt. In jedem Fall ist davon auszugehen, dass eine Schwemme von Informationen einen dysfunktionalen Zustand hervorruft, der sich in der begrenzten Informationsverarbeitungskapazität beim Menschen begründet. Wird dieser begrenzte Rahmen verlassen, kommt es zu einem Zeit- und Kapazitätsproblem. Eine Überlastung im eigentlichen Sinne liegt dann vor, wenn in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht die mit den Informationen verbundene Aufgabenerfüllung erreicht wird.7
Hat beispielsweise ein Marketingspezialist die Aufgabe, sich binnen einer Woche darüber Gedanken zu machen, welche Möglichkeiten es gibt, Kunden auf Dialogebene anzusprechen, so wird sich eine umfangreiche Recherche nicht vermeiden lassen und auf Grund einer Vielzahl von gesammelten Informationen kann es durchaus passieren, dass der Überblick verloren geht. Ebenso geht es vielen Kunden, wenn sie sich zum Beispiel darüber informieren möchten, welche Digitalkamera gerade am besten für den privaten Gebrauch geeignet ist oder ähnliches. Ein Zeitproblem verknüpft mit der Fülle an vorhandenen Informationen gäbe es unter Umständen dann, wenn der Kunde den gewünschten Überblick innerhalb weniger Tage benötigt, um die Kamera nächste Woche einem Freund zum Geburtstag zu schenken.
2.1.1 Informationsaufnahme
Unter Informationsaufnahme werden alle Vorgänge zusammengefasst, die dazu führen, dass eine Information in den zentralen Prozessor, sprich, das Kurzzeitgedächtnis übernommen werden.8 Der Prozess der Informationsaufnahme kann wie folgt beschrieben werden: aus der Umwelt gewonnene Reize werden von den Sinnesorganen aufgenommen und anschließend sensorisch gespeichert.9 Ausgehend von der ersten Entschlüsselungsphase im Kurzzeitgedächtnis gelangen die aufgenommen Reize nun in den zentralen Prozessor des Gehirns, werden hier genauer entschlüsselt und verarbeitet. Wichtig bei der Betrachtung dieses Ablaufes ist der Fakt, dass nach der Entschlüsselung der Reize eine Stimulierung stattfindet, welche bereits Gefühle oder Assoziationen hervorruft, beziehungsweise Entscheidungen anregt. Man unterscheidet zwischen interner und externer Informationsaufnahme, wobei erstere ausschließlich aktiv, letztere ebenso passiv erfolgen kann.
Abbildung 1: Die Informationsaufnahme von Konsumenten Quelle 1: Vgl. Kroeber-Riel, W., Weinberg, P., 2003, S. 246. [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
2.1.2 Informationsverarbeitung
[...]
1 Näheres zum Thema Gedächtnis im Abschnitt 3.3, zum Thema Datenbank im Abschnitt 4.2.
2 Vgl. Bork, T.-A., 1994, S. 41, zitiert nach Schick; Go rdon; Haka(1990), S. 199.
3 Vgl. Bork, T.-A., 1994, S. 57, zitiert nach Jacoby (1977), S. 569.
4 Vgl. Bork, T. A., 1994, S. 13, zitiert nach Reis (1990), S. 96.
5 Vgl. Bork, T. A., 1994, S. 12, zitiert nach Simon (1982b), S. 343.
6 Vgl. medialine.focus.de/PM1D/PM1DB/PM1DBF/pm1dbf.htm?snr=2620.
7 Vgl. Bork, T. A., 1994, S. 59.
8 Vgl. Kroeber-Riel, W., Weinberg, P., 2003, S. 244. 9 Vgl. Kroeber-Riel, W., Weinberg, P., 2003 S. 243.
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