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Termpaper, 2004, 18 Pages
Author: Thomas Seifert
Subject: African Studies
Details
Institution/College: University of Leipzig (Institut für Afrikanistik)
Tags: Resümee, Vorlesung, Sprachen, Afrikas, Betrachtungen, Anfangsgeschichte, Afrikalinguistik, Deutschland, Einbezug, Entwicklungen, Universität, Leipzig, Sprachen, Afrikas
Year: 2004
Pages: 18
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 12 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-35318-2
File size: 374 KB
Diese HA ist ein Resümee zur VL Sprachen in Afrika I. Themen: Geschichte der Menschheit eine Geschichte der Sprachen?, Afrikalinguistik als sprachwissenschaftliche Disziplin und Regionalwissenschaft, afrikanischen Sprachen", Sprachtod und seine Einschänkung. Dazu: "Anfangsgeschichte der Afrikalinguistik in Deutschland und Uni Leipzig. Karten: nicht-afrikanische Amtssprachen, Verbreitung afrikanischer Sprachen und Pidgin- und Kreolsprachen.
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Excerpt (computer-generated)
Universität: Universität Leipzig
Institut: Institut für Afrikanistik
Vorlesung: „Die Sprachen Afrikas I“
Fachsemester: 1. FS
Resümee zur Vorlesung ‚Die Sprachen Afrikas I’ -
Betrachtungen zur Anfangsgeschichte der Afrikalinguistik
in Deutschland unter Einbezug der Entwicklungen
an der Universität Leipzig.
von: Thomas Seifert
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung: „Ist die Geschichte der Menschheit eine Geschichte der Sprachen?“ 5
2. Resümee zur Vorlesung „Sprachen in Afrika I“ 9
2.1. Die Afrikalinguistik 9
2.1.1. Die Afrikalinguistik als sprachwissenschaftliche Disziplin 10
2.1.2. Die Afrikalinguistik als umfassende Regionalwissenschaft 10
2.1.3. „Afrikanische“ Sprachen 10
2.1.4. Sprachtod und wie man ihn einschränken könnte 13
3. „Betrachtungen zur Anfangsgeschichte der Afrikalinguistik in Deutschland unter Einbezug der Entwicklungen an der Universität Leipzig“ 13
3.1. Die deutsche Afrikalinguistik 13
3.2. Die Entwicklung der Afrikalinguistik an der Universität Leipzig 15
4. Tabellenverzeichnis und Abbildungsverzeichnis 18
5. Quellenangabe 19
Zum Geleit
In meinem Resümee zur Einführungsvorlesung „Die Sprachen Afrikas I” versuche ich in meiner Einleitung, sowie im ersten Teil anhand von Aufzeichnungen und Materialien, die Afrikalinguistik zu deuten und insbesondere ihre Bedeutung herauszuarbeiten. Im zweiten Teil konzentriere ich mich auf die Historie der Afrikalinguistik in Deutschland, aber auch der Geschichte explizit in Leipzig. Die Reflexion der Geschichte wird mir dabei Aufschluss über meinen Stand als Student der Afrikanist geben, beziehungsweise werde ich erahnen können, auf welchen Fundamenten oder auch Fassaden die Afrikalinguistik „fußt“. Gerade die Auseinandersetzung mit dem Studienstandort Leipzig erscheint mir als äußerst wichtiger Bestandteil. Nicht nur, dass mir als eingeschriebenen Studenten eine Verpflichtung erwächst, wissen zu wollen, wohin man gehört, in welcher Tradition man steht, sondern auch schlicht und einfach die Tatsache, sich auszukennen und nicht blind viereinhalb Jahre lang durch das Institut zu wandeln, machen es notwendig, zuerst sich mit den Prämissen zu beschäftigen und dann später über kontroverse Themen zu reflektieren. Kurzgefasst: ich versuche eine Bestandsaufnahme zur Afrikalinguistik und suche eine Art persönliche Standortbestimmung zu wagen.
1. Einleitung
„Ist die Geschichte der Menschheit eine Geschichte der Sprachen?“ Um diese Frage beantworten zu können, ist es sinnvoll sich kurz mit der Definition und Bedeutung von Sprache auseinander zu setzen. „Als Sprachen werden die Kommunikationsformen des Menschen bezeichnet.“1 Die Bedeutung der Sprache in diesem Zusammenhang liegt klar auf der Hand, Sprache ermöglicht Kommunikation, ohne Sprache wären die Menschen nur zu einer eingeschränkten Kommunikation in der Lage. Die Entwicklung der menschlichen Sprache ermöglichte die kulturelle Evolution des Menschen, die Hominisation. Auch die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins steht vermutlich in engem Zusammenhang mit der Entstehung der Sprache. Der jetzige Entwicklungsstand der Menschheit wäre niemals erreicht worden, ohne Sprache, ohne eine derartig komplexe Kommunikation. Allerdings ist es wichtig, Sprache nicht ausschließlich als eine akustische Verständigung wahr zu nehmen, sondern es gilt noch zu unterscheiden: es gibt Laut-, Schrift- und Körpersprache sowie, für Gehörlose, die Gebärdensprache. Die Sprachwissenschaft (Linguistik) hat zum Gegenstand ihrer Forschung die Untersuchung der menschlichen Sprachen. Die Zuordnung von Sprachfamilien ermöglicht es „nicht nur Schlüsse auf die Geschichte der Sprachen selbst, sondern auch auf die Geschichte der Menschheit im allgemeinen“2 zu ziehen. Von den weltweit zwischen 6000 und 7000 gesprochenen Sprachen sind „mehr als die Hälfte vom Aussterben in den nächsten 100 Jahren bedroht, da sie kaum noch oder gar nicht mehr an Kinder weitergegeben werden. Von einigen wenigen Sprachen gibt es nur noch eine kleine Gruppe oft alter Muttersprachler.“3
Um die Bedeutung der Sprache zu deuten, reicht ein kurzer Exkurs in die Nützlichkeit der Sprache. Sprache ist ein Gebrauchsgut und stellt die Grundlage zwischenmenschlicher Informations- und Kommunikationssysteme dar. „Informationen werden am häufigsten sprachlich übermittelt,“4 wohingegen Bilder, Grafiken am wichtigsten als Illustration, als ergänzendes Mittel zur Informationspräsentation sind. Wissen wird durch Sprache übermittelt: durch mündliche Vorträge, durch schriftliche Beiträge in Zeitschriften, Monografien, Sammelbänden oder Websites. Auch das meiste in Datenbanken gespeicherte Wissen ist sprachlich kodiert. Gerade die heute so unabkömmlich erscheinende Computertechnik, macht sich Sprache zu eigen. „Im Mittelpunkt des WWW steht die Sprache, alles andere ist nur Garnierung. Keine Benutzungsschnittstelle kommt ohne Sprache aus.“5 Kurz gesagt: Ohne Sprache geht nichts, zu mindestens nicht auf diesem komplexen Kommunikationsniveau des 21. Jahrhundert, wahrscheinlich aber auch des 21. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung und sicherlich noch weit davor. Sprache birgt aber auch Probleme. Die Vielfalt von Sprachen im Bereich ihrer Morphologie, d.h. die Struktur von Sprachen in Grammatiken, dem Wortschatz und Wortgebrauch, macht Sprachen mehrdeutig. „Internationale Kommunikation wird durch Sprachbarrieren (Mehrsprachigkeit, Terminologien, Sublanguages)“6 behindert.
Doch gerade die weltweite Mehrsprachigkeit garantiert die Vielfältigkeit der Kulturen. Sprache agiert in der Entwicklung einer Kultur als Wissensspeicher beziehungsweise als „großes“ Gedächtnis mittels seiner Erzählungen oder Schriften. Über dieses Vehikel der Erinnerung werden Informations- vor allem aber Identifikationsdaten von einer Generation zur nächsten weitergegeben. Wird dieser natürliche Prozess unterbunden, kommt es zu einem Sprachtod, welcher den Kulturtod nach sich zieht. Sprache und Kultur sind aufs engste miteinander verwoben, eine Störung dieser Homogenität birgt Dramatisches. Demnach kann die Frage „Ist die Geschichte der Menschheit eine Geschichte der Sprachen?“ eindeutig bejaht werden. Es drängt sich sogar auf, die Frage noch zu präzisieren: „Wäre die Geschichte der Völker ohne Vielsprachigkeit überhaupt denkbar?“ Aller Wahrscheinlichkeit nach nicht. Hier schließt sich das Zitat von M.A.K. Halliday und J.R. Martin an, welches lautet: „The history of language is not separate from the rest of human history: on the contrary, it is an essential aspect of it. Human history is a much a history of semiotic activity as it is of socioeconomic activity.”7
[...]
1 Ohne Autor, „Definition von Sprache“, unter: http://www.net-lexikon.de/Sprache.html
2 Ebd.
3 Ebd.
4 Ohne Autor, „Die Bedeutung der Sprache“, unter: http://is.uni-sb.de/studium/handbuch/textinfodesign/ index.php#Beginn
5 Ohne Autor, „Die Bedeutung der Sprache“, unter: http://is.uni-sb.de/studium/handbuch/textinfodesign/ index.php#Beginn
6 Ebd.
7 Ekkehard Wolff, aus dem Reader für „Die Sprachen Afrikas I“, S.10-11.
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