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Story Telling

Termpaper, 2004, 16 Pages
Author: Thomas Galsterer
Subject: Economics / Business: Personnel and Organisation

Details

Event: Personalwesen
Institution/College: Hamburg University of Ecomomy and Policy
Tags: Story, Telling, Personalwesen
Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 16
Grade: 1,75
Bibliography: ~ 6  Entries
Language: German
Archive No.: V35522
ISBN (E-book): 978-3-638-35414-1

File size: 290 KB


Excerpt (computer-generated)

Story Telling

von: Thomas Henkel

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung  3

2. Die Story Telling-Methode nach Kleiner & Roth  4

2.1 Die Erfahrungsgeschichte  4
2.2 Durchführungsphasen des Story Telling  5
2.3 Erfolgsfaktoren des Story Telling 6

3. Ansätze einer effizienten Story Telling-Methode durch Karin Thier  7

3.1 Die Planungsphase  7
3.2 Die Interviewphase  8
3.3 Die Auswertungs phase  9
3.4 Praktische Durchführung der Story Telling-Methode  10

4. Story Telling als zentraler Bestandteil des Wissensmanagements  13

4.1 Das Münchener Wissensmanagement-Modell  13
4.2 Die Wissensmanagement-Komponenten  14
4.3 Prozessbereiche des Wissenmanagements  14

4.3.1 Wissensrepräsentation 14
4.3.2 Wissensnutzung  15
4.3.3 Wissensgenerierung  15
4.3.4 Wissenskommunikation  15

5. Fazit  16

6. Literatur  17


 

1. Einleitung

„Führung durch Personen ist im wesentlichen Kommunikation. Wenn Kommunikation unterstützt wird durch elektronische Medien, dann ist das eine Hilfe. Wenn sie aber ersetzt wird durch elektronische Medien, dann liegt dort eine Gefahr, denn menschliche Kommunikation ist nicht nur Übermittlung von Sachaussagen, sondern sie transportiert zwischenmenschliche Bindung.“1

Innerbetriebliche Kommunikationstrukturen sind oftmals durch einen hohen Grad an Technisierung geprägt. Datenbanken, Intranet oder Internet bestimmen den alltäglichen Informationsfluss eines Unternehmens. Diese Entwicklung beruht vorwiegend auf technischen Entwicklungen der modernen Informations- und Kommunikationssysteme , mit deren Hilfe es ermöglicht werden soll, Wissen und Kommunikation im Unternehmen effektiv einzusetzen. Doch oftmals behindern gerade diese Instrumente die Kommunikation auf zwischenmenschlicher Ebene - gerade dann, wenn es darum geht, komplexe Unternehmensabläufe und - Strategien innerhalb der Organisation umzusetzen. Die vorliegende Ausarbeitung geht der Frage nach, wie kollektive Erfahrungen der Mitarbeiter aus der Vergangenheit mit Hilfe der Story Telling-Methode genutzt und kommuniziert werden können, um zukünftige Wiederholungsfehler zu vermeiden. Dazu werden im zweiten Kapitel allgemeine Grundlagen und Vorgehensweisen zu der Methode nach Kleiner & Roth vermittelt, die die Begrifflichkeiten klären und die Erfolgsfaktoren für die Methode erläutern.

Darauf aufbauend folgt im dritten Kapitel eine Gegenüberstellung der zu Grunde liegenden Ansätze der Story Telling-Methode nach Kleiner & Roth und der Weiterentwicklung dieser Methode von Karin Thier, um im Abschluss dieses Kapitels über eine praktische Anwendung der weiterentwickelten Methode zu berichten. Das vierte Kapitel ergründet die Bedeutung der Story Telling-Methode in einem wissenschaftlichen Kontext, indem die Ansätze des Münchener Wissensmanagement-Modells mit den Funktionen der Story Telling-Methode verbunden werden. Die Arbeit schließt im fünften Kapitel mit einer kritischen Würdigung der Ergebnisse ab.

2. Die Story Telling-Methode nach Kleiner & Roth

Das nachfolgende Kapitel stellt die wichtigsten Kernelemente der Story Telling-Methode nach Kleiner & Roth dar, um darauf aufbauend im dritten Kapitel eine alternative Vorgehensweise zu untersuchen.

2.1 Die Erfahrungsgeschichte

Im Mittelpunkt der Story Telling-Methode steht die Erfahrungsgeschichte 2. Sie beinhaltet schriftlich verfasste Erzählungen aus nicht allzu lang zurückliegenden wichtigen Vorkommnissen eines Unternehmens. Als besonders gute Quelle erweist sich die Erfahrungsgeschichte dann, wenn das Unternehmen Umstrukturierungsprozesse plant und dabei auf Analysen der Unternehmenskultur oder Kommunikationsstruktur angewiesen ist. Das Erfahrungsdokument der Geschichte sieht einen Umfang von 20 bis 100 Seiten vor, die jeweils in zwei Spalten gegliedert sind und mit prägnanten Überschriften versehen werden. Die rechte Spalte beinhaltet Aussagen der beteiligten Personen über bedeutsame Vorkommnisse. Dabei wird jeder Informant in anonymisierter Form wörtlich zitiert. Die Äußerungen werden durch die Erfahrungshistoriker, die sich aus einer Gruppe externer Unternehmensberater oder Wissenschaftler zusammensetzen, zu einer emotionsbetonten und beweiskräftigen Geschichte in Form von Zitaten verfasst.

Auf der linken Spalte finden sich Analysen und Anmerkungen der Erfahrungshistoriker, die als Index für die Zitate dienen. Mit Hilfe dieser Gegenüberstellung werden sachlich gegebene Kommentare der Erfahrungshistoriker mit emotionsbetonten Zitate n der Beteiligten gegenübergestellt, um die untersuchten Ereignisse zu verdeutlichen.

2.2 Durchführungsphasen des Story Telling

Die Story Telling-Methode gliedert sich in sieben Phasen3, die nachfolgend kurz erläutert werden. Zunächst erfolgt in der Planungsphase die Klärung von Vertrags- und Budgetfragen, bevor ein Team von Erfahrungshistorikern gebildet wird. Anschließend wird ein grober Rahmen für den Methodeneinsatz definiert, um innerhalb der Organisation nach zentralen Ereignissen, Projekten und Vorkommnissen zu suchen, den so genannten noticeable results, aus denen dann eine Erfahrungsgeschichte entstehen soll.

In der darauf folgenden Interviewphase, die nahtlos an die Planungsphase anschließt, werden zwischen 50 und 200 Personen zu den Vorkommnissen befragt. Dabei ist es wichtig, möglichst alle internen sowie externen Perspektiven, beispielsweise die von Kunden oder Lieferanten abzudecken. Die Interviewteilnehmer können nun frei über ihre Eindrücke und Erlebnisse erzählen. Da es keinen Leitfaden gibt, wird von dem Interviewer ein hohes Einfühlungsvermögen bezüglich der angesprochenen Themen vorausgesetzt. Neben den Interviews werden an Hand von bereitgestellten Dokumenten und Projektunterlagen weitere Problemfelder oder mögliche Themen durch die Erfahrungshistoriker sondiert.

[...]


1 von Rosenstiel, L.: www.zitat.de, in: http://www.zitate.de/detail-kategorie-5375.htm (Stand 09.08.2004).

2 Vgl. Kleiner, A.; Roth, G.: Wie sich Erfahrungen in der Firma besser nutzen lassen, in: Harvard Business Manager, Ausgabe 5/1998, Hamburg 1998, S. 9-15, S. 10.

3 Vgl. Thier, K.: Die Entdeckung des Narrativen – Entwicklung einer effizienten Story Telling-Methode, Hamburg 2004, S. 70 ff.


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