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Vergleich der Fassungen des Märchens Rotkäppchen: Gebrüder Grimm / Charles Perrault

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 18 Pages
Author: Uta Brengelmann
Subject: German Studies - Comparative Literature

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2003
Pages: 18
Grade: LN
Bibliography: ~ 12  Entries
Language: German
Archive No.: V36433
ISBN (E-book): 978-3-638-36061-6
ISBN (Book): 978-3-638-77236-5
File size: 255 KB

Abstract

Wer kennt es nicht, das Märchen Rotkäppchen. In diesem Buch weden die unterschiedlichen Fassungen des Märchens von den Gebrüdern Grimm und von Charles Perrault unter die Lupe genommen und miteinander verglichen.


Excerpt (computer-generated)

Vergleich der Fassungen des Märchens Rotkäppchen:
Gebrüder Grimm / Charles Perrault

von: Uta Brengelmann

5. Fachsemester

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung in das Thema  4

2 Begriffserklärung: Märchen 4

3 Märchentypen 5

3.1 Volksmärchen 5

4 Die Gebrüder Grimm 5

5 Charles Perrault 6

6 Die Literaturgeschichte des Märchens Rotkäppchen  6

7 Inhaltsangabe des Märchens nach der Fassung der Gebrüder Grimm  7

8 Inhaltsangabe des Märchens nach der Fassung von Charles Perrault 9

9 Unterschiede der beiden Fassungen  10

9.1 Unterschiede am Anfang der Geschichte 10
9.2 Die unterschiedlichen Gründe des Wolfes das Kind nicht sofort bei der ersten Gelegenheit zu fressen  10
9.3 Unterschiede im Verhalten des Wolfes im Haus der Großmutter 11
9.4 Unterschiedliche Darstellung der Sexualität 12
9.5 Unterschiede des Schlusses  13
9.6 Unterschiede der Nachträge  14

10 Gemeinsamkeiten der Fassungen in der Darstellungsart nach dem Idealtyp von Märchen nach Max Lüthi  15

10.1 Idealtyp  15

10.1.1Gemeinsamkeiten im Stil, in Sprache und im Inhalt der beiden Versionen  15
10.1.2 Gemeinsamkeiten beim Personal und bei den Requisiten  16

11 Fazit  17

Literaturverzeichnis  19


 

1 Einleitung in das Thema

Das Märchen „Rotkäppchen“ habe ich mir als Thema der Hausarbeit ausgewählt, da ich dieses Märchen als Kind sehr gemocht habe. Mir gefiel dieses Märchen besonders gut, da ich es gleichzeitig spannend und gruselig fand. Meine Eltern haben mir oft die Märchen der Gebrüder Grimm vorgelesen. Als ich lesen konnte, habe ich dann selbst die Geschichten gelesen. In meiner Hausarbeit werde ich mich mit dem Märchen Rotkäppchen beschäftigen. Ich werde zwei Fassungen des Märchens miteinander vergleichen. Dazu habe ich mir die Versionen des französischen Schriftstellers Charles Perrault und die der Gebrüder Grimm ausgesucht. Zuvor werde ich den Begriff Märchen erläutern. Außerdem werde ich mich mit verschiedenen Märchentypen beschäftigen. Die Volksmärchen und Kunstmärchen werde ich erläutern. Dann werde ich wichtiges über die Autoren der beiden Fassungen berichten, die Entstehungsgeschichte des Märchens präsentieren sowie den Inhalt der beiden Fassungen wiedergeben. Danach folgt der Hauptteil meiner Hausarbeit: Der Vergleich der beiden Versionen des Märchens.

2 Begriffserklärung: Märchen

Der Begriff Märchen ist eine Verkleinerungsbildung des Substantivs maere. Maere bedeutet ursprünglich Nachricht, Kunde, Erzählung. Die Verkleinerungsform Märle war bis ins 19. Jh. gebräuchlich. Das Grundwort ist eine Bildung eines untergegangenen gemeingermanischen Verbs. Es bedeutet verkünden oder rühmen.1 Heute wird das Märchen definiert als eine unterhaltsame Prosaerzählung, in der es um Wunder und Wunderbares geht. 2

3 Märchentypen

3.1 Volksmärchen

Volksmärchen sind mündlich überlieferte Geschichten, die keinem bestimmten Verfasser zuzuordnen sind. Bei ihnen agiert das Volk als kollektiver Erzähler. Es sind jedoch Spuren individueller Bearbeitung zu entdecken. Hervorstechend bei diesen Märchen sind einfache Strukturen, Formelhaftigkeit und typenhafte Handlungstragende. Außerdem wird ein leicht verständlicher Stil im Volksmärchen ausgewählt. 3

3.2 Kunstmärchen

Die meisten der Kunstmärchen stammen aus der Epoche der Romantik. Kunstmärchen verkörpern das Wunderbare. Ihre Inhalte, Motive und Symbole entspringen der Vorstellung des Autors. Diese Märchen enden zum größten Teil mit erfülltem Glück. Die Strukturen der Kunstmärchen sind komplex. 4

4 Die Gebrüder Grimm

Jakob Ludwig Karl Grimm wurde am 4.1.1785 in Hanau geboren. Sein jüngerer Brüder Wilhelm Karl Grimm erblickte am 24.2.1786 das Licht der Welt. Der Vater war Jurist. Die Kinder lebten die ersten Jahre ihrer Jugend in Steinau. Sie besuchten das Lyceum in Kassel. Seit 1829 bzw. 1839 waren sie Professoren in Kassel. Aufgrund ihrer Teilnahme am Protest der "Göttinger Sieben" wurden sie des Landes verwiesen. Ab etwa 1840 lebten beide in Berlin. Karl Grimm starb am 16.12.1859 in Berlin. Sein Bruder starb am 20.9.1863 am gleichen Ort.5 1812/15, 1819, 1837, 1840, 1843, 1850 und 1857 erschienen sieben Ausgaben der "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm. Daneben erschienen 1822 und 1856 zwei Bände mit Anmerkungen zu den einzelnen Märchen. 6 Bis heute sind die "Kinder- und Hausmärchen" das bekannteste deutsche Buch. Die fast zweihundertjährige Erfolgsgeschichte der Märchen der Grimms hat fälschlicher Weise dazu geführt, dass die Gebrüder Grimm als Entdecker der Märchen bezeichnet werden.

5 Charles Perrault

Der französischer Schriftsteller Charles Perrault wurde am 12.1.1628 geboren. Perrault starb am 16.5.1703. Als Verteidiger der modernen Dichter gegenüber den antiken Dichtern war er ein Gegner von Boileau-Despréaux. 7Perrault wurde berühmt durch seine Märchensammlung von 1697. Diese Märchensammlung enthält acht Prosamärchen, die in der Hofkultur Ludwigs XIV zu finden sind. „Die Wirkmächtigkeit der perraultschen Prosamärchen ist gerade hinsichtlich der deutschen Überlieferung gar nicht zu überschätzen“, schreibt Rölleke. Direkten Einfluss übte unter anderem das Märchen Rotkäppchen aus.8 Perrault widmete seine Märchensammlung den Aristokratinnen. Außerdem hängte er an seine Geschichten eine Moral an, wie es zu dieser Zeit üblich war. 9 Die Märchensammlungen Perraults waren sehr beliebt in Frankreich und in anderen Ländern. Sie wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. Eine Übersetzung in die deutsche Sprache ist aus den Jahren 1780 und 1790 bekannt. Seit 1697 sind mehr als 500 Ausgaben der Märchensammlung veröffentlicht worden. „In Frankreich selbst wurden die Märchen Perraults 1707, 1724, 1742 und 1777 neu aufgelegt. Seit 1816 sind oft zwei oder drei Auflagen in einem Jahr erschienen.“ 10

6 Die Literaturgeschichte des Märchens Rotkäppchen

[...]


1 vgl.: Lüthi: Märchen; S. 1

2 vgl.: Schüler Duden Literatur ; S. 241

3 vgl.: Schüler Duden Literatur ; S. 241-242

4 vgl.: Schüler Duden Literatur ; S. 242

5 vgl.: www.Gutenberg2000.de/autoren/grimm.htm

6 vgl.: Rumpf: Rotkäppchen; S.90-91

7 vgl.: www.Gutenberg2000.de/autoren/perrault.htm

8 vgl.: Rölleke: Die Märchen der Gebrüder Grimm; S.14-15

9 vgl.: Ritz: Die Geschichte vom Rotkäppchen; S. 12

10 vgl.: Rumpf: Rotkäppchen; S.84


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