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Termpaper, 2002, 12 Pages
Authors: Uta Brengelmann, M. Hofmann
Subject: German Studies - Genres
Details
Tags: Fabeln, Akteure, Fabeln
Year: 2002
Pages: 12
Grade: TN
Bibliography: ~ 6 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-36064-7
ISBN (Book): 978-3-638-77238-9
File size: 206 KB
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Abstract
In dem Text geht es um die Handlungstragenden der Fabel. Auf die Tiere und was sie in einer Fabel bewirken, werde ich besonders eingehen. Auch mit der Frage, warum die meisten Fabulisten Tiere als Akteure auswählen, werde ich mich befassen.
Excerpt (computer-generated)
Fabeln - Die Akteure in Fabeln
von: Uta Brengelmann und M. Hofmann
3. Fachsemester
1. Einleitung 3
2. Handlungstragende in der Fabel 3
3. Die Anzahl der Akteure und die Art deren Gegenüberstellung 4
4. Warum bevorzugen die Fabeldichter Tiere in ihren Fabeln? 5
4.1. „Das Wunderbare“ 5
4.2. Die Sprachökonomie 5
4.3. Verschiedene Eigenschaften 7
4.4.Die Knappheit der Fabel 7
4.5.Wahrheiten zur Kenntnis nehmen 8
4.6. Tiere sind dem Menschen sehr ähnlich 10
4.7. Ausschaltung der Gefühle 11
4.8. Die sozialkritische Perspektive 11
5. Kritik an dem Auftreten von Tieren in den Fabeln 11
6. Schluss 12
Literaturverzeichnis 13
1. Einleitung
In den nun folgenden Seiten meiner Hausarbeit habe ich mich mit den Handlungstragenden der Fabel beschäftigt. Auf die Tiere und was sie in einer Fabel bewirken, werde ich besonders eingehen. Auch mit der Frage, warum die meisten Fabulisten Tiere als Akteure auswählen, werde ich mich befassen.
2. Handlungstragende in der Fabel
Meistens sind Tiere Akteure in den Fabeln, jedoch gibt es auch einige Fabeln in denen keine Tiere vorkommen. Handelnde sind hier Götter, mythische Figuren, Pflanzen, unbelebte Naturgegestände und personifizierte Gegenstände. Die Anthropomorphisierung, also die Vermenschlichung ist auffällig für die Fabel. Es kann auch jedes körperliche Ding oder Teilstück isoliert auftreten und in Aktion treten. Der Mensch taucht vereinzelt auf, jedoch meist in der Verbindung mit Tieren. Bestimmte Autoren setzten oft ein einseitig orientiertes Figurenarsenal ein. Besonders häufig trifft man in der Fabel auf einen Wolf, einen Löwen, ein Lamm, einen Fuchs, einen Esel, eine Maus, einen Frosch, einen Kranich, eine Henne und einen Raben, also Tiere, die von den Autoren als bekannt vorrausgesetzt werden. Die genannten Tiere stellt nur die Fabel in eine Reihe, sie sind durch keine biologischen, soziologischen oder geographischen Kriterien verbunden.
3. Die Anzahl der Akteure und die Art deren Gegenüberstellung
Wegen des antithenischen Charakters der Fabel gibt es in den meisten Fabeln zwei Akteure. Selten stehen sich aber auch zwei Gruppen oder eine Gruppe und ein einzelnes Tier gegenüber. Die Gruppe wird als Gesamtheit betrachtet, die Mitglieder einer Gruppe verhalten sich gleich. Man könnte diese Gruppe auch als Partei bezeichnen. Das Verhalten zweier Akteure oder Gruppen ist unterschiedlich. Es agieren Kontrastfiguren. „Die einzelnen Akteure stehen nicht für sich, sie sind einander nach dem Gesetz des Gegensatzes zugeordnet.“1 Die Handlungstragenden haben gegensätzliche Einstellungen oder Verhaltensweisen. Beispiele der Gegenüberstellung der Tiere:
Elefant - Maus
Esel-Pferd
Katze-Maus
Lamm-Wolf
Fuchs-Rabe
Feldmaus-Stadtmaus
Wildschwein-Esel
Bär-Biene
Beispiele der Grundkontraste der Tiere:
Groß-Klein
Arm-Reich
Macht-Ohnmächtig
Schlau-Dumm
4. Warum bevorzugen die Fabeldichter Tiere in ihren Fabeln?
Diese Frage lässt sich unterschiedlich begründen.
4.1. „Das Wunderbare“
Johann Jakob Breitinger findet das Auftreten der Tiere in den Fabeln besonders wichtig. Durch das „Wunderbare“, so bezeichnet er das Sprechen der Tiere, soll die Aufmerksamkeit des Lesers geweckt werden. Ein anderer Dichter, Daniel Willhelm Triller, ist der gleichen Meinung. Er bezeichnet das „Unglaubliche“ als ein wesentliches Element der Fabel. 2 Jakob Grimm ist der Meinung, dass Fabeln ohne Tiere mit Märchen zu verwechseln wären.
4.2. Die Sprachökonomie
Lessing, der sich mit den Fabeltheorien seiner Zeit auseinandersetzt und überwiegend unterhaltsame Fabel schreibt, in denen er den kritischen Ansatz betont, ist der Meinung, dass die Fabeldichter Tiere in ihren Fabeln handeln lassen, da deren Eigenschaft nicht mehr beschrieben werden muss. Durch die dadurch erreichte Sprachökonomie werden Charakterisierungen erspart. Er hat das Auftreten von Tieren in Fabeln so begründet: „Ich komme vielmehr sogleich auf die wahre Ursache(...), warum der Fabulist die Tiere oft zu seiner Absicht bequemer findet, als die Menschen. Ich setze sie in allgemein bekannte Bestandheit der Charaktere...“3
[...]
1 Zitiert aus : Schrader, Monika: Epische Kurzformen. S. 116, Z. 17
2 vgl. Reinhard, Dithmar: Die Fabel. S. 187
3 Zitiert aus: Matzkowski, Bernd: Wie interpretiere ich Fabeln und Parabeln? S. 46, Z. 20
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