Microsoft Operations Framework (MOF)

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Details

Titel: Microsoft Operations Framework (MOF)
Autor: Christian Manß
Fach: Informatik - Wirtschaftsinformatik
Institution/Hochschule: Universität Duisburg-Essen
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 35
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 23  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 353 KB
Archivnummer: V36524
ISBN (E-Book): 978-3-638-36125-5

Textauszug (computergeneriert)

Microsoft Operations Framework (MOF)

von: Christian Manß

9. Studiensemester

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung 6

1.1 Herausforderungen moderner IT-Organisationen 6
1.2 IT-Service-Management 6
1.3 MOF und die IT Infrastructure Library 7
1.4 Entwicklung von MOF 8
1.5 Überlegungen zum Entwurf 8
1.6 MOF-Modelle 9

2 Das MOF-Prozessmodell 9

2.1 Terminologie 9
2.2 Übersicht 10
2.3 Der Microsoft IT-Lebenszyklus 12
2.4 Informationen zu den Quadranten 13

2.4.1 Änderung 13
2.4.2 Betrieb 15
2.4.3 Support 17
2.4.4 Optimierung 18

3 Das MOF-Teammodell 20

3.1 Übersicht 20
3.2 Grundlegende Prinzipien 20
3.3 Rollencluster 21

3.3.1 Version (Release) 21
3.3.2 Infrastruktur 22
3.3.3 Support 22
3.3.4 Betrieb 23
3.3.5 Partner 23
3.3.6 Sicherheit 23
3.3.7 Service 23

3.4 Kombinationen von Rollenclustern 24
3.5 Verbinden des Prozess- und des Teammodells 25

4 Das MOF-Risikomodell 26

4.1 Übersicht 26
4.2 Grundlegende Prinzipien und Verfahren 26
4.3 Risikomanagementprozess 27

4.3.1 Identifizieren 27
4.3.2 Analysieren und Priorisieren 28
4.3.3 Planen 29
4.3.4 Nachverfolgen 30
4.3.5 Steuern 31
4.3.6 Lernen 31

5 Fazit und Ausblick 32

6 Literatur- und Quellenverzeichnis 34

Abkürzungsverzeichnis

CI = Configuration Item
IT = Information Technology (Informationstechnologie)
ITIL = IT Infrastructure Library
ITSM = IT-Service-Management
MOM = Microsoft Operations Manager
MOF = Microsoft Operations Framework
MRF = Microsoft Readiness Framework
MSF = Microsoft Solutions Framework
OMR = Operations Management Review
PKI = Public Key Infrastructure
RfC = Request for Change
SLA = Service Level Agreement
SMF = Service Management Function
SNMP = Simple Network Management Protocol


Einführung

1.1 Herausforderungen moderner IT-Organisationen

Die Informationstechnologie (IT) als Sammelbegriff für sämtliche technologie- bzw. technisch-orientierten Lösungen und organisatorische Aspekte (Strukturen und Pro¬zesse) gewinnt eine immer stärke Bedeutung in der modernen Geschäftswelt. Sie ist Basis vieler substantieller Geschäftsprozesse; für viele Unternehmen ist die IT bereits „business enabler“ in neuen Geschäftsfelder. Die Leistungen, die die IT erbringt, sind allerdings meist nicht konkret bezifferbar sind, im Gegensatz zu den mitunter extrem hohen Kosten. Die Gartner Group sieht im Jahre 2003 bereits 75% aller Unternehmen in die Verpflichtung gestellt in ihren Geschäftsplänen zu erörtern wie Investitionen in die IT das operative Geschäftsergebnis beeinflussen [RSC01, S. 7]. Über die Forderung IT-Leistungen transparent zu gestalten hinaus, existiert ein Spannungsfeld zwischen IT-Abteilung, Unternehmensleitung und Anwendern. Die Unternehmensleitung sieht die Kosten der IT, die Vorteile sind hingegen nur indirekt erkennbar, sodass sie die Anwender und nicht die IT selbst als Erbringer von Leistungen erkennt. Die IT-Abteilung sieht sich mit den Anfragen der aus ihrer Sicht „unwissenden“ Anwender konfrontiert. Die Anwender hingegen fühlen sich oft, auch aufgrund mangelnden Supports, mit der Nutzung der IT überfordert [RSC04, S. 3]. Diese Herausforderungen kombiniert mit der im IT-Umfeld immer stärker aufkommenden Forderung nach Service- und Kundenorientierung führen zu der Konklusion, dass IT-Organisationen heute vor der Aufgabe stehen intern wie auch extern als ein Dienstleister zu fungieren und nicht als reiner Technologielieferant [RSC04, S5].

1.2 IT-Service-Management

Sich eben dieser Aufgabe zu stellen ist der Kern des IT-Service-Managements (ITSM). Zentrale Idee des ITSM ist es interne und externe IT-Organisationen als Dienstleister zu sehen, deren Aufgabe die Erbringung qualitativ hochwertiger, kosteneffizienter und transparenter IT-Leistungen ist. Die Ausrichtung der Leistung soll sich hierbei ausschließlich an den Bedürfnissen der Kunden orientieren. Die Forderung Leistungen messbar und bewertbar zu gestalten, wird durch Service-Level-Agreements (SLAs) erreicht, die alle Kriterien eines Service, also einer IT-Lösung, schriftlich fixieren. Die praktische Realisierung des ITSM geschieht anhand von Referenzmodellen, die formale Aussagen über Elemente in einem System treffen, ihre Beziehungen untereinander definieren und somit eine Einordnung von Standards in Gesamtsysteme ermöglichen [QUW93].

1.3 MOF und die IT Infrastructure Library

Die IT Infrastructure Library (ITIL) stellt ein solches Referenzmodell dar und ist die Grundlage des MOF. Die ITIL wurde Ende der 80er Jahre als Best-Practice-Ansatz im Auftrag der britischen Regierung entwickelt und gilt heute als De-facto Standard des IT-Service-Managements (ITSM). Best-Practice-Ansatz bedeutet hier die Verwendung von Ideen und Verfahren, die sich im praktischen Einsatz bereits bewährt haben. Microsoft beteiligt sich seit 1999 aktiv an der Weiterentwicklung der ITIL und hat seit dem mehrere ITIL Bücher mitverfasst. Zuletzt wurde von Microsoft in Zusammenarbeit mit IBM die ITIL Publikation „Application Management“ herausgegeben. Die grundlegenden ITIL-Publikationen Service-Support und Service-Delivery beschreiben nach Meinung von Microsoft [PQA03, S. 11] allerdings nicht ausreichend den Betrieb einer IT-Umgebung. Daher hat Microsoft, die elf in ITIL beschrieben Prozesse um zehn weitere ergänzt. Zusätzlich stellt das MOF ein separates Team- und Risikomodell zur Verfügung. MOF versucht allerdings nicht ITIL zu ersetzen, sondern erweitert es um Microsoft spezifische Elemente, wobei das Modell auch in nicht Microsoft-homogenen Umgebungen einsetzbar bleibt. Das MOF beschreibt wie ITIL den gesamten Lebenszyklus einer IT-Lösung. Microsoft verwendet in seinen ITSM Lösungen den Begriff Framework, anstatt dem Begriff Referenzmodell. Ein Framework ist nach [QUW93] eine lose strukturierte Beschreibung, die mehrere Modelle abdeckt und allgemeiner als ein Referenzmodell gehalten ist. Wir werden später sehen, dass das Microsoft Operations Framework drei verschiedene Modelle in sich kapselt.

1.4 Entwicklung von MOF

MOF wurde im Sommer des Jahres 1999 in der Version 1.0 von Microsoft eingeführt. Das Modell wurde bis zum Ende des Jahres 2003 nur geringfügig angepasst und verändert, sodass sich diese Änderungen nicht in einer neuen Version niederschlugen. Anfang 2004 erschienen erste Publikationen zum stark erweiterten MOF Modell in der Version 3.0. Die Version 2.0 wurde übersprungen um die Einheitlichkeit mit der Version des Microsoft Solutions Framework (MSF), das sich mit der Entwicklung und Planung von IT-Lösungen befasst, zu erreichen. Das MSF liegt seit 2003 in der Version 3.0 vor. Stand heute existieren die Kernmodelle des MOF in der Version 3.0, die SMFs Network-Administration, Infrastructure-Engineering und Security Management liegen allerdings noch nicht vor.

1.5 Überlegungen zum Entwurf

Die Vision des MOF und damit auch Ziel und Inhalt des Frameworks ist nach Microsoft: „Die Zusammenstellung umfassender Anleitungen zum Betrieb geschäftskritischer Systeme mit der Microsoft-Plattform, um den Kunden dabei zu helfen, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Verwaltbarkeit zu erzielen“ [SOM04, S. 160]. Um diese Vision zu erreichen, verfolgt das MOF folgende grundlegende Ansätze und Prinzipien:
• Verwenden von Ideen, die sich im Einsatz bewährt haben und Nutzung branchenspezifischer optimaler Vorgehensweisen (Best-Practice-Ansatz)
• Bereitstellen einer erweiterbaren Grundlage für Betriebswissen
• Auseinandersetzen mit Personen, Prozessen und Technologien und deren Risiken
• Einbeziehung von Kunden, Partnern und den Dienstleistungsorganisationen von Microsoft
• Steigerung der Flexibilität, um dem schnellen Wandel der heutigen IT Rechnung zu tragen
• Integration in Rahmenstrukturen, die andere Teile des IT-Lebenszyklus verwalten, wie z. B. Planung und Umsetzung
• Unterstützen der Verwaltung von Ende-zu-Ende Diensten, einschließlich Prozessen und Verfahren, statt nur der Verwaltung von Servern und Technologien

1.6 MOF-Modelle

Das Microsoft Operations Framework besteht aus drei grundlegenden Modellen: dem Prozessmodell, dem Teammodell und dem Risikomodell. Diese Modelle bieten Unter¬stützung zu Personen, Prozessverwaltung und Risikomanagement im IT-Service-Management. Jedes Modell legt den Schwerpunkt auf verfügbare Technologien und optimale Vorgehensweisen, um hohe Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit, Supportfähigkeit und Verwaltbarkeit zu erreichen. Im Folgenden werden die Modelle detailliert beschrieben.

2 Das MOF-Prozessmodell

2.1 Terminologie

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