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Details

Institution/Hochschule: Universität Wien
Tags: Tove, Janssons, Mumintrolle
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 15
Note: 1-2
Literaturverzeichnis: ~ 8  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 446 KB
Archivnummer: V36527
ISBN (E-Book): 978-3-638-36127-9

Textauszug (computergeneriert)

Tove Janssons Mumintrolle

von: Peter Reisenzein

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Über Tove Jansson

3. Mumins Welt

3.1 . Das Wesen eines Mumins
3.2. Seine Welt
3.3. Religion und Tod

4. Stimmung und Eindruck anhand der Charaktere

5. Tove Jansson in der schwedischen und internationalen Kinderliteratur

6. Bibliographie



1. Einleitung

In meiner Kindheit in Schweden verbrachte ich viele Stunden bei einer Freundin meiner Eltern – Dorothea Bjelfvenstam. Ich wusste damals natürlich nicht, dass sie mehrere der Bücher übersetzt hatte, die mir meine Mutter oft vorlas, aber eins blieb mir in Erinnerung – ein großer, mit schwarzer Farbe an die Wand gemalter Mumintroll. Den hatte Tove Jansson ihrer (zeitweiligen) Übersetzerin als Dank ins Kinderzimmer gemalt. Diese Geste alleine beschreibt die Autorin schon recht treffend, die ein echtes Multitalent in Sachen Kunst war.

2. Über Tove Jansson

Tove Jansson lebte von 1914 bis 2001 und gehörte zur schwedischsprachigen Bevölkerungsminderheit in Finnland, den Finnlandschweden. Sie wuchs in einem künstlerischen Elternhaus auf: ihre Mutter Signe Hammarsten Jansson war Zeichnerin, ihr Vater Viktor Jansson Bildhauer. Tove Jansson studierte von 1930 bis 1938 Kunst und Illustration in Stockholm, Helsinki und Paris. Ihre erste Ausstellung fand 1943 statt. Recht bald fand sie aber auch zum Erzählen und Schreiben: ihr erstes Muminbuch entstand 1945 (Småtrollen och den stora översvämmning – Mumins lange Reise), der erste Mumin-Comic folgte 1953. Im Jahre 1960 gab sie das Comiczeichnen an ihren Bruder Lars weiter, 1970 veröffentlichte sie das letzte Mumin-Buch und schrieb fortan nur noch Bücher für Erwachsene, in denen "richtige" Menschen handeln. Sie hat alle Muminbücher selbst illustriert, und auch für ihre Erwachsenenliteratur hat sie z.T. eigene Zeichnungen angefertigt. Auch hörte sie nie auf, weiter zu malen und zu zeichnen – sie betrachtete sich selbst in allererster Linie als Künstlerin und nicht als Schriftstellerin, obwohl ihr größter Erfolg die Mumingeschichten blieben. Für ihr literarisches Werk erhielt sie u.a. den Internationalen Jugendbuchpreis, den Nils-Holgersson-Preis, die Große Goldmedaille der Schwedischen Akademie und zweimal den Finnischen Staatspreis und als größte Auszeichnung 1966 die H.C. Andersen-Medaille.

3. Mumins Welt

3.1. Das Wesen eines Mumins

Ein Mumin ist eine Art Troll (im Schwedischen Original heißt Mumin ja auch nicht einfach nur Mumin, sondern mumintroll), den man am Besten mit einem Nilpferd vergleichen kann. Laut Jansson waren die Mumintrolle früher Haustrolle, die hinter Kachelöfen lebten. Aus dieser Zeit ist ihnen wahrscheinlich noch der Hang zum geregelten und „gutbürgerlichen“ Leben geblieben, der allerdings immer wieder in Konkurrenz mit ihrer Abenteuerlust steht. Außer den Mumintrollen kommen in Janssons Büchern auch noch andere Wesen vor, vornehmlich Fabelwesen bis hin zu Gespenstern, aber gelegentlich auch Menschen, die allerdings nie explizit als Menschen vorgestellt werden.

3.2. Seine Welt

Es ist schwierig, die Phantasiewelt, die Tove Jansson geschaffen hat, in eine klassische Fantasyklasse einzuteilen, da man nie genau weiß, ob das Mumintal ein realer Platz auf der Welt sein soll, oder doch eine ganz eigene Welt ist, in die sich nur ab und zu Menschen verirren. Die Bücher spielen – bis auf die ersten Ausgaben, die später überarbeitet wurden – in einer nordischen Umgebung, mit großteils „realistischer“ Vegetation. Allerdings gibt es auch einige Ausnahmen, wie zum Beispiel eine relativ intelligente fleischfressende Pflanze. 1

3.3. Religion und Tod

Was manchmal angedeutet wird, ist eine Art Religion, zu der allerdings nur in großer Gefahr Zuflucht gesucht wird. So wird zum Beispiel oft „der Beschützer der kleinen Tiere“ angerufen – ein Hinweis auf einen schwach vorhandenen Monotheismus. Daneben existieren viele Geister, bzw. Personifizierungen von Naturkräften zum Beispiel die „Eisfrau“1, die den Moment im Winter darstellt, an dem es am kältesten ist. Der Tod, der ja für Kinderbücher eher ein Tabuthema ist, wird auch in den Muminbüchern ausgelassen, aber nur oberflächlich betrachtet. So beginnt zum Beispiel der Muminvater für den Fall seines Ablebens durch Krankheit seine Memoiren zu schreiben.2 Außerdem sterben einige Tiere. So kommt ein Meerhund ums Leben3, ein Eichhörnchen überlebt die Begegnung mit der Eisfrau nicht4 und My bringt Ameisen mit Petroleum um.5 Auch das Altern wird thematisiert und vor allem durch die immer stärker werdende Midlifecrisis des Muminvaters dargestellt. Dem Beginn seines Memoirenschreibens folgt eine Rastlosigkeit, die in einer wahren Flucht ins Ungewisse gipfelt, in dessen Verlauf er hofft, etwas zu finden, das er selber nicht genau definieren kann.6 Mumin selber ist natürlich auch vom Altern betroffen, an seinem allmählichen Heranreifen zum jungen Troll ist ja das Gerüst der Bücher aufgestellt. Allerdings wird darauf nicht besonders deutlich hingewiesen.

4. Stimmung und Eindruck anhand der Charaktere

[...]


1 Kometen kommer – Komet im Mumintal S.52

1 Trollvinter – Winter im Mumintal S.81

2 Muminpappas memoarer – Muminvaters wildbewegte Jugend S.110

3 Pappan och havet – Mumins Inselabenteuer S.55

4 Trollvinter – Winter im Mumintal S.82

5 Pappan och havet – Mumins Inselabenteuer S.23

6 Det osynliga barnet – Geschichten aus dem Mumintal S.110

Kommentare

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